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So sehen Sieger aus - BN-Schulwegaktion 2017 mit großem Erfolg beendet!

Lichtenfels/Michelau.
Eine Woche in die Schule gehen, bei Wind und Wetter auf das Elterntaxi verzichten und somit einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten… Diesem Aufruf der Kreisgruppe Lichtenfels des BUND Naturschutz in Bayern und der Rektorin Alexandra Kober (rechts) folgten die 118 Schüler der Johann-Puppert-Grundschule Michelau. Für Ihre Leistung erhielt die Schulsiegerklasse 4b mit Ihrer Lehrerin Ute Rothe (Mitte) einen 50 Euro-Gutschein von der Bücherwelt Pfaff, vertreten durch die Buchhändlerin Birgitt Böhm (2. von links), überreicht. Den Schulkindern lagen besonders der Klimaschutz und der Erhalt der Straßenbäume am Herzen. Darüber freute sich Anton Reinhardt, BN-Kreisgruppenvorsitzender (links), und informierte ergänzend, dass auch die Klassengemeinschaft beim gemeinsamen Schulweg in Gruppen gefördert und die Verkehrssicherheit verbessert werde.
Die Schulleiterin war mit ihren Lehrkräften von der nachhaltigen Wirkung der Aktion angetan und sagte: „Seit wir an dieser Aktion teilnehmen, ging die Verkehrsproblematik im Umfeld unserer Schule deutlich zurück und als positiven Nebeneffekt verzeichnen wir, dass die Kinder im Unterricht ausgeglichener und konzentrierter sind.“
Anton Reinhardt
Auch die Grund- und Mittelschülerschüler aus Redwitz präsentieren sich gerne mit Ihren Lehrkräften und dem Sponsor, Herrn Reißer, von der Volks- und Raiffeisenbank Lichtenfels-Itzgrund eG.
Bad Staffelstein. Über die aktiven Beiträge der Grundschüler zum Klimaschutz, zur Verkehrssicherheit und Gesundheit freuten sich BN-Kreisgruppenvorsitzender Anton Reinhardt, Fritzi Fischer von den „Staffelsteiner Bürgern für Umwelt und Naturschutz“ (links oben) und Schulkoordinatorin der Aktion „In die Schule GEH ich gerne“ Sandra Hornfischer (rechts oben) sowie Schulleiterin Astrid Balzar (unten links).
Altenkunstadt. Stellvertretend für alle 9 Schulklassen halten die Schüler der Klasse 1c mit ihrer Klassenlehrerin Leona Bienlein stolz ihr gut gefülltes Baumplakat in die Höhe. Eine Woche lang haben die 182 Schüler der Grundschule Altenkunstadt für jeden zu Fuß in die Schule zurückgelegten Weg Ihre „Klassenbäume“ mit Blättern bestempeln dürfen. Das Ergebnis ließ sich sehen – die Kinder waren hochmotiviert und haben gezeigt, dass sich die teilweise angespannte Verkehrssituation zu den Schulanfangs- und schlusszeiten leicht entspannen lässt. Schulleiterin Margarete Greich-Hewera freute sich über die von der BUND Naturschutz Kreisgruppe Lichtenfels initiierte Aktion „In die Schule GEH` ich gern“ und versprach, auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein. Als kleines Dankeschön erhielt jedes Kind ein Tierlesezeichen des BN.
Anton Reinhardt

BAD STAFFELSTEIN  Eine Woche in die Schule gehen, bei Wind und Wetter auf das Elterntaxi verzichten und somit einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten. Diesem Aufruf der Kreisgruppe Lichtenfels des BUND Naturschutz in Bayern und der Rektorin Astrid Balzar folgten die 174 Schüler der Adam-Riese-Grundschule. Sie lobte die Jugendlichen für ihr Engagement, etwas für den Umweltschutz zu tun, selbständiger zu werden und die Verkehrssicherheit im Umfeld der Schule zu verbessern. Lehrerin Sandra Hornfischer koordinierte die Aktion „In die Schule GEH ich gerne“ in den teilnehmenden Klassen, von denen alle Schüler vom BN Tiermasken zum Selberbasteln als Belohnung erhielten. Jeweils zwei Schüler durften die mit vielen Blattdrucken versehenen  Baumplakate bei der Preisverteilung präsentieren. Für jeden zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Schulweg vervollständigte man den Klassenbaum mit einer weiteren Blattstempelung. Fritzi Fischer freute sich über den aktiven Beitrag der Schüler für den Klimaschutz und spendierte im Auftrag der „Staffelsteiner Bürger für Umwelt- und Naturschutz“ insgesamt fünfzig Euro für die Klassenkassen.

Mit dem Sprichwort „Wer rastet, der rostet“ wies BN-Kreisgruppenvorsitzender  Anton Reinhardt auf die gesundheitsfödernde Wirkung und die Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit hin und meinte: „Regelmäßige Bewegung ist die beste Vorbeugung gegen Haltungsschäden und Rückenbeschwerden, außerdem wird die schulische Leistungsfähigkeit auf natürliche Weise verbessert.“ Er nahm im Zwiegespräch mit den Schulkindern auf die Weltklimakonferenz in Bonn Bezug, wo sich zur Zeit Vertreter von 192 Staaten um eine Begrenzung der Erderwärmung bemühten und lobte in diesem Zusammenhang die Aktivität der jungen Leute und die Unterstützung der Lehrkräfte: „Euer Beitrag ist ein kleiner Mosaikstein, der ein bisschen hilft, dass die Luftschadstoffe nicht noch schlimmer ansteigen, das polare Eis nicht noch schneller abschmilzt, die Eisbären ihren Lebensraum verlieren und die Bewohner der Fidschiinseln um den Untergang ihres Lebensraumes fürchten müssen.“ 

Anton Reinhardt


BN startet zum sechsten Mal Schulwegaktion "In die Schule GEH´ ich gern" mit neuem Teilnehmerrekord

Lichtenfels. Einen Teilnehmerrekord verzeichnet die Kreisgruppe des BUND Naturschutz in Lichtenfels bei der bayernweiten Mitmachaktion "In die Schule GEH` ich gern 2017", die in diesen Oktoberwochen bereits zum sechsten Mal auch in Stadt und Landkreis Lichtenfels startet. Knapp 1200 Schüler sind es in diesem Jahr, die sich an der Schulwegaktion beteiligen.

Elfriede Fischer, Schatzmeisterin des BN in Lichtenfels, erläutert begeistert: "Wir werden gemeinsam mit den Lehrkräften und Eltern die Kinder motivieren, mindestens eine Woche im Oktober ganz bewusst zu Fuß, oder in Begleitung der Eltern mit Rad oder Roller, zur Schule zu gelangen. Für jeden so umweltfreundlich bewältigten Schulweg dürfen die Kinder im Klassenverband ein Baumplakat mit einem persönlich gestempelten Blatt versehen. Als zusätzlichen Anreiz gibt`s für die Siegerklassen kleine Prämien."

Ein wichtiger Aspekt dieser Mitmachaktion ist sowohl für die Lehrkräfte als auch den BN-Vorsitzenden Anton Reinhardt der damit praktizierte aktive Umweltschutz. Weniger Autofahrten bedeuten weniger Abgase und dadurch weniger CO2-Ausstoß, stelle man immer wieder fest. Reinhardt fügt hinzu: "... und auch die Schulwege werden sicherer! Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil sie meinen, es sei sicherer. Je mehr Kinder aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad ihren Schulweg zurücklegen, desto besser werden sie vom motorisierten Verkehr wahrgenommen. Die Sicherheit steigt also."

Noch dazu steigert laut wissenschaftlichen Untersuchungen körperliche Aktivität die Lernbereitschaft und die Aufnahmefähigkeit.

 


22.3. ist Weltwassertag - auch am Säumarkt in Lichtenfels!

Wasserpumpen mit Muskelkraft und Informationen zum Trinkwasser waren bei einer Aktion des Bund Naturschutz zum Weltwassertag angesagt. BN-Ortsvorsitzender Günter Lutz, BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt, Lehrerin Susanne Schmidt von der Grundschule Seubelsdorf, Rohrnetzmeister Christian Lotz von den Stadtwerken und BN-Delegierter Günther Scheler (von links) freuten sich über die Schülerinnen und Schüler, die sehr wissbegierig und mit großem Eifer bei der Sache waren.
Den täglichen Wasserverbrauch eines Bundesbürgers in Höhe von 120 Litern Trinkwasser pumpten die Schulkinder der Grundschule am Markt mit ihren Lehrerinnen Elisabeth Nagel (2.von rechts) und Carolin Schleicher (rechts) in 12 Eimer, die mit den einzelnen Verbrauchswerten beschriftet waren.

Lichtenfels. Mit großem Eifer waren drei Grundschulklassen bei einer Wasserpump-Aktion anlässlich des Weltwassertags am Säumarkt an der Handschwengelpumpe zu Gange.

Jeder wollte zeigen welche Kraft er hat, um einen 10-Liter-Eimer schnell vollzupumpen. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt informierte, dass der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch eines Bundesbürgers 120 Liter betrage, also etwa 12 volle Haushaltseimer. Das sei immerhin weniger als ein Amerikaner, der doppelt so viel am Tag verbrauche, ein Bewohner Dubais habe jedoch den negativen Weltrekord mit durchschnittlich 500 Liter Trinkwasser am Tag - und das in einer grundwasserarmen Gegend.

Das Wassersparpotential sei auch bei uns noch lange nicht erschöpft. Lediglich drei Liter brauche der Mensch zum Kochen und Trinken; 20 Liter brauche man zum Wäschewaschen, 10 Liter für die Körperpflege. Fürs Spülen, Putzen und den Garten werden etwa 20 Liter benötigt, 30 bis 40 Liter des kostbaren Nasses wanderten dagegen bei uns in die Klospülung.

Reinhardt rief deshalb zum Wassersparen auf: "Anstatt ein Vollbad mit 150 bis 200 Liter zu nehmen, genügt doch auch ein Duschbad mit 20 bis 40 Litern, um sich von Kopf bis Fuß zu waschen." Auch beim Anschaffen neuer Haushaltgeräte, wie etwa Geschirrspüler oder Waschmaschine, sollte auf sparsamen Wasserverbrauch geachtet werden.

BN-Ortsgruppenvorsitzender Günter Lutz mahnte: " Eine schadhafte Wasserhahndichtung sollte umgehend ausgetauscht werden, denn sie verursacht pro Stunde schon einen Wasserverlust von1 Liter, das sind pro Jahr 9000 Liter kostbares Trinkwasser!" Außerdem lohne es sich, Regenwasser in Tonnen und Zisternen zu sammeln, um beispielsweise den Garten damit zu gießen.

BN-Delegierter Günther Scheler hob den besonderen Schutz der Gewässer hervor: "Alle müssen dazu beitragen, dass möglichst wenig Schadstoffe ins Grundwasser gelangen; denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir tagein, tagaus reines Trinkwasser in ausreichender Menge auch in Zukunft genießen können." Die Schüler erfuhren, dass sauberes, frisches Trinkwasser oft mit hohem Aufwand gewonnen werden müsse und deshalb unsere besondere Aufmerksamkeit und unseren Schutz verdiene.

Das Lichtenfelser Trinkwasser komme laut Information von Rohrnetzmeister Christian Lotz von den Stadtwerken zu 80% aus den Schwabtaler Quellen, 10% stammen von der Ködeltal-Trinkwassersperre und die restlichen 10% kommen aus kleineren Trinkwasserquellen aus den Lichtenfelser Ortsteilen. Den Kindern erklärte er den Kreislauf des Wassers und die Bedeutung des 180 Kilometer langen Rohrnetzes im Stadtgebiet.

Reinhardt meinte: "Damit das Lebenselixier Nummer 1, ohne das kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze existieren kann, mit gleichbleibender Qualität aus der Leitung kommt, muss es genau untersucht werden. Das Trinkwasser in unserer Region ist qualitativ hochwertiger als so manches Mineralwasser, das für teures Geld im Getränkemarkt gekauft wird. Außerdem kann man es einfach aus der Leitung trinken und man braucht keine Verpackungen. Der Bund Naturschutz setzt sich seit Jahren dafür ein, dass es keine Privatisierung der Wasserversorgung gibt; denn das birgt langfristig die Gefahr von Preiserhöhungen und Qualitätsminderungen."

Nach der Wasserpump-Aktion, an der zwei Klassen der Grundschule am Markt mit ihren Lehrerinnen Elisabeth Nagel, Miriam Stadelmann und Carolin Schleicher sowie eine Klasse der Grundschule Seubelsdorf mit Susanne Schmidt teilnahmen, soll im Unterricht alles Wissenswerte an Hand eines kleinen Quiz wiederholt und vertieft werden. Dabei müssen acht Fragen zum Trinkwasser beantwortet werden. Hierbei gibt es Schwimmbadkarten für das Merania-Hallenbad zu gewinnen, die die Stadt Lichtenfels spendierte.

Anton Reinhardt


Schüler aus Ebensfeld spenden für den Naturschutz

Ebensfeld. Über diesen Besuch staunten die Schüler der Klasse 3a von der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Grundschule nicht schlecht: Den Erlös eines Flohmarktes spendeten sie an den Bund Naturschutz und dafür bedankte sich der BN-Ortsgruppenvorsitzende Ludwig Wendler (rechts) persönlich bei der Klasse. Hierbei beantwortete er gerne die Fragen der interessierten Schüler zum Thema Naturschutz. Sein Dank galt natürlich auch der Lehrkraft, Frau Katrin Gran (links), die die Kinder „auf die Natur brachte“.  


Abschluss der Aktion "In die Schule GEH` ich gern" 2016

Lichtenfels/Michelau.
Eine Woche in die Schule gehen, bei Wind und Wetter auf das Elterntaxi verzichten und somit einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten… Diesem Aufruf der Kreisgruppe Lichtenfels des BUND Naturschutz in Bayern und der Rektorin Alexandra Kober (hi.re.) folgten die gut 110 Schüler der Johann-Puppert-Grundschule Michelau. Für Ihre Leistung erhielt die Schulsiegerklasse 4a mit Ihrer Lehrerin Christina Kroack (2.hi.re.) einen 50 Euro Gutschein von der Bücherwelt Pfaff , vertreten durch die Geschäftsführerin Birgitt Böhm (hi.li.), überreicht. Günther Scheler, BN-Delegierter (2.hi.li.) freute sich über die erfolgreiche Aktion und hofft nun mit den Lehrkräften auf eine nachhaltige Wirkung.
Redwitz. Mit acht Grundschul- und vier Mittelschulklassen hat sich die Albert-Blankertz-Schule am Wettbewerb „In die Schule gehe ich gern ...“ des Bund Naturschutz beteiligt.
Bei der Preisverteilung erläuterte Rektorin Elvira Tischler, dass sich die Schülerinnen und Schüler toll angestrengt hätten und in die Schule gelaufen wären. Sie wünschte sich, dass sie dies auch weiterhin tun werden. „Das ist gesund“, fasste sie kurz zusammen. Ihr Dank galt Lehrerin Christine Steinmetz für die Organisation an der Schule.
Eine Woche lag waren zuvor die Kinder aufgefordert, auf einen auf einem Plakat aufgemalten Baum ein Blatt aufzustempeln, wenn sie zu Fuß in die Schule, bzw. zu Fuß von zu Hause zur Bushaltestelle gekommen sind. Bereitwillig beteiligten sich die Grund- und Mittelschüler und von Tag zu Tag erhielt der Klassenbaum einen enormen Zuwachs an Blättern. Dabei war auch Ehrlichkeit gefragt und es verzichteten diejenigen auf ihr Blatt, die an einem Tag mal mit dem Auto zur Schule gebracht worden waren. Größer war jedoch der Ansporn, mit seinem Blattstempel etwas für die Klasse beizutragen.
Hintergrund der Aktion war neben dem gesunden Laufen zur Schule auch der Naturschutzgedanke, stellte Sabine Rübesaal, Leiterin des Umweltbüros, heraus. Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz, Anton Reinhardt, befand die Teilnahme als eine große Sache für die Schülerinnen und Schüler der Albert-Blankertz-Schule. Als zusätzlichen Aspekt unterstrich er, dass damit auch etwas für die Verkehrssicherheit getan werde. Sieger des Wettbewerbs wurde die Klasse 3b in der Grundschule mit Klassenlehrerin Pia Kober und die Klasse 7 in der Mittelschule mit Klassenlehrerin Laura Zech. Beide Klassen erhielten jeweils einen Klassensatz T-Shirts. Für diese Spende dankte Reinhardt dem Lichtenfelser Sporthaus Wohlleben. Die Albert-Blankertz-Schule hatte sich zum vierten Mal an der Aktion beteiligt.
Im Bild die beiden Siegerklassen des Wettbewerbs „In die Schule geh ich gern ...“ Klasse 3b vorn und Klasse 7 hinten, mit Kreisvorsitzenden Bund Naturschutz Anton Reinhardt (vorne links), Rektorin Elvira Tischler (hinten rechts) sowie Lehrerin Laura Zech und Organisatorin Christine Steinmetz (hinten von links).
Foto und Text: Thomas Micheel
Lichtenfels/Schney. „Ja wir wissen, dass in den letzten 50 Jahren die Erde schon um einige Grad Celsius wärmer geworden ist…“ Diesen Satz einer Schülerin nahm BN-Delegierter Günther Scheler (hi.re.) zum Anlass, auf die Dringlichkeit der CO²-Einsparung hinzuweisen und lobte die Schüler der Grundschule „In der Schney“ für Ihre überragende Teilnahme an der BN-Aktion „In die Schule GEH` ich gern 2016“. Schulleiterin und gleichzeitig Klassenleiterin der Siegerklasse 3a, Michaela Schell (hi.li.) und die Lehramtsanwärterin Sarah Wurm (2.hi.re.) motivierten Ihre Schüler: „Und jetzt heißt es Dranbleiben, damit Euer Schulweg auch weiterhin umweltfreundlich bleibt!“. Mit einem ausgeklügelten Konzept versuchen die Lehrkräfte der Schneyer Grundschule über das ganze Schuljahr hinweg Ihre Schüler zum Gehen zu motivieren…..
Und die 50 Euro für die Siegerklassenkasse, die von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels gerne gesponsert wurden, sind sicherlich ein guter Anreiz, auch weiterhin am Ball zu bleiben…
SIR
Lichtenfels. Es hat sich also gelohnt - denn eine Woche lang machten sich die Kinder der Dr.- Rossbach-Grundschule Lichtenfels bei Wind und Wetter zu Fuß auf den Weg in die Schule oder zur Bushaltestelle, um etwas für die Natur zu tun.
Mit Staunen und großer Freude nahmen nun die Schüler der Klasse 2c
ihren Gewinn entgegen: Eileen Ahles (links) von der Volks-und Raiffeisenbank Lichtenfels-Itzgrund eG überreichte 50 Euro für die schulbeste Laufleistung.
Darüber freute sich nicht nur der Ortsgruppenleiter des BUND Naturschutz aus Lichtenfels, Günter Lutz (rechts unten), der zur Aktion „In die Schule GEH´ich gern 2016“ aufgerufen hat,
sondern auch die Klassenlehrerin, Dr. Christine Schmidt (rechts oben).


Biberwanderung am Kellbach mit Schülern des Meranier Gymnasiums Lichtenfels

In der Kelbachaue fühlt sich der Biber wohl, kann ungestört die Landschaft umgestalten, damit die Artenvielfalt sichern und Hochwasser zurückhalten. Mit Biberberater Horst Schwemmer und BN-Kreisvorsitzendem Anton Reinhardt (links) erkundeten die Jugendlichen und ihre Lehrerin Susanne Willmer (rechts) das Revier des Bibers. Ein Biberschädel und ein Tierpräparat machten zudem den großen Nager "begreifbar".

Ebensfeld. "Nach 50 Jahren der Wiedereinbürgerung des Bibers durch den Bund Naturschutz benimmt er sich so, wie er von Natur aus bestimmt ist: Bäume fällen, Burgen bauen, Anstauen kleiner Gewässer - ein kostenloser Landschaftsgestalter, der immense Leistungen für die Artenvielfalt und den Hochwasserschutz vollbringt."

Mit diesen Worten begrüßte Kreisvorsitzender Anton Reinhardt den Biberbeauftragten des BN, Horst Schwemmer, sowie am Naturschutz interessierte Jugendliche, die sich in ihrer Freizeit mit ihrer Lehrerin Susanne Willmer vom Meraniergymnasium zu einer Spurensuche entlang des Kelbaches aufmachten.

Exkursionsleiter Horst Schwemmer erklärte die anatomischen Besonderheiten dieser dämmerungs- und nachtaktiven Tiere anhand eines mitgebrachten 80 cm großen Tierpräparats: " Der Biber kann ausgezeichnet schwimmen und bis zu 20 Minuten lang tauchen. Sein gedrungener Körper mit dem typischen platten Biberschwanz ist spindelförmig. Als Antrieb dienen die Schwimmhäute der Hinterpfoten. Vor dem kalten Wasser schützt ihn sein sehr dichtes, geschmeidiges Fell."

Vor der Ausrottung des größten europäischen Nagetiers Mitte des 19. Jahrhunderts gab es über 100 000 Biber in Bayern. Hier, in Oberfranken, kam in den letzten Jahrzehnten "Meister Bockert" über den Main sowie dessen zahlreichen Nebenflüssen auch wieder in die Kelbachaue. Diese Tierart gehöre zu den wenigen, bei denen nicht die Zerstörung und Zersplitterung der Lebensräume zur Ausrottung geführt habe, sondern die direkte menschliche Bejagung wegen des wertvollen Pelzes sowie des "Bibergeils", eines begehrten Arznei- und Potenzmittels. Aber auch als kirchlich erlaubte Fastenspeise galt das Biberfleisch, da man das Tier kurzerhand als Fischart deklarierte.

Horst Schwemmer ließ wissen, dass heute der Biber nicht in erster Linie dem Jagdrecht, sondern dem Naturschutzrecht unterliege. Immer wieder entdeckten die Jugendlichen die kegelförmigen Fraßspuren an Weidenästen, aber auch an seltsam behauenen Pappelstämmen.

Der Biberreferent erklärte anhand eines Biberschädels die Bissmechanik: "Die selbstschärfenden Zähne sind wahre Stemmeisen. Mit großer Kraft schneiden sie sogar Eichenholz. Dazu treibt ihn freilich weniger der Schaffensdrang als einfach Hunger, vor allem im Winter, wenn er keine Kräuter und Stauden findet. Dann weicht der strenge Vegetarier auf die nahrhafte Rinde dünner Äste und Zweige aus. Die abgenagten Äste und Bäume finden teilweise eine weitere Nutzung als Baumaterial für die Dämme." Etliche solcher funktional und kunstvoll geschaffenen Bauwerke entdeckten die Jungen und Mädchen bei ihrem Streifzug durch die Hochstaudenflur entlang des Bachufers. Sie hatten auch noch das Glück, einige schwimmende Biber in deren aufgestautem Revier zu beobachten.

Vorbei an Tümpeln und kleinen Inseln fand man schließlich die große Biberburg mit ihrem gut getarnten Unterwassereingang, die Wohnbehausung der Familie des fleißigen "Landschaftsarchitekten". Der Biberberater erklärte deren Bedeutung: "Wie kein anderes Tier beeinflussen und gestalten sie ihren Lebensraum. Es entsteht ein Mosaik aus vielfältigen Gewässerstrukturen, geprägt von der unterschiedlichen Fließgeschwindigkeit des Wassers und einer artenreichen Ufer- und Sumpfvegetation. Dies hat positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt von Bächen und Flüssen. Da wir nicht in einer reinen Naturlandschaft, sondern in einer Kulturlandschaft leben, müsse auch der Mensch manchmal ordnend eingreifen. So wurden beispielsweise nahe am Ufer stehende Obstbäume vorsorglich mit Drahtmanschetten am Stamm vor Verbiss erfolgreich geschützt.

 

Anton Reinhardt


Wassertagsaktion am Säumarkt in Lichtenfels - Bewusst mit dem Wasser umgehen

Die Eimer zeigen wofür das Wasser verbraucht wird.
gst.
Zehn Liter Wasser verbraucht jeder im Durchschnitt für Geschirrspülen, Kochen und Trinken erklären Rohrnetzmeister Christian Lotz (li.) und BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (re.).
gst.
Da war Muskelkraft gefragt.
gst.

Lichtenfels.  Letzte Woche auf dem Lichtenfelser Säumarkt. Neben einer Handpumpe stehen zwölf bunte Zehn-Liter-Eimer. Davon ist jeder beschriftet. Diese Eimer dürfen die Mädchen und Jungen der beiden Grundschulklassen in Schney per Muskelkraft befüllen.

Mit dieser Aktion wollte die Kreisgruppe Lichtenfels des Bund Naturschutz auf dem heutigen Weltwassertag aufmerksam machen. Die Menschen in unseren Breiten sind es gewohnt den Wasserhahn aufzudrehen, aus dem immer sauberes Trinkwasser in gleichbleibender Qualität fließt. Ein Luxus, den es nicht überall auf der Erde gibt.

Geschätzte 663 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Davon betroffen sind vor allem die Entwicklungsländer. Für BN-Kreisvorsitzenden Anton Reinhardt geht es bei der Aktion auch darum den Kindern deutlich zu machen, wofür das Wasser überhaupt verbraucht wird. Dazu gibt die Aufschrift auf den Eimern Auskunft. Das meiste Wasser, nämlich vier Eimer voll, wird für die Toilettenspülung benötigt. Das tägliche Duschen verbraucht drei Eimer und fürs Wäschewachen gehen zwei Eimer Wasser drauf. Gerade einen Eimer braucht es für das tägliche Kochen und Geschirrspülen, wobei darin die benötigte Trinkmenge von zwei Litern schon enthalten ist. Insgesamt verbraucht jeder Bundesdeutsche vom Kind bis zum Greis täglich rund 120 Lichter Wasser. Das sind zwölf gefüllte 10-Liter Eimer voll. Müsste man diese Menge jeden Tag mit der Handpumpe aus der Erde holen, wäre dafür viel Kraft und Zeit notwendig. Mit der Aktion möchte der BN auch deutlich machen wie wichtig es ist mit dem kostbaren Nass auch möglichst Sparsam umzugehen. Deshalb erhalten die Kinder den Rat beim Zähneputzen den Wasserhahn abzudrehen. Auch ein tropfender Wasserhahn lässt viele Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss fließen. Geschätzte zwölf Badewannen voll im Jahr. Mit einem Verbrauch von 295 Litern liegen die Amerikaner schon deutlich über den bundesdeutschen Verbrauch von 120 Litern. An einsamer Spitze liegt Dubai liegt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von täglich 500 Litern. Dagegen nehmen sich die 25 Liter, die ein Inder zum Leben benötigt äußert bescheiden aus. In Haiti sind es mit 16 Litern noch weniger.

"Ihr seid keine Wasserverbraucher, sondern Nutzer", erklärt Christian Lotz den Mädchen und Jungen. Der Rohrnetzmeister bei den Stadtwerken Lichtenfels ist für die 180 Kilometer lange Wasserleitung im Stadtgebiet von Lichtenfels zuständig. Eine Strecke, die in etwa der Entfernung Nürnberg hin und zurück entspricht. Da das Wasser auf der Erde in einem stetigen Kreislauf eingebunden ist, werde es nicht verbraucht sondern genutzt, erfahren die Kinder. Sparsam mit dem Wasser umgehen, nicht verunreinigen und keine Essensreste in die Kanalisation werfen, rät Lotz.

Der Rohrnetzmeister macht auch auf die kleinen blauen und roten Schilder im Umfeld des Säumarktes aufmerksam. Ein blaues Schild sagt den Männern der Stadtwerke, dass sich an dieser Stelle ein Schieber befindet. Ein rotes Schild weist auf einen Hydranten hin. Anders als in den Entwicklungsländern kommt hierzulande immer sauberes Wasser aus der Leitung. "Ihr könnt das Wasser auch trinken. Man muss nicht unbedingt immer Limo oder Cola kaufen", erklärt Reinhardt. Am Ende der Aktion konnten die Kinder ihr Wissen in einem Wasserquiz testen, bei dem es sechs Karten für das Merania-Hallenbad zu gewinnen gab.

Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen.Damit soll auf die Bedeutung des Wassers als unverzichtbares Lebensmittel aufmerksam gemacht werden.

Bild und Text: -gst-

 

 


Müllsammelaktion am Schönbrunner Biotop - erste Erfolge: Fundstücke rückläufig!!!

Schönbrunn. Müll gehört nicht in die Landschaft und schon gar nicht in die Flüsse. Das weiß eigentlich jedes Kind. Trotzdem fanden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Kreisgruppe des BUND Naturschutz in Zusammenarbeit mit den "Royal-Rangers-Pfadfindern" aus Lichtenfels bei der gemeinsamen Müll-Sammel-Aktion "Mein Main muss sauber sein" wieder Glasflaschen, Autoreifen, Dosen, Kanister und viel Plastikmaterial in dem Auwald.

Im Einsatzgebiet des Schönbrunner Biotops, einer Weichholzaue mit Flachwasserzonen, kleinen Tümpeln und Schlammteichen, die eine direkte Verbindung mit dem Main haben, staunte man nicht schlecht über zwei riesige Biberburgen. Man bedauerte aber, dass es anscheinend noch immer Leute gebe, die ihren Wohlstandsmüll trotz gut funktionierender Müllentsorgung weit ab von Dörfern und Städten in der Landschaft hinterlassen oder ins Wasser werfen. "Vor allem Plastik, das über die Flüsse irgendwann in die Meere und Seen gelangt, ist mittlerweile zu einem weltweiten Umweltproblem geworden. Es verschwindet nicht einfach, sondern gelangt letztendlich nach seiner Zersetzung über Fische und Meerestiere, welche die kleinen Partikel fressen, wieder zurück auf unsere Teller", erklärte Anton Reinhardt, Vorsitzender der BN- Kreisgruppe.

Er bedankte sich besonders bei Klaus Gehringer (7.von rechts), einem der Leitenden der "Royal-Rangers" sowie den Kreisbauhofmitarbeitern, die in den nächsten Tagen den gesammelten Müll abtransportieren und fachgerecht entsorgen werden.

Anton Reinhardt

 


Nistkästen auf dem Mainau Grundstück angebracht

Die Schülergruppe ging mit großem Eifer zu Werke und erweiterte nicht nur ihre vogelkundlichen Kenntnisse, sondern auch den Umgang mit einfachen Handwerkszeugen und Leitern - zur Freude des BN-Kreisvorsitzenden Anton Reinhardt (links) und weiteren Betreuern der jungen Leute.

Lichtenfels. Auf dem Mainau-Grundstück des Bund Naturschutz wurden im Rahmen des Naturprojektes mit der Offenen Ganztagsschule (OGS) die vor einigen Wochen von den Jugendlichen selbst gefertigten Nistkästen an etlichen stattlichen Laubbäumen befestigt. Umweltpädagoge Jan Ebert (2.von links) gab die entsprechenden fachlichen Anweisungen.

Die Kästen wurden weit genug voneinander auf dem ganzen Grundstück verteilt, so dass es keinen Konkurrenzkampf zwischen den Vogelmännchen gebe. Die Nistkästen sollten ein paar Meter über Grund sicher befestigt werden und das Einflugloch etwa nach Südosten ausgerichtet sein, damit die Behausung zum einen im Sommer nicht zu heiß werde und zum anderen ein gewisser Schutz vor regnerischen, stürmischen Westwinden bestehe.

Anton Reinhardt

 


BN Kreisgruppe Lichtenfels baut Vogelvillen mit Schülern der Herzog-Otto-Mittelschule

Unter der Anleitung des BN-Delegierten Günther Scheler und unter der Aufsicht der OGS-Leiterin Anette Teubner ging es an den Zusammenbau der Nistkästen. - Foto:kag
Die "Vogel-Villa" ist fast fertig freuen sich Michelle und Leonie und mit ihnen Günther Scheler, Günter Lutz und Anton Reinhardt vom Bund Naturschutz. - Foto:kag
Beim Zusammenbau der Holzteile für den Nistkasten wurde gezimmert was das Zeug hält. Umweltpädagoge Jan Ebert (rechts) unterstützt tatkräftig die Arbeit der motivierten Schüler und Schülerinnen. - Foto:kag
Handwerkliches Geschick bewiesen die Mädchen Michelle und Leonie (rechts) beim Zusammenbau ihrer "Vogel-Villa". Günter Lutz beobachtet genau, dass dabei nichts schief geht. - Foto:kag

Lichtenfels (kag) - Sie waren richtig stolz, die beiden Mädchen Leonie und Michelle, auf ihre "Vogel-Villa". Diesen Ehrennamen hatten sie dem Nistkasten für einen Kleiber gegeben, den sie zuvor eigenhändig aus vorgefertigten Holzteilen zusammengezimmert hatte.

So wie sie nahmen weitere Kids der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Herzog-Otto-Mittelschule an dem Projekt teil, das die Schule in enger Kooperation mit dem Bund Naturschutz veranstaltet.

"Wir arbeiten projektorientiert" erläuterte der Leiterin der OGS Anette Teubner ihre Arbeit. Die Nachfrage nach einer Betreuung in der Offenen Ganztagsschule ist groß. Aktuell werden 53 Schüler, aufgeteilt auf zwei Gruppen von drei pädagogische Fachkräften betreut. Dabei bildet die Kooperation mit dem Bund Naturschutz nur einen Teil der Projektarbeit. Weitere Bereiche gelten der körperlichen Fitness und Bewegung, der Integration von behinderten Menschen, dem Kochen oder der Mitarbeit im Tierheim.

Mit dem Naturschutzprojekt der BN-Kreisgruppe haben die Schüler ein Tätigkeitsfeld gefunden, das sie ein ganzes Schuljahr lang monatlich einmal an einem Nachmittag beschäftigt. Die Voraussetzungen dafür waren und sind ideal. So steht der BN-Kreisgruppe in Lichtenfels zwischen Mühlbach und Mainau ein "verwildertes" oder besser naturnahes Grundstück mit der beachtlichen Fläche von 8.500 Quadratmetern zur Verfügung.

"Wir haben das Grundstück zunächst mit den Schülern erkundet" schwärmt der BN-Kreisgruppenvorsitzende Anton Reinhardt und er zählt 15 Baumarten aller Altersgruppen auf die zahlreichen Vogelarten, auch Spechten, Nahrungs- und Brutmöglichkeiten bieten. Auch der Biber hat hier schon seine Spuren hinterlassen und für die vorhandene verwilderte Streuobstanlage hat man einen Verjüngungsschnitt vorgesehen. Auf diesem Grundstück sollen an einem der nächsten Projekttage die Nistkästen aufgehängt werden, die die Schüler unter der Anleitung des Umweltpädagogen Jan Ebert aus Oberlangheim, des Ortsgruppenvorsitzenden Günter Lutz und des BN-Delegierte Günther Scheler gezimmert haben.

Natürlich legte auch der Kreisgruppenvorsitzende Anton Reinhardt selbst mit Hand an. Doch bevor zu Hammer und Nägeln gegriffen wurde gab es einen Schnellkurs in Sachen heimische Vogelkunde. Und der war auch nötig, denn während der Durchschnittsdeutsche ohne zu zögern zehn Automarken aufzählen kann, kommen viele ins Stocken wenn sie spontan zehn Vogelarten nennen sollen. Von den Lebensgewohnheiten der einzelnen Arten ganz zu schweigen.

So ganz nebenbei lernten die Schüler auch viel über die Bedeutung der Größe des Einflugloches und den Katzenschutz an ihren Nistkästen. Auch der Unterschied zwischen Höhlen- und Halbhöhlenbrüter wurde herausgearbeitet.

Letztlich standen dann vier unterschiedliche Bausätze für die Nistkästen von Blaumeise, Kohlmeise, Kleiber und Star zur Verfügung so dass jede Schülergruppe ihren Favoriten auswählen konnte. Und dann wurde gehämmert und gezimmert was das Zeug hält bis hin zur Dachpappe für den Wetterschutz auf der "Vogel-Villa". Am Ende waren alle richtig stolz auf das Ergebnis und man kann sicher sein, dass sich die Schüler auch weiter um ihren Nistkasten kümmern werden, denn der muss nicht nur aufgehängt sondern nach jeder Brutsaison auch gereinigt werden. Schon jetzt freuen sich viele auf die offizielle Einweihung des Grundstücks das von Schülern für die Öffentlichkeit gestaltet wird, am Ende des Schuljahres. Es wird zwar, um Vandalismus vorzubeugen, nur unter Aufsicht zu betreten sein, doch das garantiert auch eine naturnahe Weiterentwicklung dieses BN-Kleinods in der Mainau.

Klaus Gagel


Müllsammelaktion am Mainaugrundstück

Lichtenfels. Das Umfeld des Mainaugrundstückes wurde im Rahmen des BN-Naturprojektes mit der Offenen Ganztagsschule (OGS) vom Wohlstandsmüll befreit. Ohne langes Zögern machten sich die Jugendlichen ans Werk,  getreu ihrem Versprechen beim ersten Projekttreffen.

Unter Anleitung des Umweltpädagogen Jan Ebert (2.von links), der Betreuung von Sozialpädagogin Agnes Otta von der GOS (rechts) und der Mithilfe von BN-Kreisgruppenvorsitzendem Anton Reinhardt (7.von links) sowie den Vorstandsmitgliedern Günter Lutz (links), Günther Scheler (3.von links) sammelte man bei der zweistündigen Aktion etliches an Plastikmüll, Flaschen und anderem Gerümpel. Da gab es kein „Igitt, ich mach´ nicht mit.“, alle packten fleißig an und zum Abschluss gab es eine kleine Stärkung mit alkoholfreiem Glühwein.

 Anton Reinhardt

 

 


BN startet Naturerlebnisprojekt mit der Offenen Ganztagsschule der HOS

Umweltpädagoge Jan Ebert (Bildmitte knieend) analysierte den Schülern der Offenen Ganztagsschule im Rahmen des Naturprojektes auf dem BN-Grundstück in der Mainau einen Federfund, der von einer Wildtaube stammt. BN-Kreisgruppenvorsitzender Anton Reinhardt (rechts) und BN-Delegierter Günther Scheler (2. von rechts) freuten sich über das große Interesse der jungen Leute.
Über das große Interesse der jungen Leute von der Offenen Ganztagsschule an den Wirkungszusammenhängen in der Natur auf dem Mainau-Grundstück des Bund Naturschutz freuten sich BN-Kreisgruppenvorsitzender Anton Reinhardt (2.von links), BN-Delegierter Günther Scheler (5.von links) sowie Umweltpädagoge Jan Ebert (rechts) und Erzieherin Carola Hirle (2.von rechts).

Lichtenfels. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Offenen Ganztagsschule an der Herzog-Otto-Schule begab sich mit dem Umweltpädagogen Jan Ebert auf Spurensuche, um auf dem Mainau-Grundstück des Bund Naturschutz Wirkungszusammenhänge der Natur kennen und schätzen zu lernen.

 

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt informierte: "Mit dem umweltpädagogischen Konzept, das wir im Laufe der nächsten Jahre auf dem 8500 Quadratmeter großen, innenstadtnahen Areal verwirklichen möchten, beabsichtigen wir, vor allem das Interesse junger Leute für die Natur zu wecken." Dieses betreute Naturprojekt wurde nun gestartet und soll in den nächsten Monaten mit weiteren Aktionen fortgesetzt werden.

Zum Auftakt erkundete man während eines zweistündigen Rundganges das Grundstück. Unter den zahlreichen Laubbaumarten fallen besonders stattliche Eichen und Birken auf; davon sind einige Altstämme schon im langsamen Übergangszustand zum Totholz.

Jan Ebert erklärte den Jugendlichen die naturschutzfachliche Bedeutung einer mächtigen alten Birke, die offensichtlich durch Sturmschäden vor einigen Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen wurde: "Solches noch stehendes Altholz ist für zahlreiche Spechtarten ein wichtiger Lebensraum, was an etlichen Löchern im Stamm zu erkennen ist. Aber auch Fledermäuse und andere Kleinsäuger profitieren von den Spechthöhlen, die sie als willkommenen Unterschlupf nutzen können."

Vom Werden und Vergehen in der Natur zeugen auch einige liegende Totholzstämme, die schon teilweise von Moos bedeckt sind und von Baumpilzen besiedelt wurden. Vereint mit zahlreichen Käferarten und Ameisen werden sie das Totholz in wenigen Jahren in den sogenannten Mulm überführt und damit zu Erde verwandelt haben, aus der schließlich ein Keimling eines neuen Bäumchens sprießen könne. Beim weiteren Rundgang fanden die Schüler leere Schneckenhäuser, die als Behausung für Kleinstlebewesen dienen können und deshalb liegengelassen wurden. Auch die besondere Bedeutung für das Bodenleben eines unter einem Rindenstücks hervorkriechenden Regenwurms wurde erklärt. Daneben zog ein Federfund das Interesse eines Schülers auf sich und wurde deshalb gemeinsam mit Jan Ebert analysiert. Es stellte sich heraus, dass die grauen Federn von einer Wildtaube stammten. In der Astgabel einer hohen Schwarzerle entdeckte eine Schülerin ein großes Nest - aus dem Flugbild und den charakteristischen Rufen der anfliegenden Vögel wurde schnell klar, dass es Krähen bewohnen.

Erzieherin Carola Hirle war von ihren Schützlingen begeistert, als diese auf dem Rückweg unaufgefordert einige Flaschen und Plastiktüten aufsammelten, die anschließend sachgemäß entsorgt wurden. Spontan entschloss man sich, beim nächsten Treffen eine Müllsammlung entlang des Mühlbaches durchzuführen, der die natürliche östliche Grenze des Grundstückes in der Mainau bildet.

Das erste Erkundungstreffen der Offenen Ganztagsschule klang mit einer kleinen Brotzeit aus.

Anton Reinhardt

 


In die Schule GEH` ich gern 2015 erfolgreich beendet

Auch in Schney hieß es "In die Schule GEH` ich gern"

Alle Welt spricht von der globalen Klimaerwärmung, die Schneyer Grundschüler setzten ein Zeichen dagegen.

Der Bund Naturschutz führt an verschiedenen Schulen einen Wettbewerb durch, bei dem die Schüler aktiv etwas für die Umwelt tun können. Und das ist gar nicht so schwer. Man musste nur auf die tägliche Fahrt mit dem "Eltern-Taxi" verzichten und zusammen mit seinen Mitschülern in die Schule laufen und auch wieder nach Hause.

Die Kinder beteiligten sich mit großem Engagement an dieser Aktion. Jedes Kind, das zu Fuß zur Schule kam, bekam für seine Klasse in der Halle einen Stempel auf ein Poster. So entstand zwischen den Klassen ein richtiger Wettbewerb. Die Auszählung erbrachte, dass die Viertklässler zu 80 % den Schulweg zu Fuß bewältigten, während die Schüler der Klasse 3 und 1/2a zu 90% auf ihrem Schulweg auf die Autofahrt verzichteten. Sieger war jedoch die Klasse 1/2b, die mit 96% Fußweg an der Spitze lag.

Die Siegerehrung nahm Anton Reinhardt von der Kreisgruppe Lichtenfels vor. Er beglückwünschte die Kinder zu ihrem Engagement, erklärte ihnen kurz und verständlich was Treibhausgase sind und was sie anrichten, vergaß aber nicht darauf hinzuweisen, dass die Kinder auch etwas für sich selbst getan hatten.

Bewegung fördert nämlich nicht nur die Gesundheit sondern auch das Denken. Außerdem sei es doch bestimmt spannender mit Freunden zur Schule oder nach Hause zu gehen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kinder auch für später etwas daraus gelernt haben und auch dann, wenn möglich, zu Fuß gehen. Anton Reinhardt verteilte zum Schluss an die Kinder kleine, von der Firma Glas-Lipfert gesponserte Preise und eine Urkunde.

 

 

In Rewitz holen sich gleich zwei Klassen den Sieg!

Die Albert-Blankertz-Grund- und Mittelschule Redwitz ehrt ihre Sieger, die Klasse 1a und die Klasse 7 bei der Schulwegaktion... Im Bild die glücklichen Schüler mit Lehrern und den Vertretern von BN und dem Sponsor, Herrn Reiser von der Raiffeisen-Volksbank Lichtenfels-Itzgrund eG.
Foto: Thomas Micheel


Schulwegaktion in Michelau beendet

Foto: kag

Michelau (kag) - "In die Schule geh ich gern" lautete dass Motto einer Mitmachaktion des BUND. Dabei lag die Betonung auf dem Mittel der Fortbewegung, dem "Gehen", sollten doch damit das Umweltbewusstsein der Schüler geschärft und ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

Am eifrigsten setzten die Jungs und Mädchen aus der Klasse 3A der Johann-Puppert-Schule Michelau den Aufruf des Bund Naturschutz um. Zur Belohnung gab es dafür für jeden ein T-Shirt und Objekte für die Spielkiste, die das Sporthaus Wohlleben, vertreten durch den Filialleiter Matthias Wildner, wie schon im Vorjahr gespendet hatte.

Erstaunlich gut Bescheid wussten die Buben und Mädchen auch über den Sinn und Zweck dieser BN-Aktion. Die Vermeidung der Treibhausgase und von Lärm wurden ebenso genannt wie die Steigerung der eigenen Fitness und die Vermeidung von gefährlichen Parksituationen im Bereich der Schule. Die Klassenlehrerin Christina Kroack, die Schulleiterin Alexandra Kober und Anton Reinhard vom BUND konnten richtig stolz sein auf die Schülerinnen und Schüler. "Es sind wirklich fast alle jeden Tag gelaufen" bekräftigte die Lehrkraft denn schließlich gab es für jeden Schulweg einen grünen Stempel auf einem Plakat, das nun wie ein grüner Baum die Wand des Klassenzimmers ziert. -


BN Lichtenfels läutet Aktion "In die Schule GEH` ich gern 2015" ein

  • Für mehr Freude auf dem Schulweg 
  • Für mehr Sicherheit durch weniger Autoverkehr 
  • Für aktiven Klimaschutz in unserer Stadt und Gemeinde

Altenkunstadt - Michelau - Redwitz - Schney.

In diesen ersten Oktoberwochen startet das Lichtenfelser Umweltbüro des BUND Naturschutz die bayernweite BN-Mitmachaktion "In die Schule GEH` ich gern".

Gemeinsam mit den Grundschulen Altenkunstadt und "In der Schney" sowie der Albert-Blankertz-Schule Redwitz und der Johann-Puppert-Schule Michelau möchte der BN Kinder motivieren, mindestens eine Woche ganz bewusst zu Fuß, oder in Begleitung der Eltern mit Rad oder Tretroller, zur Schule zu gelangen. "Für jeden so umweltfreundlich bewältigten Schulweg dürfen die Kinder im Klassenverband ein Baumplakat mit einem persönlich gestempelten Blatt versehen. Als zusätzlichen Anreiz gibt`s für jeden am Ende eine kleine Prämie - in manchen Schulen werden auch ganze Klassen als Sieger gekürt und somit das Gemeinschaftsgefühl gestärkt", erläutert Ute Hauptfleisch vom BN Lichtenfels begeistert.

Günter Lutz, Lichtenfelser Ortsgruppenvorsitzender des BN: "Es ist schön, dass diese Aktion bereits im vierten Jahr erfolgreich und mit Unterstützung von Sponsoren stattfinden kann. Dankbar sind wir auch der Firma H.O. Schulze, die uns kostenlos die Plakate überließ."

Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil sie meinen, es sei sicherer. Je mehr Kinder aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad ihren Schulweg zurücklegen, desto besser werden sie vom motorisierten Verkehr wahrgenommen und berücksichtigt. Die Sicherheit der Kinder steigt. Es gibt kein Parkchaos vor der Schule mehr. Die zu überquerenden Straßen werden wieder überschaubarer.

Besonders jetzt, zu Beginn des Schuljahres, appelliert Anton Reinhardt, BN-Kreisgruppenvorsitzender gemeinsam mit Lehrkräften und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) an alle Eltern: "Weg vom Elterntaxi - hin zu umweltschonenden Verkehrsmitteln! So tragen die Kinder nicht nur aktiv dazu bei, Lärm, Schadstoffe und Treibhausgase zu vermeiden, sondern verbessern durch mehr Bewegung auch nachweislich ihre körperliche und seelische Gesundheit.

Noch dazu steigert laut wissenschaftlichen Untersuchungen körperliche Aktivität die Lernbereitschaft und die Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit."

Wie in jedem Jahr sucht der BN wieder Sponsoren, die mit Preisen in Klassenstärke die Kinder zusätzlich motivieren und somit den Anreiz zum Mitmachen erhöhen. Weitere Informationen diesbezüglich und auch zur Verkehrssicherheit von Kindern sind im BN Umweltbüro in Lichtenfels, Coburger Str. 33, Tel. 09571-2586 erhältlich. Öffnungszeiten Di., Mi. von 9 bis 12 Uhr und Do. von 14 bis 17 Uhr.


"Fräulein Brehms Tierleben Felis silvestris - Die Wildkatze" an der Montessori Schule in Mitwitz

Das einzige deutsche Theater, das sich mit bedrohten Tierarten befasst, machte auf Einladung der Bund Naturschutz Kreisgruppen Coburg, Kronach und Lichtenfels, Station in der Montessori Schule in Mitwitz.

Fräulein Brehms Tierleben zeigte jüngst "artgerechte Unterhaltung" und wies mit einem 90- minütigen unterhaltsamen und kurzweiligen Programm auf den scheuen, oftmals unbekannten Bewohner in deutschen Wäldern hin . Mit ihrem Programm "Fräulein Brehms Tierleben Felis silvestris - Die Wildkatze" logierte Fräulein Leopoldina Brehm, alias Schauspielerin Lydia Starkulla, in der Mitwitzer Montessori Schule und erfreute durch professionelle Bühnenpräsenz und gut recherchierte Informationen etwa 50 Fünft- und Sechstklässler aus dem Einzugsgebiet der drei Landkreise. Auf ansprechende Art und Weise wurde den Kindern das kleine Raubtier nahe gebracht - untermalt durch moderne Medien mit Power Point Präsentation und Toneinspielungen.

Die Schüler erfuhren beispielsweise, welche Tiere auf der Speisekarte der Wildkatze landen. Dazu meinte Frl.Brehm: "...man isst ja schließlich nicht alles, also wirklich..." Interesant war auch, in welchen Regionen unserer heimischen Wälder der stille Jäger in den letzten Jahren wieder Einzug gehalten hat. Nicht nur die Lehrer konnten dabei feststellen, dass Fräulein Brehm auf einzigartige Weise durch leicht verständliche wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Feldforschung tiefe Einblicke in tierische Verhaltensweisen und Zusammenhänge gibt und dabei Neugierde für die wilde Tierwelt Europas zu wecken verstand.

Über die wilde Beutegreiferin erfuhr man, dass sie anders als unsere Hauskatze eine echte Europäerin ist und auch als begnadete Schwimmerin gilt.

Außerdem konnten die Kinder von den Ergebnissen des hiesigen Wildkatzen-Screenings erfahren und wurden dabei auf die schwierig zu erkennenden äußeren Unterschiede der beiden Katzenarten hingewiesen. "Was macht ihr, wenn ihr im Wald ein kleines, süßes Miezekätzchen findet? Keinesfalls mitnehmen - es könnte sich zur wilden Katze entpuppen und ein Wildtier könnt ihr niemals zähmen!", gab Fräulein Brehm den Kindern als Tipp mit nach Hause. Elisabeth Hoffmann, BN-Kreisgruppen Vorsitzende aus Kronach äußert sich nach der Vorstellung begeistert: "Es ist schon faszinierend, dass man immer wieder etwas Neues bei Fräulein Brehm erfährt - das ist keine starre Choreographie, die Stücke entwickeln sich stetig weiter und die Schauspielerin geht auch sehr authentisch auf die Beiträge des jungen Publikums ein! Einmalig!" BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt aus Lichtenfels bedankte sich bei Sabine Rübensaal, der Leiterin des Umweltbüros, die diese landkreisübergreifende Veranstaltung organisiert hatte.

Zum Abschluss durften sich die jungen Zuschauer in das persönliche Gästebuch von Fräulein Leopoldina Brehm eintragen und sich mit zahlreichen Infomaterialien zum Thema eindecken. Gesponsert wurde der Auftritt in Mitwitz vom Projekt "Wildkatzensprung", einem Gemeinschaftsprojekt des BUND in 10 Bundesländern, welches durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird.

Nähere Infos unter "Wildkatzensprung" und "Frl. Brehms Tierleben"


Preisverleihung anl. des Wasserwandertages

Groß war die Freude bei den Lehrkräften der Klassen 4a und 4b, Larissa von Glasenap und Helmut Scholz, die mit ihren Schülern aus der Hand von BN-Kreisvorsitzendem Anton Reinhardt die Preise des Trinkwasser-Quiz entgegennehmen durften.

Wasserwandertag mit den Stadtwerken Lichtenfels und Schülern der Gustav-Roßbach-Schule

Christian Lotz (hinten rechts) erklärte anlässlich der Erkundungswanderung zum Wassereinzugsgebiet alle Fragen zur Bedeutung des Trinkwassers. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (links), Klassenleiter Helmut Scholz (2.von links), Klassenleiterin Larissa von Glasenapp (3.von links) und BN-Ortsgruppenvorsitzender Günter Lutz (4.von links) freuten sich über das rege Interesse der Schulkinder.

Lichtenfels. Wasser - woher kommst du? Anlässlich eines Wandertages machte sich der Bund Naturschutz mit zwei Schulklassen der Grundschule an der Kronacher Straße auf Spurensuche und erkundete mit Christian Lotz von den Stadtwerken das Wasserschutzgebiet, das Pumpwerk mit Quellenfassung und den Hochbehälter für das Lichtenfelser Trinkwasser im Klosterlangheimer Forst.

Auf dem Weg von der „Eisernen Hand“ ins Leuchsental erklärte der Rohrnetzmeister die wasserführenden Tonschichten, wo sich das Regenwasser in kleinen Tümpeln sammelt, in deren Umfeld sich kleine Frösche, Molche und Blindschleichen wohlfühlen. Entlang kleiner Rinnsale fand man das Binsenkraut, welches wegen seiner wasserreinigenden Wirkung in Pflanzenkläranlagen eingesetzt werde. Der Wasserfachmann hob die ökologische Bedeutung des Laubmischwaldes besonders hervor: „ Eine große Buche bringt von den Wurzeln zu  den Blättern an einem Tag 60 Liter Wasser zur Verdunstung, schafft dadurch ein angenehmes Klima, speichert außerdem schädliches Kohlendioxid, gibt lebenswichtigen Sauerstoff ab und spendet im Sommer angenehmen Schatten.“ Bezugnehmend auf blaue Hinweisschilder am Forststraßenrand, ermunterte Christian Lotz die Schüler zum Nachdenken, so etwa weise das „HP“ auf den höchsten Punkt der im Boden liegenden Wasserleitung hin und diene deshalb zum Entlüften, während das „S“ auf einen Schieber am tiefsten Punkt hindeute, also der nächsten Absperrmöglichkeit, die z. B. zur Reinigung der Wasserleitung benötigt werde.

Das blaue Schild mit den Wasserwellen weise auf die Schutzzone II hin. Von deren Rand solle die Fließzeit zum Trinkwasserbrunnen mindestens 50 Tage betragen, um ausreichend Schutz vor bakterieller Verunreinigung zu haben.

Am Hochbehälter angekommen, vertiefte Christian Lotz das Grundwissen der Kinder über den natürlichen Wasserkreislauf vom Niederschlagswasser auf dem Fränkischen Jura, das bei der weiter unten liegenden Quelle in der eingezäunten, engeren Schutzzone I nach der Filterung durch die Bodenschichten an der wasserundurchlässigen Opalinustonschicht austritt und über Rohrleitungen nach oben in den Hochbehälter gepumpt werde.  Das geschehe hauptsächlich in den Nachtstunden, weil dann der Wasserbedarf  geringer sei und der kostengünstige Nachtstrom als Energiequelle diene. Die Quelle in Klosterlangheim habe eine Schüttung im Sommer von etwa 120 Kubikmeter am Tag. Das reiche auf jeden Fall für das Dorf aus. Rund um die Uhr stehen mindestens zwei Fachleute bereit, um mögliche Störungen bei der Trinkwasserversorgung sofort beheben zu können.

Die Schulkinder staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass von dem riesigen Wasservorrat unserer Erde nur 0,3 Prozent für die Trinkwasserversorgung geeignet sei. Christian Lotz sagte: „Wasser wird eigentlich im engeren Sinne nicht verbraucht, wir nutzen es und geben es dem natürlichen Kreislauf zurück.“ Die Schüler erfuhren aber auch, dass sauberes, frisches Trinkwasser nicht selbstverständlich sei.

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt meinte: „Damit das Lebenselixier Nummer 1, ohne das kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze existieren kann, mit gleichbleibender  Qualität aus der Leitung kommt, muss es regelmäßig genau untersucht werden. Das Trinkwasser in unserer Region ist qualitativ hochwertiger als so manches Mineralwasser, das für teures Geld im Getränkemarkt gekauft wird. Außerdem kann man es einfach aus der Leitung trinken und man braucht keine Verpackungen. Der Bund Naturschutz setzt sich deshalb seit Jahren dafür ein, dass es keine Privatisierung der Wasserversorgung gibt, denn das birgt langfristig die Gefahr von Preiserhöhungen und Qualitätsminderungen.“

Zum Schluss gab es eine kleine Brotzeit, bei der die Klassen 3a und 3b mit ihren Lehrkräften Helmut Scholz, Larissa von Glasenapp und Corina Luthardt das frische, köstlich schmeckende Quellwasser probieren durften.

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt und die Lehrkräfte bedankten sich bei Christian Lotz, der bereitwillig und sehr engagiert alle Fragen rund ums Trinkwasser beantwortete. Mit einem Quiz und kleinen Preisen soll das Thema in den nächsten Wochen im Heimat- und Sachkundeunterricht  wiederholt und vertieft werden.