In die Schule geh' ich gern

November 2019

REDWITZ  Mit sieben Grundschul- und fünf Mittelschulklassen hat sich die Albert-Blankertz-Schule am Wettbewerb „In die Schule gehe ich gern“ des Bund Naturschutz beteiligt.

Bei der Preisverteilung erläuterte Schulleiter Christian Förtsch, dass sich die Schülerinnen und Schüler toll angestrengt hätten und wochenlang in die Schule gelaufen oder mit dem Rad unterwegs gewesen seien. Er wünschte sich, dass sie dies auch weiterhin tun werden. Sein Dank galt Lehrerin Christine Steinmetz für die Organisation an der Schule. 

Mindestens eine Woche lang waren zuvor die Kinder aufgefordert, auf einen auf einem Plakat aufgemalten Baum ein Blatt aufzustempeln, wenn sie zu Fuß in die Schule bzw. zu Fuß von zu Hause zur Bushaltestelle gekommen sind. Bereitwillig beteiligten sich die Grund- und Mittelschüler, und von Tag zu Tag erhielt der „Klassenbaum“ einen enormen Zuwachs an Blättern. Dabei war auch Ehrlichkeit gefragt und es verzichteten diejenigen auf ihr Blatt, die an einem Tag mal mit dem Auto zur Schule gebracht worden waren. Größer war jedoch der Ansporn, mit seinem Blattstempel etwas für den Erfolg der Klasse beizutragen. 

Hintergrund der Aktion war neben dem gesunden Laufen zur Schule auch der Naturschutzgedanke. Der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz, Anton Reinhardt, brachte der Redwitzer Schule Anerkennung entgegen für die hohe Teilnahme und stellte als wichtig heraus: „Bewegung baut Haltungsschäden vor, gleichzeitig habt ihr etwas Gutes für die Gesundheit getan“. Gleichermaßen wird dabei auch etwas Gutes für die Schulwegsicherheit und die Umwelt geleistet. Die Aktion bezeichnete Reinhardt als ein kleines Mosaiksteinchen, womit die Schülerinnen und Schüler den konkreten Klimaschutz vorangetrieben haben.

„Die Hälfte aller Fahrten mit dem Auto sind unter 5 Kilometer“, hob der Kreisvorsitzende hervor und deshalb brachte er kein Verständnis dafür auf, wenn kurze Fahrten mit dem Auto, anstatt zum Beispiel mit dem Fahrrad bewältigt werden. Er wünschte sich, dass die Schüler diese Aktion beherzigen und auch weiterhin vermeiden, mit dem Auto in die Schule gebracht zu werden. Das verstand er als ein großes Dankeschön. Franziska Köhler von der VR Bank Lichtenfels-Ebern unterstrich die Bedeutung des Umweltgedankens und freute sich über die erfolgreiche Teilnahme. Als Anerkennung überreichte sie die beiden Geldbeträge von der VR-Bank an die Siegerklassen.

Lehrerin Christine Steinmetz, die die Aktion an der Albert-Blankertz-Schule organisiert hatte, verkündete, dass die Entscheidung knapp ausgefallen sei. Auch sie freute sich über die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Als Sieger der Aktion nannte sie die Klasse 4a in der Grundschule und die Klasse 6 in der Mittelschule. Die Albert-Blankertz-Schule hatte sich bereits zum siebten Mal an der Aktion beteiligt.

Die beiden Siegerklassen des Wettbewerbs „In die Schule geh ich gern“, Klasse 4a vorn und Klasse 6 hinten, mit Schullleiter Christian Förtsch und Daniela Brunke, Klassenleiterin 4a (vorne rechts) sowie den Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz Anton Reinhardt und Eleni Karampatsi, Klassenlehrerin 6 (hinten von links) und Organisatorin Christine Steinmetz sowie Franziska Köhler von der VR-Bank Lichtenfels-Ebern (hinten von rechts).

Thomas Micheel 


Weltwassertag am Säumarkt

22.3.2019

LICHTENFELS   Mit großem Eifer waren zwei Grundschulklassen bei einer Wasserpump-Aktion anlässlich des Weltwassertags am Säumarkt an der Handschwengelpumpe zu Gange. Jeder wollte zeigen, welche Kraft er hat, um einen 10-Liter-Eimer schnell vollzupumpen.

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt informierte, dass der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch eines Bundesbürgers 120 Liter betrage, also etwa 12 volle Haushaltseimer. Das sei immerhin weniger als ein Amerikaner, der doppelt so viel am Tag verbrauche, ein Bewohner Dubais habe jedoch den negativen Weltrekord mit durchschnittlich 500 Liter Trinkwasser am Tag -  und das in einer grundwasserarmen Gegend.

Das Wassersparpotential sei auch bei uns noch lange nicht erschöpft. Lediglich drei Liter  brauche der Mensch zum Kochen und Trinken; 20 Liter brauche man zum Wäschewaschen, 10 Liter für die Körperpflege. Fürs Spülen, Putzen und den Garten werden etwa 20 Liter benötigt, 30 bis 40 Liter des kostbaren Nasses wanderten dagegen bei uns in die Klospülung. Reinhardt rief deshalb zum Wassersparen auf: „Anstatt ein Vollbad mit 150 bis 200 Liter zu nehmen, genügt doch auch ein Duschbad mit 20 bis 40 Litern, um sich von Kopf bis Fuß zu waschen.“ Auch beim Anschaffen neuer Haushaltgeräte, wie etwa Geschirrspüler oder Waschmaschine, sollte auf sparsamen Wasserverbrauch und im Betriebszustand auf eine volle Füllung geachtet werden. BN-Delegierter Günther Scheler mahnte: „ Eine schadhafte Wasserhahndichtung sollte umgehend ausgetauscht werden, denn sie verursacht pro Stunde schon einen Wasserverlust von1 Liter, das sind pro Jahr 9000 Liter kostbares Trinkwasser!“ Außerdem lohne es sich, Regenwasser in Tonnen und Zisternen zu sammeln, um beispielsweise den Garten damit zu gießen. Günther Scheler hob den besonderen Schutz der Gewässer hervor: „Alle müssen dazu beitragen, dass möglichst wenig Schadstoffe ins Grundwasser gelangen; denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir tagein, tagaus reines Trinkwasser in ausreichender Menge auch in Zukunft genießen können.“

Die Schüler erfuhren von Rohrnetzmeister Christian Lotz von den Stadtwerken , dass sauberes, frisches Trinkwasser oft mit hohem Aufwand gewonnen werden müsse und deshalb unsere besondere Aufmerksamkeit und unseren Schutz verdiene. Das Lichtenfelser Trinkwasser komme laut seiner Information zu 80% aus den Schwabthaler Quellen, 10% stammen von der Ködeltal-Trinkwassersperre und die restlichen 10% kommen aus kleineren Trinkwasserquellen  aus den Lichtenfelser Ortsteilen. Er stellte den Jugendlichen die Frage: „Woher kommt unser Wasser, wohin geht unser Abwasser?“ Den Kindern erklärte er dabei den erweiterten Kreislauf des Wassers und die Bedeutung des 180 Kilometer langen Rohrnetzes im Stadtgebiet und die Bedeutung einer gut funktionierenden Kläranlage. BN-Kreisvorsitzender Reinhardt meinte: „Damit das Lebenselixier Nummer 1, ohne das kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze existieren kann, mit gleichbleibender  Qualität aus der Leitung kommt, muss es genau untersucht werden. Das Trinkwasser in unserer Region ist qualitativ hochwertiger als so manches Mineralwasser, das für teures Geld im Getränkemarkt gekauft wird. Außerdem kann man es einfach aus der Leitung trinken und man braucht keinerlei Verpackungen. Der Bund Naturschutz setzt sich seit Jahren dafür ein, dass es keine Privatisierung der Wasserversorgung gibt; denn das birgt langfristig die Gefahr von Preiserhöhungen und Qualitätsminderungen.“

Nach der Wasserpumpaktion, an der drei Klassen der Dr. Roßbach-Schule mit ihren Lehrerinnen Pia Löffler, Mona Dorn, Svenja Zwack und Annika Schneider teilnahmen,  soll im Unterricht alles Wissenswerte an Hand eines kleinen Quiz wiederholt und vertieft werden.  Hierbei gibt es Schwimmbadkarten für das Merania-Hallenbad zu gewinnen, die die Stadt Lichtenfels spendierte.

Bild: Wasserpumpen mit Muskelkraft und Informationen zum Trinkwasser waren bei einer Aktion des Bund Naturschutz zum Weltwassertag angesagt. BN-Delegierter Günther Scheler, Lehrerin Pia Löffler von der Dr. Roßbach-Schule mit ihrer Klasse 3 B, BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt, Rohrnetzmeister Christian Lotz von den Stadtwerken und Svenja Zwack mit ihrer Klasse 3A (hinten von links) freuten sich über die Schülerinnen und Schüler, die sehr wissbegierig und mit großem Eifer bei der Sache waren. Nicht im Bild Lehrerin Annika Schneider mit ihrer Klasse 3C, die kurz danach ebenfalls aktiv waren.

Anton Reinhardt


Naturerlebnisprojekt „Mainau im Fokus“ erfolgreich

LICHTENFELS  Im Rahmen einer kleinen Vernissage im Foyer der Kreissparkasse fand das Naturerlebnisprojekt „Mainau im Fokus“, das die Kreisgruppe des BUND Naturschutz initiierte, am 3.12.18 seinen feierlichen Abschluss. Robert Fritz von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels würdigte die Umweltbildungsmaßnahme: „Gerne geben wir den jungen Leuten hier die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Naturerkundung einer breiten Öffentlichkeit darzustellen.“

 

BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt beleuchtete kurz die Entstehungsgeschichte: „Ein etwa 8500 Quadratmeter großes Grundstück in der Mainau, welches vom BN im Jahre 2012 unter der Bedingung angekauft wurde, dass es in seiner ursprünglichen, natürlichen Form erhalten bleibt, war in den letzten vier Jahren bereits der Schauplatz für praktische Umweltbildungsmaßnahmen mit Schülergruppen der Offenen Ganztagsschule (OGS), einer Abteilung der Herzog-Otto-Mittelschule (HOS). Bei Müllsammelaktionen, Nistkastenbau, Tierspurensuche, Obstbaumpflanzungen und Baumschnitt konnten die Jugendlichen das naturschutzfachlich interessante Grundstück kennen und schätzen lernen.

 

In den letzten Monaten war das Areal mit seinen vielen Baum- und Sträucherarten der Dreh- und Angelpunkt für ein ganz besonderes Naturerlebnis, dem Fotoprojekt „Mainau im Fokus.“ Nur durch die fruchtbare Kooperation zwischen dem Bund Naturschutz, dem freiberuflichen Umweltpädagogen Jan Ebert, der Leiterin der OGS, Anette Teubner, dem Rektor der HOS, Wolfgang Fischer und Andreas Förster von der evangelischen Jugendbildungsarbeit des Dekanats Michelau sei es möglich gewesen, ein erfolgreiches Heranführen Jugendlicher an natürliche Zusammenhänge zu verwirklichen.

 

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die Schüler haben phantastische Bildaufnahmen gemacht“, meinte Andreas Förster. OGS-Leiterin Anette Teubner und Rektor Wolfgang Fischer, selbst Hobbyfotograf, lobten ebenfalls die Leistungen der jungen Leute: „Wir sind stolz auf Euch!“ Erzieherin Carola Hirrle und BN-Ortsvorsitzender Günter Lutz sowie Günther Scheler, die die Schüler bei ihrer praktischen Arbeit auf dem Grundstück betreuten, stellten fest: „Wenn das Interesse der Jugendlichen geweckt wird, sind sie auch mit ganzem Herzen dabei und machen gut mit.“ Umweltpädagoge Jan Ebert informierte: „Feuchtbiotope, Auwaldreste , zum Teil alter Baumbestand und das Vorhandensein von reichlich stehendem und liegendem Totholz sind in diesem Areal eine Besonderheit im Stadtbild von Lichtenfels. Es stellt aufgrund seiner Lage nahe eines Gewerbegebiets einen natürlichen Kontrapunkt dar, dessen jahreszeitliche Veränderungen  mit den Jugendlichen der Projektgruppe in den vergangenen Monaten beobachtet und per Foto erfolgreich dokumentiert werden konnten.“

 

Der Umweltpädagoge resümierte: „Ich bin begeistert, in welch kurzer Zeit die Schülerinnen und Schüler durch das Fotografieren einen Blick für die faszinierenden Erscheinungsformen der Natur entwickelt haben und diese mit der Kamera auch einfangen konnten. Ich hoffe, damit einen Grundstein für die weitere Beschäftigung mit der Natur gelegt zu haben, da sie mehr denn je unseren Schutz benötigt.“ Günther Lutz, BN- Ortsgruppenvorsitzender, ist überzeugt: „Da wir unabhängig von einer weiteren Förderung  das Projekt auch nach 2018 eventuell auch mit einer anderen Schülergruppe fortführen möchten,  ist die Nachhaltigkeit dieser Bildungsmaßnahme gesichert.“

 

Passend zum Regen, den die Natur so lange habe entbehren müssen, gab es zum Schluss der Vernissage von Robert Fritz für die Schülerinnen und Schüler schöne Regenschirme als Geschenke der Sparkasse.

 

Anton Reinhardt

 


1000 Schülerinnen und Schüler des Landkreises für den Klimaschutz

Auch 2018 führte der BUND Naturschutz Lichtenfels wieder die Schulwegaktion „In die Schule GEH‘ ich gern“ durch, an der sich fünf Schulen des Landkreises Lichtenfels mit insgesamt 46 Klassen und etwa 1000 Schülerinnen und Schülern beteiligten.

Innerhalb einer Woche verzichteten sie auf das Elterntaxi und legten ihren Schulweg zu Fuß oder per Fahrrad zurück. Damit leisteten sie nicht nur einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, sondern förderten auch ihre eigene Gesundheit und Konzentrationsfähigkeit für den Unterricht.

Auch die Verkehrssituation im direkten Umfeld der Schulen entspannte sich durch die Aktion deutlich. Anton Reinhardt, BN-Kreisgruppenvorsitzender in Lichtenfels: „Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil sie meinen, es sei sicherer. Je mehr Kinder aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad ihren Schulweg zurücklegen, desto besser werden sie vom motorisierten Verkehr wahrgenommen und berücksichtigt. Die Sicherheit der Kinder steigt. Es gibt kein Parkchaos vor der Schule mehr. Die zu überquerenden Straßen werden wieder überschaubarer.“

Der BUND Naturschutz Lichtenfels freut sich über den erfolgreichen Verlauf der Schulwegaktion, die zeigt, wie man mit einfachen Mitteln ein großer Beitrag zum Schutz unseres Klimas leisten kann.


Schüler aus Ebensfeld spenden für den Naturschutz

Ebensfeld. Über diesen Besuch staunten die Schüler der Klasse 3a von der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Grundschule nicht schlecht: Den Erlös eines Flohmarktes spendeten sie an den Bund Naturschutz und dafür bedankte sich der BN-Ortsgruppenvorsitzende Ludwig Wendler (rechts) persönlich bei der Klasse. Hierbei beantwortete er gerne die Fragen der interessierten Schüler zum Thema Naturschutz. Sein Dank galt natürlich auch der Lehrkraft, Frau Katrin Gran (links), die die Kinder „auf die Natur brachte“.