33 000 Menschen gehen gegen Agrarindustrie auf die Straße!

Teilnehmer der Kreisgruppe Lichtenfels reihten sich mit vielen Naturschützern aus der ganzen Republik hinter dem Großbanner des BUND am Berliner Hauptbahnhof ein, um gemeinsam gegen den Einsatz von Glyphosat zu demonstrieren.
Foto: Martin Geilhufe, BN

BN-Kreisgruppe Lichtenfels bei Grossdemonstration gegen Agrarindustrie parallel zur Grünen Woche in Berlin

Am vergangenen Samstag demonstrierten in Berlin parallel zur Grünen Woche 33 000 Menschen gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik im Essen und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen.

Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren an der Spitze angeführt. Der Protestzug wurde von über 160 Traktoren, auch aus Bayern, an der Spitze angeführt. Über 500 Menschen kamen mit Bussen des BUND Naturschutz aus ganz Bayern.

Mit vor Ort waren auch einige Teilnehmer der Kreisgruppe Lichtenfels und reihten sich am Berliner Hauptbahnhof in die vielen Demonstranten aus der ganzen Republik ein.

„Gülle und Pestizide belasten Böden und Gewässer, bäuerliche Betriebe ringen ums Überleben und das Insektensterben zeigt, welche dramatischen Auswirkungen die industrielle Agrarproduktion hat. Die nächste Bundesregierung muss Lösungen für die massiven Probleme der Landwirtschaft präsentieren. Wir erwarten einen verbindlichen Umbauplan für die Tierhaltung, eine ambitionierte Minderungsstrategie für Pestizide und ein Verbot von Glyphosat sowie der für Bienen gefährlichen Neonikotinoide.“, sagte Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz, auf der Demonstration.

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt ergänzt: “ Wir werben für eine Umverteilung der EU-Agrarsubventionen zugunsten von Betrieben, die sich um mehr artgerechte Tierhaltung und mehr Natur in Hof und Flur bemühen. Auf entschiedene Ablehnung stößt allerdings das Freihandelsabkommen TTIP, das den marktbeherrschenden großindustriellen Agrarkonzernen weitere Vorteile verschaffen würde. Wir schätzen demgegenüber die Leistungen unserer heimischen Bauern für den Erhalt der Kulturlandschaft am Obermain und fordern faire Preise, die ihre Existenz auf lange Sicht sichern.“

Anton Reinhardt,