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1000 Schülerinnen und Schüler des Landkreises für den Klimaschutz

Auch 2018 führte der BUND Naturschutz Lichtenfels wieder die Schulwegaktion „In die Schule GEH‘ ich gern“ durch, an der sich fünf Schulen des Landkreises Lichtenfels mit insgesamt 46 Klassen und etwa 1000 Schülerinnen und Schülern beteiligten.

Innerhalb einer Woche verzichteten sie auf das Elterntaxi und legten ihren Schulweg zu Fuß oder per Fahrrad zurück. Damit leisteten sie nicht nur einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, sondern förderten auch ihre eigene Gesundheit und Konzentrationsfähigkeit für den Unterricht.

Auch die Verkehrssituation im direkten Umfeld der Schulen entspannte sich durch die Aktion deutlich. Anton Reinhardt, BN-Kreisgruppenvorsitzender in Lichtenfels: „Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil sie meinen, es sei sicherer. Je mehr Kinder aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad ihren Schulweg zurücklegen, desto besser werden sie vom motorisierten Verkehr wahrgenommen und berücksichtigt. Die Sicherheit der Kinder steigt. Es gibt kein Parkchaos vor der Schule mehr. Die zu überquerenden Straßen werden wieder überschaubarer.“

Der BUND Naturschutz Lichtenfels freut sich über den erfolgreichen Verlauf der Schulwegaktion, die zeigt, wie man mit einfachen Mitteln ein großer Beitrag zum Schutz unseres Klimas leisten kann.

Adam-Riese-Schule Bad Staffelstein. Im Hintergrund (v.l.n.r.) Rektorin Astrid Balzar, Stadtrat Werner Freitag und Fritzi Fischer von den „Staffelsteiner Bürgern für Umwelt und Naturschutz“
Johann-Puppert-Schule Michelau. Die Siegerklasse 4a erhielt von der Bücherwelt Pfaff einen Gutschein von 50 Euro für die Klassenkasse. V.l.n.r.: Günther Scheler (BUND Naturschutz), Birgitt Böhm (Bücherwelt Pfaff) und Klassenlehrerin Christina Kroack
Pater-Lunkenbein-Schule Ebensfeld mit Rektorin Ursula Schüßler, BN-Ortsgruppenvorsitzender Ludwig Wendler und BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (von Mitte rechts nach links).
Dr.-Roßbach-Grundschule Lichtenfels. Die Siegerklasse 3c mit Günter Lutz Ortsgruppenvorsitzender des BUND Naturschutz Lichtenfels (links) und Rektor Reinhard Gick-Prandell
Albert-Blankertz-Volksschule Redwitz. Die beiden Siegerklassen mit Schulleiter Christian Förtsch (links).

22.3. ist Weltwassertag - auch am Säumarkt in Lichtenfels!

Wasserpumpen mit Muskelkraft und Informationen zum Trinkwasser waren bei einer Aktion des Bund Naturschutz zum Weltwassertag angesagt. BN-Ortsvorsitzender Günter Lutz, BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt, Lehrerin Susanne Schmidt von der Grundschule Seubelsdorf, Rohrnetzmeister Christian Lotz von den Stadtwerken und BN-Delegierter Günther Scheler (von links) freuten sich über die Schülerinnen und Schüler, die sehr wissbegierig und mit großem Eifer bei der Sache waren.
Den täglichen Wasserverbrauch eines Bundesbürgers in Höhe von 120 Litern Trinkwasser pumpten die Schulkinder der Grundschule am Markt mit ihren Lehrerinnen Elisabeth Nagel (2.von rechts) und Carolin Schleicher (rechts) in 12 Eimer, die mit den einzelnen Verbrauchswerten beschriftet waren.

Lichtenfels. Mit großem Eifer waren drei Grundschulklassen bei einer Wasserpump-Aktion anlässlich des Weltwassertags am Säumarkt an der Handschwengelpumpe zu Gange.

Jeder wollte zeigen welche Kraft er hat, um einen 10-Liter-Eimer schnell vollzupumpen. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt informierte, dass der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch eines Bundesbürgers 120 Liter betrage, also etwa 12 volle Haushaltseimer. Das sei immerhin weniger als ein Amerikaner, der doppelt so viel am Tag verbrauche, ein Bewohner Dubais habe jedoch den negativen Weltrekord mit durchschnittlich 500 Liter Trinkwasser am Tag - und das in einer grundwasserarmen Gegend.

Das Wassersparpotential sei auch bei uns noch lange nicht erschöpft. Lediglich drei Liter brauche der Mensch zum Kochen und Trinken; 20 Liter brauche man zum Wäschewaschen, 10 Liter für die Körperpflege. Fürs Spülen, Putzen und den Garten werden etwa 20 Liter benötigt, 30 bis 40 Liter des kostbaren Nasses wanderten dagegen bei uns in die Klospülung.

Reinhardt rief deshalb zum Wassersparen auf: "Anstatt ein Vollbad mit 150 bis 200 Liter zu nehmen, genügt doch auch ein Duschbad mit 20 bis 40 Litern, um sich von Kopf bis Fuß zu waschen." Auch beim Anschaffen neuer Haushaltgeräte, wie etwa Geschirrspüler oder Waschmaschine, sollte auf sparsamen Wasserverbrauch geachtet werden.

BN-Ortsgruppenvorsitzender Günter Lutz mahnte: " Eine schadhafte Wasserhahndichtung sollte umgehend ausgetauscht werden, denn sie verursacht pro Stunde schon einen Wasserverlust von1 Liter, das sind pro Jahr 9000 Liter kostbares Trinkwasser!" Außerdem lohne es sich, Regenwasser in Tonnen und Zisternen zu sammeln, um beispielsweise den Garten damit zu gießen.

BN-Delegierter Günther Scheler hob den besonderen Schutz der Gewässer hervor: "Alle müssen dazu beitragen, dass möglichst wenig Schadstoffe ins Grundwasser gelangen; denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir tagein, tagaus reines Trinkwasser in ausreichender Menge auch in Zukunft genießen können." Die Schüler erfuhren, dass sauberes, frisches Trinkwasser oft mit hohem Aufwand gewonnen werden müsse und deshalb unsere besondere Aufmerksamkeit und unseren Schutz verdiene.

Das Lichtenfelser Trinkwasser komme laut Information von Rohrnetzmeister Christian Lotz von den Stadtwerken zu 80% aus den Schwabtaler Quellen, 10% stammen von der Ködeltal-Trinkwassersperre und die restlichen 10% kommen aus kleineren Trinkwasserquellen aus den Lichtenfelser Ortsteilen. Den Kindern erklärte er den Kreislauf des Wassers und die Bedeutung des 180 Kilometer langen Rohrnetzes im Stadtgebiet.

Reinhardt meinte: "Damit das Lebenselixier Nummer 1, ohne das kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze existieren kann, mit gleichbleibender Qualität aus der Leitung kommt, muss es genau untersucht werden. Das Trinkwasser in unserer Region ist qualitativ hochwertiger als so manches Mineralwasser, das für teures Geld im Getränkemarkt gekauft wird. Außerdem kann man es einfach aus der Leitung trinken und man braucht keine Verpackungen. Der Bund Naturschutz setzt sich seit Jahren dafür ein, dass es keine Privatisierung der Wasserversorgung gibt; denn das birgt langfristig die Gefahr von Preiserhöhungen und Qualitätsminderungen."

Nach der Wasserpump-Aktion, an der zwei Klassen der Grundschule am Markt mit ihren Lehrerinnen Elisabeth Nagel, Miriam Stadelmann und Carolin Schleicher sowie eine Klasse der Grundschule Seubelsdorf mit Susanne Schmidt teilnahmen, soll im Unterricht alles Wissenswerte an Hand eines kleinen Quiz wiederholt und vertieft werden. Dabei müssen acht Fragen zum Trinkwasser beantwortet werden. Hierbei gibt es Schwimmbadkarten für das Merania-Hallenbad zu gewinnen, die die Stadt Lichtenfels spendierte.

Anton Reinhardt


Schüler aus Ebensfeld spenden für den Naturschutz

Ebensfeld. Über diesen Besuch staunten die Schüler der Klasse 3a von der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Grundschule nicht schlecht: Den Erlös eines Flohmarktes spendeten sie an den Bund Naturschutz und dafür bedankte sich der BN-Ortsgruppenvorsitzende Ludwig Wendler (rechts) persönlich bei der Klasse. Hierbei beantwortete er gerne die Fragen der interessierten Schüler zum Thema Naturschutz. Sein Dank galt natürlich auch der Lehrkraft, Frau Katrin Gran (links), die die Kinder „auf die Natur brachte“.