BUND-Weihnachtsbaum-Test: verbreiteter Pestizideinsatz Stichprobe mit 13 von 17 Bäumen mit Pestiziden belastet

Berlin, Nürnberg: Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der BUND Naturschutz in Bayern (BN) haben Nadeln von 17 Weihnachtsbäumen von einem unabhängigen Labor auf Rückstände von knapp 140 Pestiziden untersuchen lassen. Dabei wurde das Labor bei 13 der 17 Bäume umfassenden Stichprobe fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von denen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden. Mehr als die Hälfte der getesteten Bäume war mit mindestens zwei Wirkstoffen belastet, ein Baum enthielt sogar Rückstände von vier Pestiziden. Untersucht wurden auch fünf Bäume aus Bayern, die in München, Donauwörth, Gemünden und Abensberg bei Bau- und Gartenmärkten gekauft worden waren. Von der bayerischen Stichprobe waren vier von fünf Bäumen belastet. In einem Baum aus Gemünden wurden zwei Pestizide nachgewiesen, darunter der Wirkstoff Parathion-Ethyl, der unter dem Handelsnamen E 605 verkauft wurde. Der Einsatz dieses Mittels ist illegal und ist bereits seit 15 Jahren in der EU verboten. „Wir sind besorgt, da unser Weihnachtsbaum-Test zeigt, dass in konventionellen Weihnachtsbaumplantagen weit verbreitet Herbizide, Insektizide und Fungizide eingesetzt werden“, so Richard Mergner, BN-Landesbeauftragter. „Weil es dazu aber gute Alternativen gibt und eine Gefährdung für Natur und Mensch so nicht hinnehmbar ist, fordern wir, dass die Pestizidanwendung in den Christbaumkulturen reduziert und mittelfristig eingestellt werden muss“.

 

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