Ortsgruppe Ebensfeld

Willkommen bei der Ortsgruppe Ebensfeld

1. Vorsitzender:

Ludwig Wendler, Untere Str. 31, 96250 Ebensfeld,

Tel.: 09573/5111

 

 

 


Herbstzeit ist Apfelzeit - BN Ebensfeld Ferienprogramm

...die jungen Exkursionsteilnehmer unter der Leitung von Ludwig Wendler bei der Stärkung mit frischem Apfelsaft...
Foto: Otto Weidner

Ebensfeld. Passend zur Herbstzeit hat die Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld im Rahmen des Ebensfelder Ferienprogramms kurz vor Schulbeginn ein ganz besonderes Angebot für alle Kinder gemacht.

 

Unter dem Titel  "Erlebnis Streuobstwiese" haben sich 10 Kinder mit Eltern in Kleukheim am Obststand der Familie Ebitsch getroffen. Unter der Führung von Wilhelm Ebitsch und Ludwig Wendler lernten sie viel Informatives über unser gesundes heimisches Obst kennen und auch, wie wichtig es für die Tier- und Pflanzenwelt ist.

 

Am Beginn der Führung wurde es aber erst einmal abenteuerlich, da die alten Keller in der Kleukheimer Weingasse besichtigt wurden, in denen man das geerntete Obst lange lagern kann. Ursprünglich wurde hier, wie es der Name sagt, Wein eingelagert, später dann Bier.

 

Mit Taschenlampen ging es in die Tiefe, wo eine gleichmäßige Temperatur von nicht wärmer als 8 Grad herrscht. Mancheiner war anschließend froh, als er wieder das Tageslicht sah... und auf der großen Obstwiese mit über 100 Obstbäumen die rot, gelb und grün leuchtenden Äpfel und Birnen bestaunen konnte.

 

Ein Bienenstand sorgt im Frühling zusätzlich für die Bestäubung. Dass der Gravensteiner eine Apfelsorte ist, lernten die Kids spätestens bei der Apfelernte, die jeder mit nach Hause nehmen konnte. Arbeit macht durstig und so freuten sich alle auf den frischen Apfelsaft im Garten der Familie Ebitsch.

  

 

O.W.

 



Schüler aus Ebensfeld spenden für den Naturschutz

Ebensfeld. Über diesen Besuch staunten die Schüler der Klasse 3a von der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Grundschule nicht schlecht: Den Erlös eines Flohmarktes spendeten sie an den Bund Naturschutz und dafür bedankte sich der BN-Ortsgruppenvorsitzende Ludwig Wendler (rechts) persönlich bei der Klasse. Hierbei beantwortete er gerne die Fragen der interessierten Schüler zum Thema Naturschutz. Sein Dank galt natürlich auch der Lehrkraft, Frau Katrin Gran (links), die die Kinder „auf die Natur brachte“.  


Ebensfelder Naturschützer gehen mit Schwung ins Neue Jahr 2017

Ebensfeld. Beim ersten Monatstreffen der Ebensfelder BN-Aktiven im Neuen Jahr im Gasthof Martin in Unterneuses konnte Vorsitzender Ludwig Wendler bereits wieder von vielen Aktivitäten berichten und ankündigen. Selten hatten die engagierten Bund Naturschutz Mitglieder aus Ebensfeld einen so ereignisreichen Jahresbeginn erlebt wie heuer. Umso schwungvoller und motivierter zeigten sich die Vorstandsmitglieder dann auch bei der ersten Zusammenkunft.

Mit gleich zwei Verkehrsprojekten und den dazugehörigen Gerichtsverfahren startete der Jahresanfang. Mit einer Delegation aus Ebensfeld war man bei der Verwaltungsgerichtsverhandlung in Bayreuth vertreten, um in Sachen Neubautrasse der Staatsstraße durch den Kehlbachgrund die aus Sicht des Umweltschutzes, des Landschaftsschutzes, der Wirtschaftlichkeit und der Verkehrsentwicklung völlig unsinnige Straßenplanung noch zu verhindern.

Dass das Gericht nicht über die Straßenplanung an sich ein Urteil fällen würde, war den BN`lern bereits während der Verhandlung klar. Dass aber die Klage des BN, aber auch die Klage des Ebensfelder Marktgemeinderates gegen die Inanspruchnahme der zur Begradigung der Doppelkurve vorgesehenen Flächen als Ausgleichsflächen durch das Straßenbauamt, frei weg abgelehnt wurde, hat nicht nur die Aktiven ziemlich enttäuscht.

Ob der BN, aber auch die Marktgemeinde nun weiter gegen den Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberfranken gerichtlich vorgehen wird, entscheidet sich frühestens nach Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung. Der BN wird dann auch mit einer ausführlichen Pressemeldung die Öffentlichkeit darüber informieren.

Wenige Tage später waren nicht nur einzelne BN-Mitglieder sondern auch Vorsitzender Ludwig Wendler als Sachbeistand Teilnehmer eines Ortstermins des Verwaltungsgerichtshofs aus München bezüglich der Klagen mehrerer Bürger und wiederum der Marktgemeinde auf besseren Lärmschutz an der A 73. Beklagter war auch hier erneut die Regierung von Oberfranken, die den Ebensfelder Bürgern diesen Schutz verwehrt hatte.

Wendler betonte in dieser Sache besonders, dass der BN sich grundsätzlich nicht nur für Pflanzen und Tiere sondern auch immer um den Schutz der Menschen kümmert, wenn er sich gegen verschiedene Großprojekte engagiert. Besonders deutlich zeige sich das ganzheitliche Denken der BN`ler in diesem Fall, wo der fehlende Lärmschutz für die Ebensfelder bereits seit dem Ausbau der damaligen B 173 zur Autobahn von den Naturschützern vergeblich eingefordert wurde.

Im jetzigen Verfahren haben die Ebensfelder festgestellt, dass die vom Straßenbauamt vorgelegten Verkehrsprognosen völlig von den tatsächlichen Verhältnissen abweichen, da der Verkehr auf der Autobahn, bestätigt durch eine Dauerzählstelle bei Ebensfeld, weitaus stärker als prognostiziert angestiegen ist und jetzt bereits die Marke von 30000 Fahrzeugen pro Tag überstiegen hat. Auch hier ist eigentlich die Politik mitgefragt Richtlinien zu ändern, um solche Planungsverfahren den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Hoffnungsvoll erwarten nicht nur die Anwohner den nächsten Schritt, nämlich die mündliche Verhandlung in München.

Dass die nächsten Monate ziemlich aktiv weitergehen, zeigte sich bei den weiteren Besprechungspunkten.

Hans-Wolfgang Baumann kündigte bereits die diesjährige Amphibien-Aktion an. Wetterabhängig werden ab Anfang März Kröten und Frösche wieder auf Wanderschaft gehen und dabei auch beim Überqueren von stärker befahrenen Straßen gefährdet. Die BN`ler und Freunde sorgen seit Jahrzehnten bereits mit Zäunen und dem Absammeln der Tiere für deren Schutz. Am späten Abend und am Vormittag werden wieder Freiwillige für die Betreuung der Zäune gesucht. Besonders für Kinder ist diese Aktion spannend und ein intensives Naturerlebnis. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen, Interessenten möchten sich für diese Aktion bei Hans Wolfgang Baumann unter der Telefonnummer 09573/4461 melden.

Einen der von den Amphibien angesteuerten Bereiche nämlich den Kümmelbach kann man übrigens bei einer Wanderung am Sonntag, den 26.03.17 näher kennenlernen. Die Bachpaten, zu denen auch die BN-Ortsgruppe gehört, laden um 14.00 h an die Mündung in den Kellbach ein, von wo es bis zur Quelle oberhalb von Kümmel und anschließend zu einer gemütlichen Einkehr voraussichtlich in Kleukheim geht.

Ein kleines Abenteuer kann man auch erleben, wenn am Samstag, den 08.04.17 die Aktion „Mein Main muss sauber sein“ wieder unterstützt wird und ein Trupp Naturschützer zwischen Niederau und der Ebensfelder Bootsanlegestelle den Main von Unrat und Müll befreit. Treffpunkt und Ansprechpartner bei dieser Aktion ist Wolfgang Dietz, wo um 13.00 h in der Himmelreichstraße 1 auch der Treffpunkt für alle Helfer sein wird. Auch hier sind Nichtmitglieder, Kinder und Jugendliche herzlich willkommen.

Und die allererste Gemeinschaftsaktion in diesem Jahr findet bereits in zwei Wochen statt, wenn Interessierte und Freunde des BN am Sonntag, 12.02.17 beim schon traditionellen Lammessen in Dittersbrunn Naturschutz und Naturgenuss miteinander verbinden. Die Bedeutung der Weidehaltung für die fränkische Kulturlandschaft soll bei der Ebensfelder Aktion immer wieder der Öffentlichkeit verdeutlicht werden. Treffpunkt für die Wanderer wird um 15.00 h am Ebensfelder Kirchplatz und um 15.30 h an der Kleukheimer Kirche sein. Ab 17.00 h treffen sich dann alle in der Gastwirtschaft Hagel in Dittersbrunn.

Weitere Themen, die noch angesprochen wurden, waren die Ersatzpflanzung eines vom Biber am Kellbach gefällten Obstbaums durch die Ortsgruppe, die Meldung eines vorbildlichen Projekts für den Umweltpreis des Landkreises Lichtenfels, die Zustände nicht nur an Silvester auf dem Veitsberg und die Problematiken rund um Baggerseen und Weihern für Fische und Natur insbesondere im Winter. Die nächste Zusammenkunft im Februar wird voraussichtlich wieder durch die beiden Verkehrsthemen geprägt werden, Informationen über die Termine und Themen der Ortsgruppe können jederzeit auch über die Facebook-Seite „BN Bund Naturschutz OG Ebensfeld“ abgerufen werden.

 

O.W.




Jahresmitgliederversammlung 2016 der Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld

Ebensfeld. Bei der diesjährigen Generalversammlung der Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld standen neben einem ausführlichen Jahresbericht des Vorsitzenden Ludwig Wendler und den Grußworten des Kreisvorsitzenden Toni Reinhardt sowie des 1. Bürgermeisters Bernhard Storath die Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Tagesordnung.

Ludwig Wendler hob besonders das Engagement und den Zusammenhalt der BN-Aktiven hervor und kann mit einer bewährten Vorstandsmannschaft weiterhin positiv in die Zukunft blicken. Direkt im Anschluss an der Wanderung zum Ebensfelder Biberrevier hatte die Vorstandschaft zur Generalversammlung 2016 mit Neuwahlen in die Gastwirtschaft Engelhardts-Keller eingeladen.

Vorstand Ludwig Wendler zeigte sich in seiner Begrüßung noch sichtlich erfreut über das große Interesse der Bevölkerung, die bei der Wanderung viel Interessantes über den wieder angesiedelten Nager am Kellbach vom Biberberater für Nordbayern Horst Schwemmer erfuhren. Wie breitgefächert die Aktionen und Themen der Ebensfelder Naturschützer sind und insbesondere in den vergangenen Jahren waren, zeigte Wendler in seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht eindrucksvoll auf. Seinen besonderen Dank sprach er u.a. Hans-Wolfgang Baumann für die Organisation der jährlichen Amphibienaktion, Wolfgang Dietz für die Durchführung der Kanutouren und der Säuberungsaktion am Main, Johann Schmitt für die Mitgestaltung des jährlichen Lammessens und Wilhelm Ebitsch für die vielfältigen naturkundlichen Wanderungen aus.

Die Ortsgruppe, die sich bereits vor langer Zeit mit der Kümmelbachpatenschaft aktiv um den Gewässerschutz bemüht hat, hat es nun natürlich mehr als begrüßt, dass der Biber auch am Ebensfelder Kellbach wieder heimisch geworden ist. Um erst gar keine negative Stimmung aufkommen zu lassen, haben die Aktiven u.a. Obstbäume mit Drahtgeflecht geschützt, zwei Informationsveranstaltungen angeboten und intensive Gespräche mit der Gemeinde geführt. Neben den "sichtbaren" Aktionen beschäftigten sich die die Ebensfelder BN`ler auch viel mit Hintergrundgesprächen, Vorschlägen und Stellungnahmen, ob mit der Gemeinde, Landratsamt und sonstigen Behörden.

Themen, bei denen sich die Ortsgruppe einbrachte, waren hier z.B. der Radweg nach Oberbrunn, die leider für Ebensfeld "gescheiterte" ICE-Unterführung in der Oberbrunner Straße, die Wildgänse Richtung Unterleiterbach, der Nachweis der Wildkatze bei Unterbrunn, der Umgang mit Bäumen im Gemeindebereich, die geplante Amphibienleiteinrichtung in Peusenhof, der unfachmännische Umgang mit Windschutzhecken, die Änderung der Wasserschutzgebietsausweisung, die Anregung eines Abgangs von der ICE-Brücke nach Oberbrunn zur sogenannten "Betonstraße" Richtung Unterleiterbach, die geplante u. teilweise durchgeführte Rinderbeweidung sowie der überzogene Flächenverbrauch besonders auch im Ortsbereich Ebensfeld, dessen bebaute Fläche in den letzten 50 Jahren von 40 auf 106 ha sich, wie Wendler ermittelt hat, nahezu verdreifacht hat.

Regenerative Energie war natürlich auch ein Thema für die Ebensfelder, so wurde die NEO Freilandanlage unterstützt und der Windkraftstandort Seubersdorf besichtigt. Eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit ergab sich anlässlich des Besuchs von Fräulein Brehms Tierleben in Ebensfeld mit der Pater-Lunkenbein-Schule, bei dem die Wildkatze nicht nur Kindern näher gebracht wurde.

Erst kürzlich besuchte der Landesvorstand des Bund Naturschutz den Landkreis Lichtenfels und hier insbesondere den Markt Ebensfeld, um zwei herausragende Projekte in Augenschein zu nehmen. Das erste Projekt, die sogenannte Kellbachgrund-Anbindung, gilt als eines der Negativbeispiele von Verkehrsplanungen in Bayern. Mit völligem Unverständnis blickten die Landesvorstände auf das Kellbachtal in Richtung Hankirche, das im Falle des Scheiterns der BN-Klage durch eine zusätzliche Staatsstraße diagonal durchschnitten werden soll. Warum das Straßenbauamt trotz unzureichender Verkehrszahlen, einer mangelhaften Verkehrserschließung und einer Gefährdung des Wasserschutzgebiets bei Kutzenberg an dieser Planung festhält, obwohl sowohl der BN als auch die Gemeindeverwaltung bereits wesentlich sinnvollere Alternativen vorgeschlagen haben, blieb allen Anwesenden ein Rätsel. Beim zweiten Projekt dagegen, der Mainrenaturierung und -verlängerung bei Unterbrunn sprach insbesondere Hubert Weiger, Landes- und Bundesvorsitzender des Bund Naturschutz von einem Leuchtturmprojekt für ganz Deutschland, bei dem Gewässer- und Hochwasserschutz, Natur und Wirtschaft als auch Erholung und Landwirtschaft an einem Strang gezogen haben. So ließen sich die Landesvorstände auch besonders viel Zeit, um bei einer kurzen Wanderung zum Aussichtsturm bei Unterbrunn die neue Mainschleife etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Abschließend dankte Wendler seinen Mitstreitern für die geleistete Arbeit und freute sich insbesondere über das sehr gute Miteinander.

Bei den Grußworten konnte sich dem Kreisvorsitzender Toni Reinhardt nur anschließen. Mit Freude sehe er immer wieder, wie die Ebensfelder Aktiven mit viel "Herzblut" die Sache des Natur- und Umweltschutzes unterstützen. Um sich nicht auseinander dividieren zu lassen, rief er auf, die drei großen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, nämlich die Energiewende, die Agrarwende und die Verkehrswende.

Dass der Flächenverbrauch durch Straßenbau trotz dem Bündnis zum Flächensparen mit der Bayerischen Staatsregierung immer weiter fortschreitet, könne man besonders am Landkreis Lichtenfels sehen, dessen Straßendichte weit über dem bayerischen Durchschnitt liege. Dass sich die Ortsgruppe mit der Klage gegen die unsinnige Kellbachgrundplanung engagiere, könne Reinhardt nur mit allen Kräften unterstützen. Auf der anderen Seite sehe er mit Stolz, dass die Ortsgruppe beim Thema Lärmschutz A 73 aktiv die Bürgerinitiative unterstütze. Beide Beispiele zeigen, dass sich die Bürger nicht alles gefallen lassen müssten. Dass das Engagement jedes Einzelnen auch auf Bundesebene gefordert sei, zeigte er anhand des momentan aufliegenden Bundesverkehrswegeplans auf. Auch der Landkreis Lichtenfels sei durch die vierspurige Neubauplanung der B 173 zwischen Lichtenfels und Kronach massiv betroffen. Obwohl durch diese drohende weitere Transitautobahn von der A9 in Richtung Unterfranken massive Belastungen der Bevölkerung drohten, wurden die Alternativen des BN in Form einer 2+1 Lösung ignoriert. Erstmals haben nun alle Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zum Bundesverkehrswegeplan zu äußern. Dies könnte entweder über ein auf der Homepage eingestelltes Formular oder über ein selbst formuliertes Schreiben an das Bundesverkehrsministerium geschehen. Allerdings müsste dies bis zum kommenden Montag erledigt werden, da als Stichtag der 02. Mai 2016 vorgegeben ist.

Bevor es zu den Neuwahlen der BN-Ortsgruppe kam, ergriff Bürgermeister Bernhard Storath noch das Wort. Bei vielen kritischen Punkten, die der BN anspricht, sehe auch er die Problematiken. Regelungen auf Landes-, Bundes- bis hin zu EU-Ebene machen es jedoch letztlich für eine Gemeinde vor Ort schwer, immer auch im Sinne des Naturschutzes richtig zu handeln, was er z.B. anhand von Gewerbegebietsausweisungen erläuterte. Dass er als Bürgermeister noch dazu für alle Abstimmungen auch die notwendigen Mehrheiten bekommen müsse, mache natürlich Kommunalpolitik nicht leichter. Genauso wie der BN habe er sich auch in seiner Politik dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet und hoffe deshalb auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Nach dem positiven Kassenbericht der Schatzmeisterin Birgid Muth konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden und unter dem Wahlvorstand Toni Reinhardt die neue Vorstandschaft für die nächsten 4 Jahre gewählt werden.

Nachdem sich wieder alle Vorstandsmitglieder und mit Enrico Scherg sogar ein weiterer Beisitzer zur Verfügung stellten, präsentiert sich die BN Ortsgruppe Ebensfeld folgendermaßen: 1. Vorsitzender Ludwig Wendler, 1. Vorsitzender Johann Schmitt, Kassier Birgid Muth, Schriftführer Otto Weidner, Beisitzer Helmut Gunreben, Wolfgang Dietz und Enrico Scherg. Wendler freute sich abschließend bereits auf die weiter gute Teamarbeit.

O.W.



Lob für einen langjährigen aktiven Naturschützer

Ebensfeld. Zu einer Frühlingswanderung rund um das Naturfreundehaus am Dornig hatte die Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld eingeladen

und alle Interessierten warteten schon ungeduldig auf den Wanderführer und Ortsgruppenvorsitzenden Ludwig Wendler, als dieser kurzfristig aufgrund eines medizinischen Notfalls in der Familie sein Mitwandern absagen musste.

Spontan übernahmen deshalb der BN-Kreisvorsitzende Anton Reinhardt und Wilhelm Ebitsch aus Kleukheim die Leitung der Gruppe. Bei bestem Frühlingswetter ging es zum Morgenbühl, wo nicht nur die Ausblicke zum Staffelberg, übers Maintal bis zum Thüringer Wald und natürlich auch zum Ebensfelder Hausberg, dem Veitsberg (Ansberg) sondern auch die Vegetation des besonders geschützten Trockenrasenbiotops, u.a. die besonders gefährdete Küchenschelle und einige interessante Infos genossen werden konnten.

Bei der anschließenden Einkehr traf glücklicherweise auch BN-Ortsvorsitzender Ludwig Wendler (links im Bild) wieder ein und nahe des Naturfreundehaus überraschte KreisvorsitzenderAnton Reinhardt (rechts) den seit Jahrzehnten sowohl beim BN als auch als Naturschutzwächter des Landratsamtes aktiven Wilhelm Ebitsch ( Bildmitte) mit der Überreichung der Ehrennadel des BN.

Otto Weidner

 


Ein Ureinwohner Ebensfelds kehrt heim - der erste Biber ist wieder am Kellbach sesshaft

Ebensfeld. Jahrhunderte lang rückten die Menschen dem Biber im wahrsten Sinn des Wortes auf den Pelz: Unter anderem wurde er wegen seines schönen Fells, seinem Fleisch und wegen seines Drüsensekrets Bibergeil gejagt, so lange, bis man ihn in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts endgültig ausgerottet hatte. Und das, obwohl er vorher 15 Millionen Jahre lang in Bayern heimisch war. Erst vor knapp über 40 Jahren gelang es, den Biber durch ein gezieltes Wiederansiedlungsprogramm mit Genehmigung des Landwirtschaftsministeriums wieder bei uns in Bayern heimisch zu machen. Erfreulicherweise gibt es mittlerweile wieder an die 12.000 Biber. Und die Prognose für die Zukunft ist gut.

In Ebensfeld hat nun mindestens ein Biber auch das schöne Kellbachtal entdeckt und angefangen sich sesshaft zu machen. Dies war auch der Grund für die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Ebensfeld, den Biberberater für Nordbayern Horst Schwemmer nach Ebensfeld zu holen, um den jungen aber auch älteren Ebensfeldern den neuen Mitbewohner näher zu bringen.

Führungen für Jung und Alt

Mehr als spannend ging es dann an einem späteren Nachmittag letzter Woche am Kellbach kurz nach der Autobahnunterführung zu. Mehrere junge Biberforscher machten sich mit ihren Eltern auf, um den neuen Kellbachbewohner aufzuspüren und aus erster Hand alles Wissenswerte zu erfahren. Der Biber selbst beantwortete in der Gestalt einer Biber-Puppe geführt vom Biberberater Horst Schwemmer die Fragen der Kinder und natürlich auch der Erwachsenen. So erfuhren sie z.B. dass der Biber zu einer streng geschützten Tierart gehört, die mit einem Gewicht von bis zu 30 kg die größten Nagetiere der nördlichen Erdhalbkugel darstellen. Ihr Fell gehört mit sage und schreibe 23.000 Haaren zu den dichtesten im Tierreich. Schnell fanden die Jungforscher auch heraus, wozu der Biber seinen bis zu 35 cm langen platten Schwanz, der sogenannten Biberkelle braucht. Er dient als Stütze beim Sitzen, als Steuer beim Schwimmen und nicht zuletzt zur Alarmierung bei Gefahr. Dass Biber reine Pflanzenfresser sind, konnte man schnell erkennen.

Neben Gräsern, Kräutern und Wasserpflanzen bildet die Rinde von Gehölzen besonders im Winterhalbjahr die Hauptnahrung, was an vielen Ästen deutlich zu sehen war. Um an die Rinde von Bäumen zu kommen fällen sie allein mit ihrem Gebiss ganze Bäume. Allerdings benötigen sie die Stämme und Äste auch als Baumaterial für ihre Dämme und Biberburgen. Auch am Kellbach konnten die Kinder schnell einen Biberdamm entdecken.

Kurz darauf zeigte der Biber Horst ihnen auch seinen Bau, die Biberburg, die am Bachufer angelegt wurde. Schnell konnte man erkennen, dass der Biber zu den genialsten Konstrukteuren und Baumeistern des Tierreichs gehört. Seine riesigen Nagezähne, der platte Schwanz und die scharfen Krallen sind für ihn wichtige Werkzeuge bei der Arbeit, die zu einem großen Teil unter Wasser stattfindet.

Dass Biber hervorragende Taucher sind und mehrere Minuten unter Wasser bleiben können, konnte Horst Schwemmer seinen Besuchern nicht zeigen, da Biber dämmerungsaktive Tiere sind und erst gegen Abend an die Arbeit gehen.

Für Konflikte mit dem Biber gibt es Lösungen

Dass Konflikte manchmal nicht ganz ausbleiben, ist eigentlich kein Wunder. Der Biber kehrt in seine alte Heimat zurück, die jedoch mittlerweile komplett vom Menschen in Beschlag genommen wurde. Wenn dann oft nicht einmal die wichtigen Uferstreifen von landwirtschaftlichen Flächen frei bleiben, dann kann es schon einmal vorkommen, dass sich der Biber von Feldfrüchten bedient oder sogar Röhren in Äcker baut und Wiesen überschwemmt. Aber auch für solche Problemfälle gibt es natürlich Lösungen, hier in Form der Biberberater und einem vom Bayerischen Umweltministerium eingerichteten Schadensfonds.

Ganz begeistert war Horst Schwemmer allerdings auch über den Ebensfelder Biber, da dieser sich ein relativ konfliktarmes Stück Bach ausgesucht hat, wo kaum Probleme zu erwarten sein dürften.

Naturtalent im Landschaftsbau

Der aktive Nager erweist sich als wahres Naturtalent im Landschaftsbau. Durch seine Baumaßnahmen nutzt er nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Tieren und Pflanzen. Wo zum Beispiel Bäume und Gestrüpp eine ungenutzte Wiese überwuchern, setzt der Biber zum Kahlschlag an. Seltene Pflanzen wie Orchideen haben dann z.B. wieder Platz zum wachsen. Und wo Biber Stauseen bauen, sind auch Frösche nicht weit. Das wiederum ist die Lieblingsspeise von Schwarzstörchen, die dank der Biber ebenfalls zu uns zurückgekehrt sind. Die aufgestauten Wasserflächen erhöhen zudem den Grundwasserspiegel und sorgen dadurch auch schnell für eine Pflanzenvielfalt und dementsprechende Lebensräume für die verschiedensten Tierarten. Auf diese Art und Weise ersetzen Biber teuere und aufwändige Renaturierungsmaßnahmen, schaffen ganz umsonst Biotopflächen und -verbindungen, verbessern ganz nebenbei den Wasserhaushalt und die Wasserqualität und sind die Schlüsselart für eine immense Artenvielfalt, ganz im Sinne der Bayerischen Biodiversitäts-Strategie der Bayerischen Staatsregierung. Dass man in der Natur viel lernen kann, konnten nicht nur die kleinen Forscher bei der Biberwanderung erfahren. Ab jetzt wird man ganz bestimmt so manche Familie immer wieder sehen können, wenn sie bei ihrem Ebensfelder Biber vorbeischauen.

O.W.



Pressemitteilung vom 21.01.2014 zur Umfahrung Kelbachgrund

GEPLANTE NEUBAUTRASSE DURCH DEN KELBACHGRUND - ERGÄNZENDES PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN
LÖST ERNEUT SCHARFE KRITIK AUS
Mit dem Ergänzenden Planfeststellungsverfahren erkennt die Regierung von Oberfranken und das Staatliche Bauamt Bamberg offenbar einige der Kritik-punkte des BUND Naturschutz an und versucht das Verfahren zu heilen. Al-lerdings hat sich seit der Planfeststellung im Raum Ebensfeld strukturell mit der Ausweisung von Gewerbeflächen so viel geändert, dass sich auch die Ver-kehrsverflechtungen verändert haben. Heute besteht erst recht ein Bedarf für eine Anbindung der Staatsstraße auf der Linie, die der BUND Naturschutz bereits mehrfach vorgeschlagen hat.
Nach wie vor vertritt der BN die Auffassung, dass die planfestgestellte Trasse eine wesentlich eklatantere Verschlechterung der naturschutzfachlichen Wer-tigkeit des betroffenen Gebietes (Kelbachaue) nach sich ziehen würde.
Die acht Maßnahmen, die der Vorhabensträger zum Ausgleich des Eingriffs durch die Straßenbaumaßnahme der planfestgestellten Trasse realisieren möchte, ändern nichts an der fehlerhaften Entscheidungsgrundlage bei der Va-riantenwahl. Sie sind, da der Bedarf falsch ermittelt ist, als weiterer Eingriff zu bewerten.
Der BN lehnt die vorgelegte ergänzende Planung strikt ab und hält weiterhin an der bestehenden Klage fest.
Alternative würde geringere Eingriffe mit sich bringen
Nach wie vor hält der BN die Variante 5 für weitaus naturverträglicher, denn sie zerschneidet nicht die artenschutzrechtlich bedeutsamen Areale.
Außerdem würde die vom BN vorgeschlagene Variante 5 durch ihre Strecken-führung insgesamt wesentlich geringere Eingriffe in das Planungsgebiet verur-sachen.

Verkehrsverflechtungen geändert
Die Randbedingungen für die Entscheidung haben sich seit dem ersten Plan-feststellungsbeschluss gravierend geändert:
Die Anbindung des neuen Gewerbegebietes Ebensfeld-Nord (26 ha) und die neuen Gewerbeflächen im Ortsteil Unterneuses würden durch die Ergeb-nistrasse des Staatlichen Bauamtes völlig unzureichend an die Autobahn ange-bunden werden. Sämtlicher Ziel- und Quellverkehr zu diesen Gewerbeflächen müsste durch die gesamte Ortschaft Ebensfeld abgewickelt werden. Außerdem wäre diese Anbindung gegenüber der vom BUND Naturschutz vorgeschlagenen Variante erheblich länger.
Der BN fordert deshalb nochmals eine eingehende Prüfung mit gesamtheitli-cher Bewertung sowohl der verkehrlichen als auch der naturschutzfachlichen Argumente. Dazu ist ein aktuelles Verkehrsgutachten vorzulegen.
Ausgleichsmaßnahmen teilweise ungeeignet
Die geplante Anlage einer Magervegetationsfläche und eines Extensivgrünlan-des auf einer bisher als Acker genutzten Fläche ist fachlich nicht geeignet, die geplanten Eingriffe auszugleichen. Länger aufgedüngte Ackerflächen lassen sich im Zeitraum, der üblicherweise als Ausgleichszeitraum festgesetzt wird, nicht ausmagern.
Die geplante Maßnahme liegt außerdem in einem Bereich, der für die Ent-schärfung der sog. Z-Kurve auf der Alttrasse benötigt wird. Sollte diese Straße weiter Bestand haben und aus Sicherheitsgründen umgebaut werden, wäre dies dann kaum möglich.
Flächeninanspruchnahme würde noch vergrößert
Mit den geplanten Ausgleichsmaßnahmen wird noch mehr Fläche aus der land-wirtschaftlichen Nutzung entnommen. Da das Vorhaben in der geplanten Form nicht begründet ist, ist auch diese Flächeninanspruchnahme folgerichtig nicht akzeptabel.


gez. Tom Konopka, Regionalreferent für Oberfranken

Anton Reinhardt, Vorsitzender der Kreisgruppe Lichtenfels


Lärmschutzmaßnahmen A 73 auch für Ebensfeld gefordert

Lichtenfels/Ebensfeld/Bad Staffelstein.

In seiner letzten Sitzung begrüßte der Vorstand der Kreisgruppe Lichtenfels des BUND Naturschutz den geplanten aktiven Lärmschutz im Zuge der A 73 für den Bereich Bad Staffelstein.

„Doch warum nur in Bad Staffelstein und Zapfendorf?“, fragten sich kopfschüttelnd die Naturschützer bei der Analyse der Planfeststellungsunterlagen.

In seiner schriftlichen Stellungnahme an die Regierung von Oberfranken forderte die Naturschutzorganisation deshalb erhebliche Nachbesserungen des aktiven Lärmschutzes entlang der Autobahn.

 

„Es wäre doch wirklich sinnvoll, die Fortsetzung der Lärmschutzwände entlang der A 73 auch für die Ortschaften Horsdorf und Wolfsdorf sowie in Richtung Ebensfeld, Pferdsfeld vorzunehmen. Gerade im Bereich der Marktgemeinde Ebensfeld ist der Lärmschutz unseres Erachtens völlig unzureichend: Lediglich 4 Anwesen erhalten laut Planungsunterlagen einen passiven Lärmschutz zuerkannt.“, äußerte sich BUND-Kreisvorsitzender-Vorsitzender Anton Reinhardt.

Aus den staatlichen Unterlagen gehe deutlich hervor, dass das Verkehrsaufkommen im Bereich  Ebensfeld sogar rund 1-2 % höher sei als entlang der Kurstadt Bad Staffelstein - für das Jahr 2025 werden täglich 35 000 Kraftfahrzeuge prognostiziert. Der Lichtenfelser Ortsgruppenvorsitzende Günter Lutz fragte: „Wieso bekam der Markt Zapfendorf einen aktiven Lärmschutz, während Ebensfeld völlig unberücksichtigt bleibt, obwohl die Lärmbelastung laut offiziellen Unterlagen sogar um 3 dB gestiegen ist?“ Als Sofortmaßnahme forderte Reinhardt außerdem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h - wie im Bereich des Autobahndreiecks Grundfeld/Kösten: „Dies wird die Lärmimmissionen, die Zahl der schweren Unfälle deutlich verringern und der Autobahndirektion Nordbayern wenig kosten, ganz zu schweigen von den niedrigeren Schadstoffausstoßwerten und dem geringeren Spritverbrauch bei Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten.“

 

In seiner Stellungnahme an die Regierung von Oberfranken übte der BUND zum wiederholten Male Kritik an der Berechnungsmethode, mit der die zuständigen Behörden den vom Lärm Betroffenen einen wirksamen aktiven Lärmschutz gewähren oder nicht gewähren.

 

„Die gesundheitlichen Auswirkungen einer dauernden Lärmbelastung sind in einschlägigen Studien mehrfach nachgewiesen. Es ist für uns deshalb nicht hinnehmbar, u.a. der Ebensfelder Bevölkerung auf Dauer derartige Immissionen des Verkehrslärms zuzumuten; aber es ist schon traurig, dass man Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung anscheinend immer wieder erst einklagen muss, bevor etwas passiert“, meinte Ludwig Wendler, Vorsitzender der stark betroffenen Ortsgruppe Ebensfeld zum Abschluss.

 

Neuer Fahrradrastplatz in Niederau

Ebensfeld-Niederau. Ein Fahrradrastplatz am Main-Radwanderweg wurde durch Bürgermeister Bernhard Storath und BN-Kreisvorsitzenden Anton Reinhardt seiner Bestimmung übergeben.

Das Holzschild mit der Aufschrift „Rastplatz Veitsbergblick“ ergänzt nun die funktionale Fachwerkkonstruktion, die Radtouristen und ihre Zweiräder gegen Regen schützt, Toureninformationen bietet und zum Verweilen einlädt. Reinhardt lässt wissen, dass sich gerade in unserer Region Investitionen in den Radverkehr lohnen: „Der Landkreis Lichtenfels hat exzellente Voraussetzungen für den sanften Tourismus. Radlerinnen und Radler geben bekanntermaßen bei ihren Aufenthalten in unseren Städten, Märkten und Gemeinden mehr Geld aus als Automobilisten. In unseren Gaststätten und Hotels sind sie gern gesehene Gäste.“ Bürgermeister Bernhard Storath kam deshalb dem Wunsch des Arbeitskreises „Mobilität & Verkehr“ gerne nach und ließ nach dem Vorbild des Rastplatzes „Banzblick“, der unterhalb Vierzehnheiligens liegt, den Unterstellplatz hier nahe des Mains errichten. Er freute sich, dass die gesamte Arbeitsleistung für die Holzkonstruktion die einheimische Zimmerei Keller und die Materialkosten in Höhe von 6000 € der Markt Ebensfeld übernommen haben.

In wenigen Wochen werden an der Rückwand noch qualitativ hochwertige Karten über den Verlauf des Main-Radwanderweges, die touristischen Highlights und das Radwegenetz unseres Landkreises informieren.