BUND-Ökotipp 9/2014 Veganes Grillen ist gut für Umwelt und Klima

In der Grillsaison steigt immer auch der Fleischkonsum. Die Produktion tierischer Produkte belastet jedoch Umwelt und Klima besonders stark.

Die Erzeugung von einem einzigen Kilogramm Rindfleisch benötigt beispielsweise 15000 Liter Wasser und es werden dabei fast 30 Kilo Kohlendioxid ausgestoßen.

Hinzu kommt, dass Nutztiere zumeist in riesigen Ställen unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt deshalb, beim Grillen vegane Lebensmittel auszuprobieren. Mittlerweile ist die Auswahl an veganem Grillgut beachtlich. Es wird auf Basis von pflanzlichem Eiweiß, etwa aus Soja, Tofu oder Seitan, hergestellt und ähnelt in Form und Geschmack verblüffend den Fleischprodukten.

Es gibt vegane Schnitzel, Steaks, Brat- und Grillwürstchen, geräuchert oder mariniert. Grundsätzlich eignet sich auch Gemüse zum Grillen. Damit es nicht schwarz wird, sollte es vor dem Grillen mit Öl bestrichen bzw. mariniert werden. Besonders gut schmecken Maiskolben, Kartoffeln oder gefüllte Champignons. Selbst Spargel lässt sich mittels einer Grillklemme auf den Rost legen. Gemüsesorten wie Zucchini, Möhren oder Paprika werden am Besten klein geschnitten und in einer Edelstahlschale gegrillt. Um die Nährstoffe zu erhalten, muss das Gemüse bei niedrigen Temperaturen gegart werden.

Ein Buch zum veganen Grillen verschenkt der BUND derzeit im Internet unter www.bund.net an neue Mitglieder. Es kann außerdem beim Verlag bestellt werden unter: www.verlag-parkstrasse.de/shop/?page_id=3&category=1&product_id=1. Weitere Grilltipps vom BUND sind zu finden unter: www.bund.net/nc/service/oekotipps/detail/artikel/umweltfreundlich-grillen/.

Berlin, den 10. Juni 2014

 

 

 

 


BUND-Ökotipp 9/2014 Wohnungen stromsparend kühl halten

Sobald es draußen heiß wird, rüsten immer mehr Mieter und Wohnungsbesitzer mit Klimageräten auf. Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland jährlich rund 140000 Klimageräte gekauft. Infolgedessen steigt auch der Strombedarf. Für Kühlung und Klimatisierung betrug er zuletzt etwa acht Prozent des Gesamtverbrauches.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt den Verbrauchern, auf Klimageräte zu verzichten. Auch ohne sie kann eine Wohnung mit ein paar Tricks kühl gehalten werden. Am besten ist es, die Wohnung nur nachts und in der Frühe zu lüften. Tagsüber, wenn die Temperaturen hoch klettern, sollte die Sonne möglichst nicht ungefiltert in die Zimmer scheinen. Fenster lassen sich mit lichtdichten Markisen, Vorhängen oder Rollläden verdunkeln.

Zu beachten ist auch, dass sämtliche versteckte Wärmequellen ausgeschaltet werden. Dazu gehören alle ungenutzten Netzteile und Geräte im Standby-Betrieb. Sollte es trotz dieser Maßnahmen zu heiß werden, ist eher ein Ventilator zu empfehlen. Dieser verbraucht wesentlich weniger Strom als ein Klimagerät.

Einen senkenden Effekt auf die Zimmertemperatur hat auch das Trocken von Wäsche. Die dabei entstehende Verdunstungskälte hält z. B. nachts das Schlafzimmer kühler.

Schließlich sorgen eine gute Gebäudedämmung und moderne Fenster für Kühlung. Im Sommer wird Wärme abgeschirmt, im Winter bleibt es innen warm. Die Farbe der Außenwände spielt ebenfalls eine Rolle. Sehr dunkle Wände erhitzen sich unter starker Sonneneinstrahlung auf bis zu 70 Grad, während weiße Wände nur etwa fünf Grad wärmer werden. Günstig ist auch eine begrünte Fassade. Die Pflanzen verdunsten permanent Wasser, wobei sie die Wände kühlen.

Eine Reihe von Hinweisen zum Bauen und Dämmen führt die BUND-Broschüre "Ökologisch Bauen und Renovieren 2014" auf. Erhältlich ist sie in größeren Kiosken, beim Bahnhofsbuchhandel und im BUND-Laden unter: www.bundladen.de/Medien/BUND-Publikationen/Buecher/.

Berlin, den 28. Mai 2014

 

 

 

 


8/2014 Ressourcen sparsam nutzen

Die mit dem weltweiten Konsum verbundene Ressourcennutzung liegt weit über dem, was die Natur dauerhaft bereitstellen kann.

Öl, viele Metalle und andere Materialien, Böden, sauberes Wasser oder die Atmosphäre werden drastisch übernutzt. Die Weltbevölkerung verbraucht inzwischen innerhalb von acht Monaten eine Menge an Rohstoffen, die für ein ganzes Jahr ausreichen müsste. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirbt deshalb für einen bewussten und sparsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Oft können auch ohne Komfortverzicht Rohstoffe und Materialien eingespart werden. Zugleich ergeben sich "Gewinne" an ganz anderer Stelle. Beispielsweise spart eine ökologisch optimierte Reiseplanung Treibstoff und Zeit, verbessert die CO2-Bilanz der Reise und reduziert verkehrsbedingte Schadstoffe. Und öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und Fußwege verkürzen vor allem in verkehrsüberlasteten Städten die Fahrtzeiten. Oder die zunehmende Fleischproduktion, die zur Übernutzung von Böden und Gewässern beiträgt:

Die Erzeugung eines Kilos Rindfleisch nimmt rund 50 Quadratmeter Boden in Anspruch. Ließe sich der Pro-Kopf-Fleischkonsum in der Europäischen Union halbieren, würden rund 45 Millionen Hektar Agrarfläche frei - eineinhalb Mal mehr als die Größe Deutschlands. Und eine Ernährung mit weniger Fleisch ist auch noch gesünder.

Ein drittes Beispiel: Werden für ein scheinbar billiges, aber unter ökologisch und sozial fragwürdigen Verhältnissen produziertes T-Shirt mehr als 2500 Liter Wasser verbraucht, ist qualitativ hochwertige Kleidung langlebiger und spart auf diese Weise Ressourcen. Einerseits werden so schlechte Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern nicht unterstützt, zum anderen hält die Lieblingskleidung auch länger und es verringert sich der persönliche Aufwand zum Erwerb neuer Kleidungsstücke. Davon wiederum profitieren Familienleben oder Hobbys.

Der BUND plädiert dafür, wo immer es geht, sein persönliches Umwelt-Verhalten einer kritischen Gesamtbilanz zu unterziehen. Es lohnt sich - oft auf eine überraschende Weise.

Weitere Tipps zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs finden Sie im Internet in der BUND-Broschüre zum Download unter: www.bund.net/ressourcenschutz-broschuere


BUND-Ökotipp 6/2014 Pflanzen mit Biosiegel für Balkon und Garten

Frühlingszeit ist Pflanzzeit.

Wer bei der Neugestaltung von Balkonen, Gärten oder Parkanlagen auf die richtige Auswahl der Pflanzen achtet, kann Schmetterlinge und Bienen schützen helfen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt dafür Pflanzen aus ökologischem Anbau.

Eine Mischung aus Wildkräutern und Blütenpflanzen bietet optimalen Lebensraum für viele bedrohte Schmetterlings- und Bienenarten. Vor allem Küchenkräuter stehen bei den Schmetterlingen hoch im Kurs. Mediterrane Arten wie Salbei, Rosmarin oder Thymian wachsen besonders gut an sonnigen Standorten. Schnittlauch und Petersilie gedeihen am besten auf schattigen Nordbalkonen. In Gärten und Parks sollten unbedingt auch Brennnesseln wachsen. Daran fressen gern die Raupen von Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Distelfalter und Admiral. Diese und sieben weitere Schmetterlingsarten können dem BUND noch bis Ende Oktober im Rahmen seiner Zählaktion "Abenteuer Faltertage" im Internet unter www.bund.net/faltertage gemeldet werden. Beim Anbau von Bio-Pflanzen wird auf Kunstdünger und Pestizide verzichtet und wenig Torf verwendet. Letzteres schützt gefährdete Moorgebiete. Neben vielen Bio-Kräutern lassen sich auch Zierpflanzen wie die Apfelgeranie oder das Zitronengras zum Verfeinern von Speisen nutzen oder als Tee genießen. Attraktiv für Familien sind auch "Naschkästen" oder "Naschbeete" mit angepflanzten Erdbeeren, Cocktailtomaten oder Chilis. Wie bei Lebensmitteln ist das Siegel "Bio" auch bei Pflanzen nach europäischem Recht geschützt. Zu erkennen sind die Gewächse am EU-Bio-Siegel - einem grünen Lindenblatt mit Sternchen drum herum. Verwendet wird auch das Qualitätssiegel "Bio-Zierpflanzen - natürlich schön" - ein Logo mit einer Blüte.

Um länger Freude an ihren Pflanzen zu haben, sollten Hobbygärtner auch auf deren Ansprüche an Erde, Wasser, Licht und Dünger achten. Wer Bio-Pflanzen sucht, findet im Internet unter www.bio-zierpflanzen.de Anbieter in seiner Nähe.

 

Berlin, den 3. April 2014


BUND-Ökotipp 4/2014 Ökologisch Einkaufen im Internet?

 

Wie ökologisch ist Einkaufen im Internet?

Viele Millionen Menschen kaufen heutzutage im Internet ein. Online werden inzwischen auch immer mehr ökologisch hergestellte oder fair gehandelte Waren erworben. Der Kauf per Mausklick ist schnell und bequem. Allerdings hat der Onlinehandel auch Schattenseiten. Neben einem erhöhten Verbrauch an Verpackungsmaterialien steigt die Zahl der Straßentransporte. Emissionen, Schadstoffausstoß und Lärm nehmen zu, die ökologischen Vorteile mancher Waren schwinden dadurch oder kehren sich sogar in ihr Gegenteil um. Zudem geht der Trend in Richtung immer kürzerer Lieferzeiten, was zu kleineren Verpackungseinheiten und noch mehr Transporten führt. Dies erhöht die Umweltbelastungen weiter.

Deshalb empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), in der näheren Umgebung nach Läden zu suchen, die ökologisch hergestellte und fair gehandelte Produkte anbieten. Lokale Händler bestellen in der Regel größere Warenmengen. Das verursacht deutlich weniger Transporte und verringert das Verpackungsmaterial. Auf den Internetseiten der lokalen Händler lassen sich zumeist das Angebot und die Preise einsehen. Das ermöglicht Preisvergleiche ohne zusätzliche Wege.

Wer in der Region nicht verfügbare Waren im Internet bestellt, sollte sich außerdem Gedanken darüber machen, ob er diese Dinge tatsächlich so schnell wie möglich benötigt. Immer mehr Onlinehändler bieten die Möglichkeit, mehrere nacheinander erfolgte Bestellungen zu einer Lieferung zusammenzufassen. Das erspart Transporte und Verpackungen. Außerdem kann man Bestellungen auch mit Freunden oder Nachbarn gemeinsam aufgeben.


BUND-Ökotipp 3/2014 Umweltfreundliche Kleidung

Auch für Kleidung gibt es Umwelt- und Sozialstandards

 

Ein Großteil unserer Kleidung wird in Ländern wie China, Bangladesch oder Indien mit hohen Umweltbelastungen und unter oft katastrophalen Arbeitsbedingungen produziert. Wer beim Kleidungskauf möglichst umweltfreundlich und sozial akzeptabel handeln möchte, dem empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), auf entsprechende Label zu achten. Durchblick im Dickicht der vielen Kennzeichnungen bringt die Internetseite www.label-online.de. Dort lässt sich schnell erfassen, welches Zeichen welche Bedeutung hat. Leider gibt es noch keine geeigneten Standards für sämtliche gefährlichen Chemikalien. Trotzdem ist es ein erster Schritt, wenn mit Öko-Siegeln gekennzeichnete Produkte bevorzugt werden. Empfehlenswert sind vor allem Produkte aus Bio-Baumwolle.

 

Im Durchschnitt besitzt jeder Deutsche heute viermal soviel Kleidung wie im Jahr 1980. Deshalb rät der BUND, sich zunächst zu fragen, ob neue Kleidungsstücke tatsächlich erforderlich sind. Wenn ja, dann sollte Kleidung bevorzugt werden, die handwerklich von guter Qualität ist, denn sie nützt der Umwelt mehr als Wegwerfware. Oft findet man auch in Secondhand-Läden oder auf Flohmärkten gute Kleidungsstücke. Von Textilien mit den Hinweisen „Separat waschen“ oder „Vor dem Tragen waschen“ rät der BUND ab. Auch Adjektive wie „bügelfrei“ oder „knitterarm“ weisen auf schädliche Chemikalien hin. Dass die Kleidung unter menschenwürdigen Bedingungen produziert wurde wird bei Fairtrade-Produkte garantiert. In vielen Städten gibt es sogenannte Green-Concept-Stores. Diese Geschäfte bieten nur Kleidungsstücke aus ökologischer Produktion an, aus Recycling- oder gar veganen Materialien, sozial und fair hergestellt. Wo es diese Läden gibt, lässt sich beispielsweise im Internet bei www.gruenemode.de unter „Die grüne Liste“ nachlesen.

BUND-Ökotipp 2-2014 "Selbstreparieren"

Do-it-yourself statt Wegwerfgesellschaft

Kaufen, nutzen, wegwerfen: Weltweit wachsen die Müllberge. Laut Vereinten Nationen macht allein der Elektroschrott pro Jahr bis zu 50 Millionen Tonnen aus. Nur zehn Prozent davon werden recycelt, 45 Millionen Tonnen landen im Abfall. Dabei haben weggeworfene Geräte oft nur leichte Defekte, die einfach behoben werden könnten. Vor einer Neuanschaffung empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) deshalb, alte Geräte genau zu überprüfen und wenn möglich zu reparieren. Damit schont man nicht nur die Umwelt sondern spart auch Geld. Hilfestellung bei der Fehlersuche leisten zum Beispiel Internetseiten für "Selbstreparierer", die Anleitungen zur Reparatur vieler Geräte anbieten. Die Gerätehersteller veröffentlichen solche Anleitungen nicht selbst. Erarbeitet werden sie unentgeltlich von einem Netzwerk freiwilliger Mitarbeiter, Ingenieure und Hobbybastler aus aller Welt. Ersatzteile und geeignetes Werkzeug für die Reparatur können ebenfalls auf solchen Internetseiten bestellt werden. Wer sich die Reparatur allein nicht zutraut, kann sich auch an ein sogenanntes "Repair-Café" wenden. Hier helfen sich Bürger gegenseitig beim Reparieren von Alltagsgegenständen, die sonst im Müll landen würden. Egal ob elektrische Geräte, Kleidung, Möbel, Geschirr, Fahrräder oder Spielzeug, alles was man selbst zum "Repair-Café" bringen kann, hat Chancen wieder funktionstüchtig gemacht zu werden. Eine Deutschlandkarte mit Orten, die "Repair-Cafés" haben und weitere Informationen dazu sind ebenfalls im Internet unter repaircafe.org zu finden. Berlin, den 14. Januar 2014 Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

 

 

BUND-Ökotipp 1-2014 Vorsicht bei Schweinefleisch!

Schweinefleisch mit Nebenwirkungen

In der Schweinezucht werden immer häufiger Hormonpräparate eingesetzt. Sie dienen zur Gleichschaltung der Sexualzyklen von Muttersauen, sollen den Betreuungsaufwand verringern und die Ferkelanzahl erhöhen. Die Sauen werden dadurch zu Gebärmaschinen, die oft mehr Nachwuchs werfen als sie ernähren können. Dies führt auch zu einer höheren Anzahl toter Ferkel. Mit der Gülle gelangen hormonell wirksame Substanzen aus den eingesetzten Medikamenten in Böden und Gewässer und damit auch in Trinkwasserressourcen. Da Hormone nur teilweise aus dem Wasser entfernt werden können, landen sie somit auch in Lebensmitteln für die Menschen. Das hat unkalkulierbare Folgen für die Gesundheit. So wird davon ausgegangen, dass hormonell wirksame Substanzen das Risiko für Brust- oder Prostatakrebs erhöhen. Unter der östrogenen Wirkung der Hormonpräparate leidet außerdem die Spermienqualität bei Männern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt deswegen auf Fleisch aus der industriellen Schweinezucht mit Hormonen zu verzichten. Weil der Einsatz von Hormonen bei Ökobauern und der Fleischerzeugerkette "Neuland" verboten ist, sind deren Produkte eine geeignete Alternative. Wer Weiteres zum Natur- und Umweltschutz beitragen möchte, sollte seinen Fleischkonsum außerdem reduzieren. Denn mittlerweile werden nahezu drei Viertel der weltweiten Agrarflächen allein für die Tierfütterung benötigt. Weitere Infos unter: www.bund.net/fleischatlas Berlin, den 9. Januar 2014

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein. Ein Archiv der bisher erschienenen Tipps steht im Internet unter: www.bund.net/presse/abo_oekotipps/ BUNDtipp abonnieren oder abbestellen: www.bund.net/presse/abo_oekotipps/ Rückfragen bitte an: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) / Friends of the Earth Germany / Pressestelle / Rüdiger Rosenthal / Am Köllnischen Park 1 /10179 Berlin, Fon: (030) 27586-425, Fax: -440, E-Mail: presse@bund.net; www.bund.net

BUND-Ökotipp 13-2013 Auf Kosmetikprodukte mit Plastikkügelchen verzichten

Kosmetik- und Körperpflegeprodukten werden zunehmend kleinste Kunststoffkügelchen beigemischt. Sie dienen unter anderem als Bindemittel und sollen eine bessere Reinigungswirkung erzielen. Wegen der Umweltgefahren dieser Kleinstpartikel empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), auf Kosmetika wie Duschpeelings, Zahncremes, Makeup oder Kontaktlinsen-Reinigern mit Mikroplastik zu verzichten. Da Klärwerke dieses Mikroplastik nicht gezielt herausfiltern, gelangen die Kunststoffpartikel über die Abwässer in Flüsse und Meere. An der Oberfläche der Partikel lagern sich dann verschiedene im Meer vorhandene Schadstoffe ab. Mitsamt den Schadstoffen werden die Partikel zum Beispiel von Seehunden, Fischen, Muscheln und anderen Organismen aufgenommen. Im Magen-Darm-Trakt der Tiere können die Schadstoffe freigesetzt werden und deren Gesundheit schädigen. Nicht abgebautes Plastik und die Schadstoffe, die sich im Gewebe der Tiere ansammeln, gelangen außerdem in die Nahrungskette und auf diese Weise auch in den menschlichen Körper. Eine Liste von Produkten, die Mikroplastik enthalten sowie weitere Informationen sind im Internet zugänglich unter: www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/meere/131119_bund_meeresschutz_mikroplastik_produktliste.pdf Berlin, den 26. November 2013 Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein. Ein Archiv der bisher erschienenen Tipps steht im Internet unter: www.bund.net/oekotipps BUNDtipp abonnieren oder abbestellen: listserv.bund.net/mailman/listinfo/bundtipp Rückfragen bitte an: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) / Friends of the Earth Germany / Pressestelle / Rüdiger Rosenthal / Am Köllnischen Park 1 /10179 Berlin, Fon: (030) 27586-425, Fax: -440, E-Mail: presse@bund.net; www.bund.net

 

BUND-Ökotipp 11-2013 Geld nachhaltig anlegen

Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, doch an anderen Orten der Welt finanzieren deutsche Banken mit dem Geld ihrer Kunden den Bau neuer Atomkraftwerke.

Auch investieren deutsche Geldhäuser in Kohlekraftwerke oder in die Rüstungsindustrie. Viele Banken spekulieren auch mit Nahrungsmitteln und riskieren so den Hunger von Millionen Menschen. Wer will, dass mit seinem Ersparten weder der Umwelt noch Menschen geschadet wird, dem empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einen Bankwechsel. Dabei hilft ein Internetprotal des "Bankwechselbündnis", das von attac gegründet wurde und dem inzwischen auch der BUND angehört. Auf www.bankwechsel-jetzt.de können sich Geldanleger darüber informieren, welche Banken transparent arbeiten und Mitsprache ermöglichen und welche Geldhäuser schädliche Investitionen ausschließen und beispielsweise Umweltprojekte bewusst fördern. Alternativbanken wie GLS Bank, EthikBank, UmweltBank und Triodos Bank entsprechen beispielsweise diesen Kriterien. Ein Bankenwechsel ist nicht schwierig, bedarf aber einer gezielten Information all derer, die die neuen Kontodaten benötigen - vom Vermieter über den Arbeitgeber und der Versicherung hin zum Zeitungsverlag oder Sportverein. Auf dem Internetportal steht hierfür eine Checkliste bereit. Wer nicht auf eine lokale Bank verzichten möchte, sollte Genossenschaftsbanken und Sparkassen den privaten Geschäftsbanken vorziehen. Denn bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind positive Veränderungen der Geschäftspraxis weit eher zu erstreiten als bei Privatbanken. So sind die allermeisten Sparkassen Einrichtungen öffentlichen Rechts und sollen zum Wohle ihrer Stadt arbeiten. Die Genossenschaftsbanken sind durch ihre Mitglieder vor Ort mitgestaltbar und recht eigenständig. Als Hilfestellung für den Kontakt mit der lokalen Sparkasse oder Volksbank stellt das Bankenwechselbündnis einen kritischen Fragenkatalog zur Verfügung. Berlin, den 9. Oktober 2013

BUND-Ökotipp 10-2013 Mit effizienten Wäschetrocknern Strom und Geld sparen

Luft und Sonne sind die umweltfreundlichsten und kostengünstigsten Wäschetrockner. Wer jedoch aus Platzgründen auf einen elektrischen Trockner angewiesen ist, sollte ein möglichst energieeffizientes Gerät auswählen. Besonders umweltfreundliche Geräte erkennt man am EU-Energielabel. Seit Juni 2013 ist das neue Label gültig. Die Einteilung der Wäschetrockner erfolgt nun in den Energieeffizienzklassen D bis A+++ statt wie bisher G bis A. Außerdem gibt das Label zusätzlich den jährlichen Stromverbrauch an. Ab 1. November 2013 dürfen keine Trockner mehr in den Handel gelangen, die schlechter sind als Energieeffizienzklasse C.

 

Bei der Anschaffung eines Wäschetrockners sollte ein Kondensationstrockner mit Wärmepumpe bevorzugt werden. Diese Geräte nutzen einen Teil der Abwärme wieder zum Trocken. Dadurch sind sie deutlich energiesparender als andere Trockner. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann mit einem solchen Wäschetrockner rund 60 Euro im Jahr sparen. Für die Wahl eines besonders effizienten Gerätes empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die „EcoTopTen-Liste“, die vom Freiburger Ökoinstitut erstellt wird. Sie ist im Internet unter http://is.gd/BUNDinfo zu finden. Die dort aufgelisteten 35 Modelle sind Spitzenprodukte der Energieeffizienzklassen A++ bzw. A+++. Sie verbrauchen bis zu 63 Prozent weniger Strom als konventionelle Geräte der Energieeffizienzklasse A. Die Einsparungen durch den geringeren Stromverbrauch wiegen schnell die höheren Anschaffungskosten solcher Geräte auf.

 

Berlin, den 10. September 2013

 

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Ein Archiv der bisher erschienenen Tipps steht im Internet unter:

http://www.bund.net/oekotipps

 

BUNDtipp abonnieren oder abbestellen:

http://listserv.bund.net/mailman/listinfo/bundtipp

  

Rückfragen bitte an:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) / Friends of the Earth Germany / Pressestelle / Rüdiger Rosenthal / Am Köllnischen Park 1 /10179 Berlin, Fon: (030) 27586-425, Fax: -440, E-Mail: presse@bund.net; www.bund.net

BN empfiehlt regionale Herkunft und ökologische Produktion beim Christbaumkauf

Nur noch wenige Tage sind es bis Weihnachten. Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz nimmt dies zum Anlass, bei der Auswahl des Christbaums umweltbewusst vorzugehen.

Früher stammten die Christbäume aus den heimischen Wäldern und wurden im Zuge der Waldpflege geerntet. Heute kommen die meisten Christbäume aus Plantagen, vor allem Billigware wird aus dem Ausland importiert. Doch weite Transportwege belasten das Klima. Ein weiteres Problem sieht der BUND Naturschutz in dem verbreiteten Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Kunstdünger bei der Produktion der Christbäume. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt empfiehlt beim Christbaumkauf auf folgende Punkte zu achten: „Achten Sie auf eine regionale Herkunft und auf eine umweltgerechte Produktion ohne Gifte und Kunstdünger, dies sollte vor dem Kauf auch hinterfragt werden.  Am besten sind ökologisch produzierte Bäume der Öko-Anbauverbände oder Bäume aus den heimischen Wäldern, die auch selber eingeschlagen werden können. Dies wird von immer mehr Waldbesitzern und Förstern angeboten und ist besonders für Kinder ein tolles Erlebnis. Wer das Klima schützen will, sollte zudem auf eine energiesparende Beleuchtung der Weihnachtsbäume achten.“

 

Etwa 28 Millionen Christbäume dürften auch dieses Jahr zu Weihnachten die deutschen Wohnzimmer zieren. Erfreulich für den Bund Naturschutz ist, dass der größte Teil aus Deutschland komme. Der Rest stamme aus Dänemark und werde überwiegend als Billigware angeboten. Das Geschäft mit den Christbäumen sei wegen der niedrigen Transportkosten grenzenlos geworden, zum Nachteil der regionalen, heimischen Waldbesitzer und Christbaumerzeuger. Wenn die Christbäume auf dem Weihnachtsmarkt zum Verkauf bereit stehen, haben viele von ihnen bereits hunderte bis über tausend Straßenkilometer hinter sich. Das erhöht die Schadstoffbelastung aus Straßenverkehr für Mensch und Umwelt und verschlechtert die Klimabilanz der Weihnachtsbäume. Der BN empfiehlt deshalb einen Weihnachtsbaum aus der Region zu kaufen. Am umweltschonendsten erzeugt seien heimische Nadelbäume aus den hiesigen Wäldern, die u.a. auch im Rahmen der regulären Waldpflege anfallen. So werden von immer mehr Waldbauernvereinigungen (WBV) extra Aktionen zum „Weihnachtsbaumfällen“ angeboten. Das Aussuchen und Fällen des eigenen Baumes könne so zum Erlebnis für die ganze Familie avancieren.

Die meisten deutschen Weihnachtsbäume stammten aus eigens dafür angelegten Plantagen, auf denen Pestizid- und Herbizideinsätze leider an der Tagesordnung seien. In Teilen Nordrhein-Westfalens würden Unkrautvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat eingesetzt, das massiv in der Kritik stehe, weil Glyphosat bei Menschen und Tieren die Fruchtbarkeit schädigen und Krebs auslösen könne. Wie stichprobenartige Untersuchungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland  im letzten Jahr ergaben, enthielt mehr als jeder dritte Weihnachtsbaum Rückstände von Insekten- oder Unkrautvernichtungsmitteln. Teilweise hatte der BUND sogar verbotene Mittel, wie das Insektizid Flufenoxuron, das Herbizid Metolachlorein oder das seit 2004 verbotene Atrazin gefunden. „Auch wenn die festgestellten Belastungen als nicht akut gesundheitsschädlich einzustufen sind, können giftige Pestizidrückstände insbesondere in kleinen, beheizten Räumen an die Umgebung angegeben werden“, informiert Reinhardt. Neben einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung der Menschen bedeute eine derartige Plantagenproduktion eine Belastung für den gesamten Naturhaushalt. Insgesamt rät der BUND, natürlich gewachsene Christbäume zu kaufen und keine überzogenen Ansprüche an einen Baum zu stellen. Ein Prädikat „Ohne jeden Makel mit einer perfekten Wuchsform und intensiven Grünfärbung“ muss nicht sein!“, meint der Kreischef des BN.

Ökologische Tipps

Wo gibt es.. Wie könnte man.. Wer ist..  


Tipps für viele Lebensbereiche finden Sie hier!