Unter den Augen des Fischadlers

TRIEB   Damit die Lebensräume vieler vom Aussterben bedrohter Vogelarten auf Dauer erhalten oder sogar noch verbessert werden, nahmen aktive BN-Mitglieder umfangreiche Pflegemaßnahmen auf dem Vogelschutzgebiet am Nassanger vor.

Mit dem Balkenmäher wurden wieder offene, auch zur Beobachtung geeignete Teilbereiche freigehalten. Mit viel Elan  ging man auf dem für seltene Vogelarten bedeutsamen Gelände zu Werke, während ein Fischadler - ein seltener Greifvogel - hoch in den Lüften seine Kreise zog. Viel Zeit zum Beobachten war allerdings nicht, da große Mengen Grüngut in vierstündiger, schweißtreibender Handarbeit zusammengerecht und mit Schubkarren abtransportiert werden mussten; denn die betroffene Teilfläche liegt im ufernahen Bereich eines großen Teiches, wo viele, zum Teil seltene Wasservögel auch weiterhin gute Lebensbedingungen vorfinden sollen. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt ließ wissen, dass dieses Areal als SPA (Special Protection Area) von der Europäischen Union eingestuft worden sei und damit einen wichtigen „biologischen Trittstein“ des Obermaintales darstelle, außerdem gehöre es auch zum „LIFE-Naturprojekt Oberes Maintal“, bei dem sich der BN von Anfang an aktiv und finanziell beteiligte. Er bedankte sich herzlich bei den fleißigen Helfern. Bei einem vegetarischen Mittagsmahl  fachsimpelte man nach getaner Arbeit noch in gemütlicher Runde.

Anton Reinhardt

Aktive Naturschützer halfen bei den Mäh- und Räumarbeiten auf dem naturschutzfachlich wertvollen Nassangerbiotop mit, um den Lebensraum seltener Vogelarten zu erhalten. BN- Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (3. von links), und einige weitere Mitglieder des Bund Naturschutz freuten sich nach getaner Arbeit über die wieder freigelegten Teilbereiche des Areals.