Ortsgruppe Ebensfeld

Willkommen bei der Ortsgruppe Ebensfeld

1. Vorsitzender:

Ludwig Wendler, Untere Str. 31, 96250 Ebensfeld,

Tel.: 09573/5111

 

 

 


Auch die Amphibienaktion der BN OG Ebensfeld hat begonnen

Ebensfeld.  Pünktlich zum einsetzenden Frühling beginnen auch alle Amphibien (Frösche, Kröten, Molche u.a.) ihre “Hochzeitswanderung” von ihren jeweiligen Wald-Lebensräumen zu den Laichgewässern. Da sie dabei auch Straßen überqueren müssen, organisiert u.a. auch die BN Ortsgruppe Ebensfeld seit vielen Jahren die Betreuung der notwendigen Amphibienzäune, durch die die Tiere vor dem Überfahren gerettet werden.

Um besondere Vorsicht wird deshalb während der nächsten 4 Wochen besonders zur Nachtzeit auf den Streckenabschnitten zwischen Prächting und Kleukheim sowie zwischen Kleukheim und Schweisdorf gebeten, sowohl um die Tiere als auch die Helfer nicht zu gefährden. Die Durchfahrt im Bereich Peusenhof wird wieder zur Nachtzeit gesperrt, um Beachtung wird dringend gebeten. Wer gerne noch bei der Aktion mithelfen möchte, die Sammelzeiten sind abends gegen 22.00 h und am darauffolgenden Vormittag, kann sich gerne mit Hans-Wolfgang Baumann (Tel. 4461) in Verbindung setzen. Besonders für Kinder ist diese Aktion immer ein Erlebnis.

Text und Foto: O.W.


Schüler aus Ebensfeld spenden für den Naturschutz

Ebensfeld. Über diesen Besuch staunten die Schüler der Klasse 3a von der Ebensfelder Pater-Lunkenbein-Grundschule nicht schlecht: Den Erlös eines Flohmarktes spendeten sie an den Bund Naturschutz und dafür bedankte sich der BN-Ortsgruppenvorsitzende Ludwig Wendler (rechts) persönlich bei der Klasse. Hierbei beantwortete er gerne die Fragen der interessierten Schüler zum Thema Naturschutz. Sein Dank galt natürlich auch der Lehrkraft, Frau Katrin Gran (links), die die Kinder „auf die Natur brachte“.  


Ebensfelder Naturschützer gehen mit Schwung ins Neue Jahr 2017

Ebensfeld. Beim ersten Monatstreffen der Ebensfelder BN-Aktiven im Neuen Jahr im Gasthof Martin in Unterneuses konnte Vorsitzender Ludwig Wendler bereits wieder von vielen Aktivitäten berichten und ankündigen. Selten hatten die engagierten Bund Naturschutz Mitglieder aus Ebensfeld einen so ereignisreichen Jahresbeginn erlebt wie heuer. Umso schwungvoller und motivierter zeigten sich die Vorstandsmitglieder dann auch bei der ersten Zusammenkunft.

Mit gleich zwei Verkehrsprojekten und den dazugehörigen Gerichtsverfahren startete der Jahresanfang. Mit einer Delegation aus Ebensfeld war man bei der Verwaltungsgerichtsverhandlung in Bayreuth vertreten, um in Sachen Neubautrasse der Staatsstraße durch den Kehlbachgrund die aus Sicht des Umweltschutzes, des Landschaftsschutzes, der Wirtschaftlichkeit und der Verkehrsentwicklung völlig unsinnige Straßenplanung noch zu verhindern.

Dass das Gericht nicht über die Straßenplanung an sich ein Urteil fällen würde, war den BN`lern bereits während der Verhandlung klar. Dass aber die Klage des BN, aber auch die Klage des Ebensfelder Marktgemeinderates gegen die Inanspruchnahme der zur Begradigung der Doppelkurve vorgesehenen Flächen als Ausgleichsflächen durch das Straßenbauamt, frei weg abgelehnt wurde, hat nicht nur die Aktiven ziemlich enttäuscht.

Ob der BN, aber auch die Marktgemeinde nun weiter gegen den Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberfranken gerichtlich vorgehen wird, entscheidet sich frühestens nach Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung. Der BN wird dann auch mit einer ausführlichen Pressemeldung die Öffentlichkeit darüber informieren.

Wenige Tage später waren nicht nur einzelne BN-Mitglieder sondern auch Vorsitzender Ludwig Wendler als Sachbeistand Teilnehmer eines Ortstermins des Verwaltungsgerichtshofs aus München bezüglich der Klagen mehrerer Bürger und wiederum der Marktgemeinde auf besseren Lärmschutz an der A 73. Beklagter war auch hier erneut die Regierung von Oberfranken, die den Ebensfelder Bürgern diesen Schutz verwehrt hatte.

Wendler betonte in dieser Sache besonders, dass der BN sich grundsätzlich nicht nur für Pflanzen und Tiere sondern auch immer um den Schutz der Menschen kümmert, wenn er sich gegen verschiedene Großprojekte engagiert. Besonders deutlich zeige sich das ganzheitliche Denken der BN`ler in diesem Fall, wo der fehlende Lärmschutz für die Ebensfelder bereits seit dem Ausbau der damaligen B 173 zur Autobahn von den Naturschützern vergeblich eingefordert wurde.

Im jetzigen Verfahren haben die Ebensfelder festgestellt, dass die vom Straßenbauamt vorgelegten Verkehrsprognosen völlig von den tatsächlichen Verhältnissen abweichen, da der Verkehr auf der Autobahn, bestätigt durch eine Dauerzählstelle bei Ebensfeld, weitaus stärker als prognostiziert angestiegen ist und jetzt bereits die Marke von 30000 Fahrzeugen pro Tag überstiegen hat. Auch hier ist eigentlich die Politik mitgefragt Richtlinien zu ändern, um solche Planungsverfahren den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Hoffnungsvoll erwarten nicht nur die Anwohner den nächsten Schritt, nämlich die mündliche Verhandlung in München.

Dass die nächsten Monate ziemlich aktiv weitergehen, zeigte sich bei den weiteren Besprechungspunkten.

Hans-Wolfgang Baumann kündigte bereits die diesjährige Amphibien-Aktion an. Wetterabhängig werden ab Anfang März Kröten und Frösche wieder auf Wanderschaft gehen und dabei auch beim Überqueren von stärker befahrenen Straßen gefährdet. Die BN`ler und Freunde sorgen seit Jahrzehnten bereits mit Zäunen und dem Absammeln der Tiere für deren Schutz. Am späten Abend und am Vormittag werden wieder Freiwillige für die Betreuung der Zäune gesucht. Besonders für Kinder ist diese Aktion spannend und ein intensives Naturerlebnis. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen, Interessenten möchten sich für diese Aktion bei Hans Wolfgang Baumann unter der Telefonnummer 09573/4461 melden.

Einen der von den Amphibien angesteuerten Bereiche nämlich den Kümmelbach kann man übrigens bei einer Wanderung am Sonntag, den 26.03.17 näher kennenlernen. Die Bachpaten, zu denen auch die BN-Ortsgruppe gehört, laden um 14.00 h an die Mündung in den Kellbach ein, von wo es bis zur Quelle oberhalb von Kümmel und anschließend zu einer gemütlichen Einkehr voraussichtlich in Kleukheim geht.

Ein kleines Abenteuer kann man auch erleben, wenn am Samstag, den 08.04.17 die Aktion „Mein Main muss sauber sein“ wieder unterstützt wird und ein Trupp Naturschützer zwischen Niederau und der Ebensfelder Bootsanlegestelle den Main von Unrat und Müll befreit. Treffpunkt und Ansprechpartner bei dieser Aktion ist Wolfgang Dietz, wo um 13.00 h in der Himmelreichstraße 1 auch der Treffpunkt für alle Helfer sein wird. Auch hier sind Nichtmitglieder, Kinder und Jugendliche herzlich willkommen.

Und die allererste Gemeinschaftsaktion in diesem Jahr findet bereits in zwei Wochen statt, wenn Interessierte und Freunde des BN am Sonntag, 12.02.17 beim schon traditionellen Lammessen in Dittersbrunn Naturschutz und Naturgenuss miteinander verbinden. Die Bedeutung der Weidehaltung für die fränkische Kulturlandschaft soll bei der Ebensfelder Aktion immer wieder der Öffentlichkeit verdeutlicht werden. Treffpunkt für die Wanderer wird um 15.00 h am Ebensfelder Kirchplatz und um 15.30 h an der Kleukheimer Kirche sein. Ab 17.00 h treffen sich dann alle in der Gastwirtschaft Hagel in Dittersbrunn.

Weitere Themen, die noch angesprochen wurden, waren die Ersatzpflanzung eines vom Biber am Kellbach gefällten Obstbaums durch die Ortsgruppe, die Meldung eines vorbildlichen Projekts für den Umweltpreis des Landkreises Lichtenfels, die Zustände nicht nur an Silvester auf dem Veitsberg und die Problematiken rund um Baggerseen und Weihern für Fische und Natur insbesondere im Winter. Die nächste Zusammenkunft im Februar wird voraussichtlich wieder durch die beiden Verkehrsthemen geprägt werden, Informationen über die Termine und Themen der Ortsgruppe können jederzeit auch über die Facebook-Seite „BN Bund Naturschutz OG Ebensfeld“ abgerufen werden.

 

O.W.


Bericht vom Monatstreff der BN-Ortsgruppe Ebensfeld im Oktober 2016

Blick von der geplanten Neubautrasse Richtung Kutzenberg auf das vorgesehene Baufeld für den Klinikneubau
(Foto gefertigt und zur Veröffentlichung übersandt durch Otto Weidner)

Ebensfeld. Gleich zum Monatsanfang konnte Vorsitzender Ludwig Wendler die Vorstandschaft der Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld zur Besprechung der verschiedensten Themen rund um das Thema Natur- und Umweltschutz in und um Ebensfeld am Engelhardts-Keller begrüßen.

Ein kurzer Ortstermin vorweg galt diesmal ausnahmsweise nicht dem am Kellbach mittlerweile beheimatetem Biber, sondern den vor nicht allzu langer Zeit in der überregionalen Presse vorgestellten Planungen eines Neubaus für das Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg.

Details und mögliche Auswirkungen wurden danach in einer gemütlichen Runde im Gasthaus besprochen. Erfreut zeigte sich die ganze Vorstandschaft über die Einweihung der ersten Waldkindergartengruppe im Gemeindebereich Ebensfeld. Da über die normale Umwelterziehung in den Kindertagesstätten hinaus bei diesem Modell die Kinder hautnah an die Natur herangeführt werden, haben die Ebensfelder Naturschützer dieses Projekt gerne mit einer Spende unterstützt. Vorsitzender Wendler erwähnte auch die traditionelle Franziskus-Andacht bei Wiesen - auch wenn sich die Verfechter des milliardenschweren Großprojektes ICE-Neubautrasse letztlich durchgesetzt haben und im nächsten Jahr die Züge rollen. Dass insbesondere der Landkreis Lichtenfels vom Fernverkehr der Bahn links liegen gelassen wird, hat u.a. der BN und die Bürgerinitiativen schon seit Beginn der Planungen prophezeit. Nicht zum ersten Mal lud der BN auch zu einer Wanderung im nahen Steigerwald ein, um die nationale und internationale Bedeutung dieser letzten zusammenhängenden Buchenwälder allen Bürgern näher zu bringen.

Dass Naturschutz und Naturnutzung keine Gegensätze sein müssen, zeigt auch die Weidebewirtschaftung insbesondere von Hangwiesen wie z.B. am Staffelberg und am Morgenbühl.

Mit dem traditionellen jährlichen Lammessen der BN Ortsgruppe versuchen die Ebensfelder schon seit vielen Jahren Naturschutz auch auf kulinarische Art und Weise näher zu bringen. Der Termin für das diesjährige Essen wird in Kürze bekannt gegeben, willkommen sind hierzu nicht nur alle Mitglieder des BN.

Ähnliche Projekte allerdings mit Rinderbeweidung gibt es auch im restlichen Landkreis Lichtenfels. Um eine langfristige Nutzung schützenswerter Flächen sicherzustellen, bemüht sich der BN immer wieder solche Grundstücke zu erwerben.Die Ortsgruppe unterstützt solche Projekte im eigenen Landkreis immer wieder gerne auch finanziell.

Die Verkehrsthemen durften natürlich auch bei dieser Zusammenkunft nicht fehlen. Da sich viele Bürger bereits über die Verzögerungen beim Bau des Lärmschutzwalls an der A 73 gewundert haben, konnte Vorsitzender Wendler etwas für Aufklärung sorgen. Nach seinen Recherchen gab es offensichtlich Probleme bei dem für den Wall verwendeten Material, weshalb nach einem vorübergehenden Abtragen der bereits aufgeschütteten Erdmassen ein Neuaufbau erfolgen musste. Mittlerweile steht der Lärmschutzwall bis zur Staatsstraße nach Prächting kurz vor der Vollendung. Leider scheint sich in Sachen des noch fehlenden Lärmschutzes im Talbereich noch wenig zu tun. Seitdem die Gemeinde und die Bürgerinitiative Klage für einen vollständigen Lärmschutz für die Ebensfelder Bürger eingereicht haben, hat sich in Sachen Gesundheitsschutz leider noch nichts getan.

Beim Dauerthema der Ebensfelder Ortsgruppe, dem geplanten Staatsstraßenneubau der St 2187 im Kellbachtal haben sich in der ersten Jahreshälfte jedoch ganz neue Aspekte aufgetan. In einer großangelegten Pressevorstellung wurde über den über 100 Millionen Euro schweren Klinikneubau in Kutzenberg berichtet. Hoch erfreut nahmen die BN-ler die Nachricht auf, dass der Standort Kutzenberg durch dieses Projekt zukunftsfähig gemacht werden soll und somit auch die Arbeitsplätze vieler Ebensfelder Bürger gesichert werden. Dass der Krankenhaus- und Kurort Kutzenberg bereits jetzt unter dem Straßenverkehr massiv zu leiden hat, erkennt man nicht nur an der Parkplatzproblematik an der Kutzenberger Straße. Auch ein fehlender Lärmschutz an der A 73 führt bereits jetzt zu einer starken Beschallung der südwestlich gelegenen Klinikgebäude durch den Autobahnlärm. Dass nun bei den Klinikneubauplänen eine ähnliche Problematik durch die geplante Kellbachgrundneubautrasse droht, scheint manchem Verantwortlichen noch nicht richtig bewusst geworden zu sein.

Wenige hundert Meter direkt unterhalb des neuen Klinikgebäudes würde bei Verwirklichung der Straßenbauamtstrasse der gesamte Autobahnzubringerverkehr mit dementsprechenden Lärm- und Abgasemmissionen vorbeirollen. Die BN-Ortsgruppe appelliert deshalb eindringlich an alle politisch Verantwortlichen spätestens unter diesen neuen Vorzeichen über Alternativplanungen für eine bessere verkehrliche Anbindung des Kellbachgrunds und eine Entlastung auch für Ebensfeld nachzudenken.

Trotz der laufenden Klage zeigt sich der BN (wie von Anfang an) bereit, eine gemeinsame Lösung zu finden, so der Appell von Vorsitzendem Wendler zum Abschluss.

O.W.

 

 


BN Montatstreff Juni/Juli der OG Ebensfeld

Im Mittelpunkt des Monatstreffs Juni und Juli 2016 der Ortsgruppe Ebensfeld des Bund Naturschutz stand diesmal der Arten- und Landschaftsschutz.

Bei einer kleinen Exkursion westlich des Mains erlebten die BN-Vorstandsmitglieder um den Vorsitzenden Ludwig Wendler Natur hautnah, bevor bei einem gemütlichen Beisammensein noch Termine und Organisatorisches abgesprochen wurden. Große Überraschung herrschte gleich beim ersten Ortstermin in Oberbrunn, wo offensichtlich ein Biber nicht nur den Bach als Lebensraum entdeckt hat, sondern auch durch Entwässerungsrohre bis in Hof- und Gartenbereich vorgedrungen war. Mittlerweile scheint sich der Nager wieder auf seinen natürlichen Lebensraum zurückgezogen zu haben.

Einen wahren Naturgenuss erlebten die BN`ler dann bei der Besichtigung einer Blumenwiese nahe Döringstadt, die durch die naturnahe Bewirtschaftung zu einem artenreichen "kleinen Paradies" geworden ist (siehe Bilder). Dass eine derartige Einstellung nicht alle Mitbürger besitzen, davon konnte Wilhelm Ebitsch, der auch als Naturschutzwächter im Auftrag des Landratsamtes viel in der Natur unterwegs ist, ein Lied singen. So berichtete er von Schuttablagerungen noch dazu in Gewässerbereichen mit all den schädlichen Auswirkungen auf die verschiedenen Lebensräume.

Eine ganz besondere Naturerfahrung plant demnächst die BN-Kreisgruppe mit einem Besuch beim Schäfer im Bereich des Morgenbühls bei Sträublingshof und einer anschließenden Einkehr. Sobald der Termin feststeht erfolgt die Einladung über die Tagespresse bzw. der Facebook-Seite der BN-Ortsgruppe.

Von örtlichen Aktionen berichtete Ludwig Wendler in geselliger Runde. Für die diesjährige Krötenaktion sprach er den besonderen Dank an Hans-Wolfgang Baumann für die Organisation und Durchführung aus. Neben einem dramatischen Rückgang der Zahlen an Grasfröschen wurde auch der neue Krötentunnel in Peusenhof angesprochen.

Wolfgang Dietz erklärte sich wieder bereit, falls der Wasserstand dies zulässt, Ende Juli die jährliche Kanutour auf dem Main anzubieten. Als Termin legte man den Sonntag, den 31.07.16 ab 12.30 h fest, eine öffentliche Ausschreibung erfolgt in Kürze.

Erfreut zeigte man sich über das Interesse der Ebensfelder SPD-Fraktion an den Ebensfelder Bachläufen, um nach entsprechenden Hinweisen eventuell Verbesserungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Dass für Ebensfeld in dieser Sache bisher kein Gewässerplan erstellt wurde, stieß allgemein auf Bedauern.

Engagiert berichtete Wolfgang Dietz auch von der geplanten "Aufrüstung" des Wasserkraftwerks Michelau. Im Planverfahren zu diesem aus Sicht des Naturschutzes schädlichen Projektes haben sich mittlerweile Vertreter der Fischerei, der Bootsfahrer und des Naturschutzes zu einer ablehnenden Stellungnahme zusammengeschlossen.

Dass in Ebensfeld in Zukunft nicht nur über Natur gesprochen wird, sondern im Rahmen eine Waldkindergartengruppe Natur von klein auf erfahrbar gemacht wird, erfreute die BN-Vorstandschaft so sehr, dass sie sich spontan entschlossen dem Projekt mit einer Spende auch etwas Starthilfe zu geben.

Zu guter Letzt musste man doch noch einmal Kritik am Verhalten so mancher Zeitgenossen äußern, insbesondere wenn es sich um die Förderung der Artenvielfalt handelt. Bezugnehmend auf einen Presseartikel, indem der Rückgang von Niederwild in der größtenteils "ausgeräumten" landwirtschaftlich genutzten Landschaft beklagt wurde, konnte man auch von eigenen negativen Beobachtungen berichten. Auch wenn im Mitteilungsblatt ein Appell zu lesen war insbesondere die Feldraine möglichst lange ungemäht zu lassen, sah die Realität schnell anders aus. So wurden auch entlang von Feldwegen Grünstreifen frühzeitig und damit noch vor der Blüte gemulcht sodass für Insekten und Kleinstlebewesen kaum Nahrung und Lebensraum übrig blieb. Besonders deutlich wurde diese "Wirtschaftsweise" z.B. entlang des Radwegs in Richtung Unterleiterbach, wo ab der Landkreisgrenze Gräser noch weiterwachsen durften, während im Ebensfelder Bereich viele Randstreifen bereits niedergemäht waren. Dass es auch anders geht zeigte den BN`lern ein aktuelles Beispiel aus Bamberg, wo noch in dieser Woche entlang des Berliner Rings eine artenreiche Pflanzenwelt bewusst gefördert wird.

O.W.


Jahresmitgliederversammlung 2016 der Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld

Ebensfeld. Bei der diesjährigen Generalversammlung der Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld standen neben einem ausführlichen Jahresbericht des Vorsitzenden Ludwig Wendler und den Grußworten des Kreisvorsitzenden Toni Reinhardt sowie des 1. Bürgermeisters Bernhard Storath die Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Tagesordnung.

Ludwig Wendler hob besonders das Engagement und den Zusammenhalt der BN-Aktiven hervor und kann mit einer bewährten Vorstandsmannschaft weiterhin positiv in die Zukunft blicken. Direkt im Anschluss an der Wanderung zum Ebensfelder Biberrevier hatte die Vorstandschaft zur Generalversammlung 2016 mit Neuwahlen in die Gastwirtschaft Engelhardts-Keller eingeladen.

Vorstand Ludwig Wendler zeigte sich in seiner Begrüßung noch sichtlich erfreut über das große Interesse der Bevölkerung, die bei der Wanderung viel Interessantes über den wieder angesiedelten Nager am Kellbach vom Biberberater für Nordbayern Horst Schwemmer erfuhren. Wie breitgefächert die Aktionen und Themen der Ebensfelder Naturschützer sind und insbesondere in den vergangenen Jahren waren, zeigte Wendler in seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht eindrucksvoll auf. Seinen besonderen Dank sprach er u.a. Hans-Wolfgang Baumann für die Organisation der jährlichen Amphibienaktion, Wolfgang Dietz für die Durchführung der Kanutouren und der Säuberungsaktion am Main, Johann Schmitt für die Mitgestaltung des jährlichen Lammessens und Wilhelm Ebitsch für die vielfältigen naturkundlichen Wanderungen aus.

Die Ortsgruppe, die sich bereits vor langer Zeit mit der Kümmelbachpatenschaft aktiv um den Gewässerschutz bemüht hat, hat es nun natürlich mehr als begrüßt, dass der Biber auch am Ebensfelder Kellbach wieder heimisch geworden ist. Um erst gar keine negative Stimmung aufkommen zu lassen, haben die Aktiven u.a. Obstbäume mit Drahtgeflecht geschützt, zwei Informationsveranstaltungen angeboten und intensive Gespräche mit der Gemeinde geführt. Neben den "sichtbaren" Aktionen beschäftigten sich die die Ebensfelder BN`ler auch viel mit Hintergrundgesprächen, Vorschlägen und Stellungnahmen, ob mit der Gemeinde, Landratsamt und sonstigen Behörden.

Themen, bei denen sich die Ortsgruppe einbrachte, waren hier z.B. der Radweg nach Oberbrunn, die leider für Ebensfeld "gescheiterte" ICE-Unterführung in der Oberbrunner Straße, die Wildgänse Richtung Unterleiterbach, der Nachweis der Wildkatze bei Unterbrunn, der Umgang mit Bäumen im Gemeindebereich, die geplante Amphibienleiteinrichtung in Peusenhof, der unfachmännische Umgang mit Windschutzhecken, die Änderung der Wasserschutzgebietsausweisung, die Anregung eines Abgangs von der ICE-Brücke nach Oberbrunn zur sogenannten "Betonstraße" Richtung Unterleiterbach, die geplante u. teilweise durchgeführte Rinderbeweidung sowie der überzogene Flächenverbrauch besonders auch im Ortsbereich Ebensfeld, dessen bebaute Fläche in den letzten 50 Jahren von 40 auf 106 ha sich, wie Wendler ermittelt hat, nahezu verdreifacht hat.

Regenerative Energie war natürlich auch ein Thema für die Ebensfelder, so wurde die NEO Freilandanlage unterstützt und der Windkraftstandort Seubersdorf besichtigt. Eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit ergab sich anlässlich des Besuchs von Fräulein Brehms Tierleben in Ebensfeld mit der Pater-Lunkenbein-Schule, bei dem die Wildkatze nicht nur Kindern näher gebracht wurde.

Erst kürzlich besuchte der Landesvorstand des Bund Naturschutz den Landkreis Lichtenfels und hier insbesondere den Markt Ebensfeld, um zwei herausragende Projekte in Augenschein zu nehmen. Das erste Projekt, die sogenannte Kellbachgrund-Anbindung, gilt als eines der Negativbeispiele von Verkehrsplanungen in Bayern. Mit völligem Unverständnis blickten die Landesvorstände auf das Kellbachtal in Richtung Hankirche, das im Falle des Scheiterns der BN-Klage durch eine zusätzliche Staatsstraße diagonal durchschnitten werden soll. Warum das Straßenbauamt trotz unzureichender Verkehrszahlen, einer mangelhaften Verkehrserschließung und einer Gefährdung des Wasserschutzgebiets bei Kutzenberg an dieser Planung festhält, obwohl sowohl der BN als auch die Gemeindeverwaltung bereits wesentlich sinnvollere Alternativen vorgeschlagen haben, blieb allen Anwesenden ein Rätsel. Beim zweiten Projekt dagegen, der Mainrenaturierung und -verlängerung bei Unterbrunn sprach insbesondere Hubert Weiger, Landes- und Bundesvorsitzender des Bund Naturschutz von einem Leuchtturmprojekt für ganz Deutschland, bei dem Gewässer- und Hochwasserschutz, Natur und Wirtschaft als auch Erholung und Landwirtschaft an einem Strang gezogen haben. So ließen sich die Landesvorstände auch besonders viel Zeit, um bei einer kurzen Wanderung zum Aussichtsturm bei Unterbrunn die neue Mainschleife etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Abschließend dankte Wendler seinen Mitstreitern für die geleistete Arbeit und freute sich insbesondere über das sehr gute Miteinander.

Bei den Grußworten konnte sich dem Kreisvorsitzender Toni Reinhardt nur anschließen. Mit Freude sehe er immer wieder, wie die Ebensfelder Aktiven mit viel "Herzblut" die Sache des Natur- und Umweltschutzes unterstützen. Um sich nicht auseinander dividieren zu lassen, rief er auf, die drei großen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, nämlich die Energiewende, die Agrarwende und die Verkehrswende.

Dass der Flächenverbrauch durch Straßenbau trotz dem Bündnis zum Flächensparen mit der Bayerischen Staatsregierung immer weiter fortschreitet, könne man besonders am Landkreis Lichtenfels sehen, dessen Straßendichte weit über dem bayerischen Durchschnitt liege. Dass sich die Ortsgruppe mit der Klage gegen die unsinnige Kellbachgrundplanung engagiere, könne Reinhardt nur mit allen Kräften unterstützen. Auf der anderen Seite sehe er mit Stolz, dass die Ortsgruppe beim Thema Lärmschutz A 73 aktiv die Bürgerinitiative unterstütze. Beide Beispiele zeigen, dass sich die Bürger nicht alles gefallen lassen müssten. Dass das Engagement jedes Einzelnen auch auf Bundesebene gefordert sei, zeigte er anhand des momentan aufliegenden Bundesverkehrswegeplans auf. Auch der Landkreis Lichtenfels sei durch die vierspurige Neubauplanung der B 173 zwischen Lichtenfels und Kronach massiv betroffen. Obwohl durch diese drohende weitere Transitautobahn von der A9 in Richtung Unterfranken massive Belastungen der Bevölkerung drohten, wurden die Alternativen des BN in Form einer 2+1 Lösung ignoriert. Erstmals haben nun alle Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zum Bundesverkehrswegeplan zu äußern. Dies könnte entweder über ein auf der Homepage eingestelltes Formular oder über ein selbst formuliertes Schreiben an das Bundesverkehrsministerium geschehen. Allerdings müsste dies bis zum kommenden Montag erledigt werden, da als Stichtag der 02. Mai 2016 vorgegeben ist.

Bevor es zu den Neuwahlen der BN-Ortsgruppe kam, ergriff Bürgermeister Bernhard Storath noch das Wort. Bei vielen kritischen Punkten, die der BN anspricht, sehe auch er die Problematiken. Regelungen auf Landes-, Bundes- bis hin zu EU-Ebene machen es jedoch letztlich für eine Gemeinde vor Ort schwer, immer auch im Sinne des Naturschutzes richtig zu handeln, was er z.B. anhand von Gewerbegebietsausweisungen erläuterte. Dass er als Bürgermeister noch dazu für alle Abstimmungen auch die notwendigen Mehrheiten bekommen müsse, mache natürlich Kommunalpolitik nicht leichter. Genauso wie der BN habe er sich auch in seiner Politik dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet und hoffe deshalb auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Nach dem positiven Kassenbericht der Schatzmeisterin Birgid Muth konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden und unter dem Wahlvorstand Toni Reinhardt die neue Vorstandschaft für die nächsten 4 Jahre gewählt werden.

Nachdem sich wieder alle Vorstandsmitglieder und mit Enrico Scherg sogar ein weiterer Beisitzer zur Verfügung stellten, präsentiert sich die BN Ortsgruppe Ebensfeld folgendermaßen: 1. Vorsitzender Ludwig Wendler, 1. Vorsitzender Johann Schmitt, Kassier Birgid Muth, Schriftführer Otto Weidner, Beisitzer Helmut Gunreben, Wolfgang Dietz und Enrico Scherg. Wendler freute sich abschließend bereits auf die weiter gute Teamarbeit.

O.W.


Abfallsammlung im Rahmen der Aktion "Mein Main soll sauber sein" 2016

Die Ortsgruppe Ebensfeld des BN sammelte am Samstag, 02.04.2015 bei herrlichem Frühlingswetter an einem ca. 2 Kilometer langen Stück des Mains im Ortsgebiet von Ebensfeld sowohl vom Wasser aus mit einem Schlauchboot als auch zu Fuß vom Ufer aus Unrat, der am Ufer weggeworfen bzw. angeschwemmt wurde.

Ein ganzer Anhänger voll Plastik- und Metall-Müll (siehe Bild) war der traurige "Erfolg" der Bemühungen, u.a. wurden ein Campingstuhl und ein Getränkekasten geborgen. Besorgniserregend waren für die Ebensfelder Aktiven aber auch die vielen Kunststofffolienteile, die spätestens in den Weltmeeren zu einer tödlichen Gefahr für Fische und sonstige Lebewesen werden.

Otto Weidner


Lob für einen langjährigen aktiven Naturschützer

Ebensfeld. Zu einer Frühlingswanderung rund um das Naturfreundehaus am Dornig hatte die Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebensfeld eingeladen

und alle Interessierten warteten schon ungeduldig auf den Wanderführer und Ortsgruppenvorsitzenden Ludwig Wendler, als dieser kurzfristig aufgrund eines medizinischen Notfalls in der Familie sein Mitwandern absagen musste.

Spontan übernahmen deshalb der BN-Kreisvorsitzende Anton Reinhardt und Wilhelm Ebitsch aus Kleukheim die Leitung der Gruppe. Bei bestem Frühlingswetter ging es zum Morgenbühl, wo nicht nur die Ausblicke zum Staffelberg, übers Maintal bis zum Thüringer Wald und natürlich auch zum Ebensfelder Hausberg, dem Veitsberg (Ansberg) sondern auch die Vegetation des besonders geschützten Trockenrasenbiotops, u.a. die besonders gefährdete Küchenschelle und einige interessante Infos genossen werden konnten.

Bei der anschließenden Einkehr traf glücklicherweise auch BN-Ortsvorsitzender Ludwig Wendler (links im Bild) wieder ein und nahe des Naturfreundehaus überraschte KreisvorsitzenderAnton Reinhardt (rechts) den seit Jahrzehnten sowohl beim BN als auch als Naturschutzwächter des Landratsamtes aktiven Wilhelm Ebitsch ( Bildmitte) mit der Überreichung der Ehrennadel des BN.

Otto Weidner

 


Ein Ureinwohner Ebensfelds kehrt heim - der erste Biber ist wieder am Kellbach sesshaft

Ebensfeld. Jahrhunderte lang rückten die Menschen dem Biber im wahrsten Sinn des Wortes auf den Pelz: Unter anderem wurde er wegen seines schönen Fells, seinem Fleisch und wegen seines Drüsensekrets Bibergeil gejagt, so lange, bis man ihn in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts endgültig ausgerottet hatte. Und das, obwohl er vorher 15 Millionen Jahre lang in Bayern heimisch war. Erst vor knapp über 40 Jahren gelang es, den Biber durch ein gezieltes Wiederansiedlungsprogramm mit Genehmigung des Landwirtschaftsministeriums wieder bei uns in Bayern heimisch zu machen. Erfreulicherweise gibt es mittlerweile wieder an die 12.000 Biber. Und die Prognose für die Zukunft ist gut.

In Ebensfeld hat nun mindestens ein Biber auch das schöne Kellbachtal entdeckt und angefangen sich sesshaft zu machen. Dies war auch der Grund für die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Ebensfeld, den Biberberater für Nordbayern Horst Schwemmer nach Ebensfeld zu holen, um den jungen aber auch älteren Ebensfeldern den neuen Mitbewohner näher zu bringen.

Führungen für Jung und Alt

Mehr als spannend ging es dann an einem späteren Nachmittag letzter Woche am Kellbach kurz nach der Autobahnunterführung zu. Mehrere junge Biberforscher machten sich mit ihren Eltern auf, um den neuen Kellbachbewohner aufzuspüren und aus erster Hand alles Wissenswerte zu erfahren. Der Biber selbst beantwortete in der Gestalt einer Biber-Puppe geführt vom Biberberater Horst Schwemmer die Fragen der Kinder und natürlich auch der Erwachsenen. So erfuhren sie z.B. dass der Biber zu einer streng geschützten Tierart gehört, die mit einem Gewicht von bis zu 30 kg die größten Nagetiere der nördlichen Erdhalbkugel darstellen. Ihr Fell gehört mit sage und schreibe 23.000 Haaren zu den dichtesten im Tierreich. Schnell fanden die Jungforscher auch heraus, wozu der Biber seinen bis zu 35 cm langen platten Schwanz, der sogenannten Biberkelle braucht. Er dient als Stütze beim Sitzen, als Steuer beim Schwimmen und nicht zuletzt zur Alarmierung bei Gefahr. Dass Biber reine Pflanzenfresser sind, konnte man schnell erkennen.

Neben Gräsern, Kräutern und Wasserpflanzen bildet die Rinde von Gehölzen besonders im Winterhalbjahr die Hauptnahrung, was an vielen Ästen deutlich zu sehen war. Um an die Rinde von Bäumen zu kommen fällen sie allein mit ihrem Gebiss ganze Bäume. Allerdings benötigen sie die Stämme und Äste auch als Baumaterial für ihre Dämme und Biberburgen. Auch am Kellbach konnten die Kinder schnell einen Biberdamm entdecken.

Kurz darauf zeigte der Biber Horst ihnen auch seinen Bau, die Biberburg, die am Bachufer angelegt wurde. Schnell konnte man erkennen, dass der Biber zu den genialsten Konstrukteuren und Baumeistern des Tierreichs gehört. Seine riesigen Nagezähne, der platte Schwanz und die scharfen Krallen sind für ihn wichtige Werkzeuge bei der Arbeit, die zu einem großen Teil unter Wasser stattfindet.

Dass Biber hervorragende Taucher sind und mehrere Minuten unter Wasser bleiben können, konnte Horst Schwemmer seinen Besuchern nicht zeigen, da Biber dämmerungsaktive Tiere sind und erst gegen Abend an die Arbeit gehen.

Für Konflikte mit dem Biber gibt es Lösungen

Dass Konflikte manchmal nicht ganz ausbleiben, ist eigentlich kein Wunder. Der Biber kehrt in seine alte Heimat zurück, die jedoch mittlerweile komplett vom Menschen in Beschlag genommen wurde. Wenn dann oft nicht einmal die wichtigen Uferstreifen von landwirtschaftlichen Flächen frei bleiben, dann kann es schon einmal vorkommen, dass sich der Biber von Feldfrüchten bedient oder sogar Röhren in Äcker baut und Wiesen überschwemmt. Aber auch für solche Problemfälle gibt es natürlich Lösungen, hier in Form der Biberberater und einem vom Bayerischen Umweltministerium eingerichteten Schadensfonds.

Ganz begeistert war Horst Schwemmer allerdings auch über den Ebensfelder Biber, da dieser sich ein relativ konfliktarmes Stück Bach ausgesucht hat, wo kaum Probleme zu erwarten sein dürften.

Naturtalent im Landschaftsbau

Der aktive Nager erweist sich als wahres Naturtalent im Landschaftsbau. Durch seine Baumaßnahmen nutzt er nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Tieren und Pflanzen. Wo zum Beispiel Bäume und Gestrüpp eine ungenutzte Wiese überwuchern, setzt der Biber zum Kahlschlag an. Seltene Pflanzen wie Orchideen haben dann z.B. wieder Platz zum wachsen. Und wo Biber Stauseen bauen, sind auch Frösche nicht weit. Das wiederum ist die Lieblingsspeise von Schwarzstörchen, die dank der Biber ebenfalls zu uns zurückgekehrt sind. Die aufgestauten Wasserflächen erhöhen zudem den Grundwasserspiegel und sorgen dadurch auch schnell für eine Pflanzenvielfalt und dementsprechende Lebensräume für die verschiedensten Tierarten. Auf diese Art und Weise ersetzen Biber teuere und aufwändige Renaturierungsmaßnahmen, schaffen ganz umsonst Biotopflächen und -verbindungen, verbessern ganz nebenbei den Wasserhaushalt und die Wasserqualität und sind die Schlüsselart für eine immense Artenvielfalt, ganz im Sinne der Bayerischen Biodiversitäts-Strategie der Bayerischen Staatsregierung. Dass man in der Natur viel lernen kann, konnten nicht nur die kleinen Forscher bei der Biberwanderung erfahren. Ab jetzt wird man ganz bestimmt so manche Familie immer wieder sehen können, wenn sie bei ihrem Ebensfelder Biber vorbeischauen.

O.W.



Pressemitteilung vom 21.01.2014 zur Umfahrung Kelbachgrund

GEPLANTE NEUBAUTRASSE DURCH DEN KELBACHGRUND - ERGÄNZENDES PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN
LÖST ERNEUT SCHARFE KRITIK AUS
Mit dem Ergänzenden Planfeststellungsverfahren erkennt die Regierung von Oberfranken und das Staatliche Bauamt Bamberg offenbar einige der Kritik-punkte des BUND Naturschutz an und versucht das Verfahren zu heilen. Al-lerdings hat sich seit der Planfeststellung im Raum Ebensfeld strukturell mit der Ausweisung von Gewerbeflächen so viel geändert, dass sich auch die Ver-kehrsverflechtungen verändert haben. Heute besteht erst recht ein Bedarf für eine Anbindung der Staatsstraße auf der Linie, die der BUND Naturschutz bereits mehrfach vorgeschlagen hat.
Nach wie vor vertritt der BN die Auffassung, dass die planfestgestellte Trasse eine wesentlich eklatantere Verschlechterung der naturschutzfachlichen Wer-tigkeit des betroffenen Gebietes (Kelbachaue) nach sich ziehen würde.
Die acht Maßnahmen, die der Vorhabensträger zum Ausgleich des Eingriffs durch die Straßenbaumaßnahme der planfestgestellten Trasse realisieren möchte, ändern nichts an der fehlerhaften Entscheidungsgrundlage bei der Va-riantenwahl. Sie sind, da der Bedarf falsch ermittelt ist, als weiterer Eingriff zu bewerten.
Der BN lehnt die vorgelegte ergänzende Planung strikt ab und hält weiterhin an der bestehenden Klage fest.
Alternative würde geringere Eingriffe mit sich bringen
Nach wie vor hält der BN die Variante 5 für weitaus naturverträglicher, denn sie zerschneidet nicht die artenschutzrechtlich bedeutsamen Areale.
Außerdem würde die vom BN vorgeschlagene Variante 5 durch ihre Strecken-führung insgesamt wesentlich geringere Eingriffe in das Planungsgebiet verur-sachen.

Verkehrsverflechtungen geändert
Die Randbedingungen für die Entscheidung haben sich seit dem ersten Plan-feststellungsbeschluss gravierend geändert:
Die Anbindung des neuen Gewerbegebietes Ebensfeld-Nord (26 ha) und die neuen Gewerbeflächen im Ortsteil Unterneuses würden durch die Ergeb-nistrasse des Staatlichen Bauamtes völlig unzureichend an die Autobahn ange-bunden werden. Sämtlicher Ziel- und Quellverkehr zu diesen Gewerbeflächen müsste durch die gesamte Ortschaft Ebensfeld abgewickelt werden. Außerdem wäre diese Anbindung gegenüber der vom BUND Naturschutz vorgeschlagenen Variante erheblich länger.
Der BN fordert deshalb nochmals eine eingehende Prüfung mit gesamtheitli-cher Bewertung sowohl der verkehrlichen als auch der naturschutzfachlichen Argumente. Dazu ist ein aktuelles Verkehrsgutachten vorzulegen.
Ausgleichsmaßnahmen teilweise ungeeignet
Die geplante Anlage einer Magervegetationsfläche und eines Extensivgrünlan-des auf einer bisher als Acker genutzten Fläche ist fachlich nicht geeignet, die geplanten Eingriffe auszugleichen. Länger aufgedüngte Ackerflächen lassen sich im Zeitraum, der üblicherweise als Ausgleichszeitraum festgesetzt wird, nicht ausmagern.
Die geplante Maßnahme liegt außerdem in einem Bereich, der für die Ent-schärfung der sog. Z-Kurve auf der Alttrasse benötigt wird. Sollte diese Straße weiter Bestand haben und aus Sicherheitsgründen umgebaut werden, wäre dies dann kaum möglich.
Flächeninanspruchnahme würde noch vergrößert
Mit den geplanten Ausgleichsmaßnahmen wird noch mehr Fläche aus der land-wirtschaftlichen Nutzung entnommen. Da das Vorhaben in der geplanten Form nicht begründet ist, ist auch diese Flächeninanspruchnahme folgerichtig nicht akzeptabel.


gez. Tom Konopka, Regionalreferent für Oberfranken

Anton Reinhardt, Vorsitzender der Kreisgruppe Lichtenfels


Berufsschule erkundet mit BN die Mainrenaturierung

Von der Aussichtsplattform an der neu geschaffenen Mainschleife hatte die Exkursionsgruppe der Berufsschullehrkräfte einen guten Überblick auf die Renaturierungsmaßnahmen. Personalrätin Hanne Hanka (1.v.links), BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (2.v.links), Exkursionsleiter Ludwig Wendler (4.v.links) und Schulleiter Hans-Jürgen Lichy (8.v.links) freuten sich über die Vielfalt der Naturräume.

Unterbrunn. Das Bild des ehemals begradigten und mit Ufermauern versehenen Mains hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Bei Unterbrunn hat man dem größten fränkischen Fluss sein altes Bett in Form einer 1,5 Kilometer langen Schleife wiedergegeben.

Im Rahmen einer Exkursion erkundeten Berufsschullehrkräfte die Flusslandschaft des Maines zwischen Ebensfeld und Unterleiterbach. Einen Schwerpunkt der kleinen Wanderung bildeten die Renaturierungsmaßnahmen des Wasserwirtschaftsamts Bamberg, die Ludwig Wendler, BN-Ortsgruppenvorsitzender von Ebensfeld, fachkundig erklärte. Etliche Altwasserreste, Auwäldchen und Bodenvertiefungen entlang des Obermains zeugen noch heute von einer Flussdynamik, die noch lange vor der Mainflößerei intakt gewesen sein müsse. Über Jahrhunderte haben Main und Rodach vom Fichtelgebirge und Frankenwald riesige Kiesmengen in das Obermaintal verfrachtet und so abbauwürdige Lagerstätten geschaffen. Viele Baggerseen, die durch den intensiven Kiesabbau seit 1950 entstanden, haben dazu beigetragen, das Gesicht der Landschaft einschneidend zu verändern. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt: „Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz hat vor Jahren in ihrer Stellungnahme zu der Renaturierungsmaßnahme bei Unterbrunn die Verlängerung des Flusslaufes ausdrücklich begrüßt, jedoch großen Wert darauf gelegt, dass keine neuen, großen, offenen Wasserflächen entstehen. Die Interessen der Kiesindustrie waren deshalb darauf ausgelegt, einen hohen Wiederverfüllungsgrad des Abbauareals zu erreichen.“

 

 

Ludwig Wendler erklärte ausführlich die Ziele der Laufverlängerung des Maines: „Durch die Hochwasser an Donau, Elbe und Oder ist man schon vor 10 Jahren besonders für den vorbeugenden Hochwasserschutz sensibilisiert worden und habe erkannt, dass ein mäandrierender Fluss auf natürliche Weise die Fließgeschwindigkeit verlangsamt. Der Fluss hat so die Möglichkeit, sich in der Fläche stärker auszubreiten. Dadurch werden große Wassermengen, die im Unterlauf des Mains fatale Folgen haben, eher zurückgehalten und können wesentlich langsamer abfließen. Die jüngsten Hochwasserkatastrophen haben deshalb am Obermainbogen bei weitem keine solch verheerenden Schäden verursacht wie in Südbayern und Ostdeutschland.“ Im Zuge der Renaturierungsmaßnahmen wurden bei Unterbrunn in wenigen Jahren Fluss und Auen durch Schaffung von Retentionsräumen zu Paradiesen für viele seltene Vogelarten, wie Flussregenpfeifer, Blaukehlchen, Stieglitz oder Eisvogel. Das kurze Stück des vorherigen, begradigten Mainabschnittes hat man mit einem Querbauwerk versehen. Der Einbau dieser Schwelle im derzeitigen Flussbett habe sich nach dem letzten Starkregenereignis aufs neue bewährt. Ludwig Wendler: „Bei hohem Pegelstand verteilt sich das Wasser dann auf praktisch zwei Arme mit geringerer Fließgeschwindigkeit. Im Schleifenbereich selbst wurde nach dem Kiesabbau und entsprechend behutsamen Geländemodellierungen ein Überschwemmungsbereich mit großräumigen Auwaldbeständen geschaffen. Schon jetzt ist im Bereich des Maines die positive Wirkung bereits durchgeführter Flussbaumaßnahmen im Einzelnen gut zu beobachten.“  Durch den Einbau von sogenannten Buhnen mit Hilfe großer Pappelstämme und der Entfernung der großen Uferpflasterung haben sich Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten, ja sogar kleine Verzweigungen, Inseln und Landzungen, gebildet. Flussuferläufer und Flussregenpfeifer haben die Flachwasserzonen bereits gerne angenommen. Ludwig Wendler lässt wissen, dass sich die Lage der Kiesbänke schon innerhalb eines Jahres nach einem Hochwasser verändert hat, die jüngste Überschwemmung habe sogar in wenigen Stunden einen kleinen Querkanal mit entsprechenden Ausspülungen und Kiesanlandungen mitten in der Wiese erzeugt. Die Verbesserung der Fließgewässerdynamik sei hier vor Ort besonders gut zu beobachten. Aber auch die Wasserqualität der ehemals isolierten Baggerseen habe sich durch die neuen Zulaufkanäle, die man zum frei fließenden Main hin geschaffen hat, erheblich verbessert. Das sauerstoffreiche Wasser des Mains belebe die Baggerseen und erzeuge einen permanenten Austausch – sehr zur Freude der Angler. Nicht zuletzt sei mit der Mainrenaturierung auch eine Aufwertung des Landschaftsbildes, des Naturschutzes und Erholungswertes erreicht worden. Ludwig Wendler freute sich, dass die Maßnahmen dazu geführt haben, die Ziele des Hochwasserschutzes  mit den Interessen der Kiesindustrie, des Wasserwirtschaftsamtes und des Naturliebhabers in Einklang zu bringen. BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt informierte, dass der Bund Naturschutz von Anfang an aktiv und finanziell als Projektpartner des „LIFE-Natur-Projektes Oberes Maintal“ mitwirke, um derartige Naturräume zu erhalten oder in ihrer Wertigkeit zu verbessern.

Hanne Hanka, Personalrätin an der Lichtenfelser Berufsschule, bedankte sich bei Ludwig Wendler für die lehrreiche Exkursion mit einem kleinen Präsent und lud zu einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten ein.

 

Anton Reinhardt

 

 

 

Lärmschutzmaßnahmen A 73 auch für Ebensfeld gefordert

Lichtenfels/Ebensfeld/Bad Staffelstein.

In seiner letzten Sitzung begrüßte der Vorstand der Kreisgruppe Lichtenfels des BUND Naturschutz den geplanten aktiven Lärmschutz im Zuge der A 73 für den Bereich Bad Staffelstein.

„Doch warum nur in Bad Staffelstein und Zapfendorf?“, fragten sich kopfschüttelnd die Naturschützer bei der Analyse der Planfeststellungsunterlagen.

In seiner schriftlichen Stellungnahme an die Regierung von Oberfranken forderte die Naturschutzorganisation deshalb erhebliche Nachbesserungen des aktiven Lärmschutzes entlang der Autobahn.

 

„Es wäre doch wirklich sinnvoll, die Fortsetzung der Lärmschutzwände entlang der A 73 auch für die Ortschaften Horsdorf und Wolfsdorf sowie in Richtung Ebensfeld, Pferdsfeld vorzunehmen. Gerade im Bereich der Marktgemeinde Ebensfeld ist der Lärmschutz unseres Erachtens völlig unzureichend: Lediglich 4 Anwesen erhalten laut Planungsunterlagen einen passiven Lärmschutz zuerkannt.“, äußerte sich BUND-Kreisvorsitzender-Vorsitzender Anton Reinhardt.

Aus den staatlichen Unterlagen gehe deutlich hervor, dass das Verkehrsaufkommen im Bereich  Ebensfeld sogar rund 1-2 % höher sei als entlang der Kurstadt Bad Staffelstein - für das Jahr 2025 werden täglich 35 000 Kraftfahrzeuge prognostiziert. Der Lichtenfelser Ortsgruppenvorsitzende Günter Lutz fragte: „Wieso bekam der Markt Zapfendorf einen aktiven Lärmschutz, während Ebensfeld völlig unberücksichtigt bleibt, obwohl die Lärmbelastung laut offiziellen Unterlagen sogar um 3 dB gestiegen ist?“ Als Sofortmaßnahme forderte Reinhardt außerdem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h - wie im Bereich des Autobahndreiecks Grundfeld/Kösten: „Dies wird die Lärmimmissionen, die Zahl der schweren Unfälle deutlich verringern und der Autobahndirektion Nordbayern wenig kosten, ganz zu schweigen von den niedrigeren Schadstoffausstoßwerten und dem geringeren Spritverbrauch bei Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten.“

 

In seiner Stellungnahme an die Regierung von Oberfranken übte der BUND zum wiederholten Male Kritik an der Berechnungsmethode, mit der die zuständigen Behörden den vom Lärm Betroffenen einen wirksamen aktiven Lärmschutz gewähren oder nicht gewähren.

 

„Die gesundheitlichen Auswirkungen einer dauernden Lärmbelastung sind in einschlägigen Studien mehrfach nachgewiesen. Es ist für uns deshalb nicht hinnehmbar, u.a. der Ebensfelder Bevölkerung auf Dauer derartige Immissionen des Verkehrslärms zuzumuten; aber es ist schon traurig, dass man Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung anscheinend immer wieder erst einklagen muss, bevor etwas passiert“, meinte Ludwig Wendler, Vorsitzender der stark betroffenen Ortsgruppe Ebensfeld zum Abschluss.

 

Neuer Fahrradrastplatz in Niederau

Ebensfeld-Niederau. Ein Fahrradrastplatz am Main-Radwanderweg wurde durch Bürgermeister Bernhard Storath und BN-Kreisvorsitzenden Anton Reinhardt seiner Bestimmung übergeben.

Das Holzschild mit der Aufschrift „Rastplatz Veitsbergblick“ ergänzt nun die funktionale Fachwerkkonstruktion, die Radtouristen und ihre Zweiräder gegen Regen schützt, Toureninformationen bietet und zum Verweilen einlädt. Reinhardt lässt wissen, dass sich gerade in unserer Region Investitionen in den Radverkehr lohnen: „Der Landkreis Lichtenfels hat exzellente Voraussetzungen für den sanften Tourismus. Radlerinnen und Radler geben bekanntermaßen bei ihren Aufenthalten in unseren Städten, Märkten und Gemeinden mehr Geld aus als Automobilisten. In unseren Gaststätten und Hotels sind sie gern gesehene Gäste.“ Bürgermeister Bernhard Storath kam deshalb dem Wunsch des Arbeitskreises „Mobilität & Verkehr“ gerne nach und ließ nach dem Vorbild des Rastplatzes „Banzblick“, der unterhalb Vierzehnheiligens liegt, den Unterstellplatz hier nahe des Mains errichten. Er freute sich, dass die gesamte Arbeitsleistung für die Holzkonstruktion die einheimische Zimmerei Keller und die Materialkosten in Höhe von 6000 € der Markt Ebensfeld übernommen haben.

In wenigen Wochen werden an der Rückwand noch qualitativ hochwertige Karten über den Verlauf des Main-Radwanderweges, die touristischen Highlights und das Radwegenetz unseres Landkreises informieren.

Monatstreffen im Mai bei der Ortsgruppe Ebensfeld

 

... Dass besonders umweltfreundliches Verhalten heutzutage nicht unbedingt selbstverständlich ist, veranlasste die Ortsgruppe auch einen eigenen Vorschlag zum Umweltpreis der Lichtenfelser Sparkassen zu melden. Gespannt warten die Aktiven auf die baldige Bekanntgabe der Preisträger. Welche "Blüten" zuweilen mangelndes Umweltbewusstsein treibt, kann man mittlerweile entlang des neuen Radweges zwischen Ebensfeld und Bad Staffelstein sehen. Wer sich zu Beginn noch über eine umfangreiche Allee freute, musste kurz darauf feststellen, dass eine Vielzahl der bereits gepflanzten Bäume wieder entfernt worden war. Was war geschehen? Offensichtlich waren die beteiligten Kommunen aufgeschlossen und die Finanzierung gesichert, als allerdings einigen Grundstückseigentümern der Grenzabstand zu ihren landwirtschaftlichen Flächen zu gering war, mussten die Bäume wieder herausgerissen werden. Mit Erleichterung kann man feststellen, dass es trotzdem noch aufgeschlossene Landwirte gibt, die zugunsten der Natur auch gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen. Genauso erfreut nahmen die BN`ler zur Kenntnis, dass entlang der Ebensfelder Kellerstraße ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging. Auf Initiative von Bürgermeister Storath und durch die Gemeinde wurde auf dem Weg zum Keller eine Hecke und eine Obstbaumallee gepflanzt. Ein weiteres derartiges Projekt wurde am Leitleinsweg in Unterneuses ausgemacht und natürlich mit Freude aufgenommen.

 

Die diesjährige Krötenaktion, insbesondere zwischen Prächting, Kleukheim und Schweisdorf ist mittlerweile beendet. Der besondere Dank von Vorstand Ludwig Wendler galt nicht nur allen Helfern, die in unzähligen Stunden die Amphibien über die Straßen trugen, sondern auch den Gemeinden Ebensfeld und Zapfendorf. Um die Tiere in Peusenhof zu schützen, wurde der Durchgangsverkehr für die Wanderungszeit komplett gesperrt. Natürlich konnten alle Anlieger zu ihren Grundstücken gelangen. Allerdings musste auch im zweiten Jahr der Sperrung wieder beobachtet werden, dass einige unvernünftige Zeitgenossen die Sperrschilder einfach ignorierten. Insgesamt war die Aktion wieder ein großer Erfolg, auch wenn das Gesamtergebnis laut Koordinator Hans-Wolfgang Baumann u.U. etwas geringer ausfallen könnte. Das Thema Regenerative Energien wurde zum Schluss der Zusammenkunft wieder einmal gestreift. Nach 15 Jahren Erfolgsgeschichte kann das Bürgerwindrad Sassendorf am 17. Juni sein Jubiläum feiern. Zum Windradfest lädt der Veranstalter "Vierether Kuckucksei" alle Freunde der Natur und der ökologischen Energieerzeugung nach Sassendorf ein. Von Ebensfeld aus soll mit einer Radtour das Windradfest angesteuert werden. Genaueres wird noch bekannt gegeben. Der Entwurf der Windvorbehaltsflächen wurde von den BN-Aktiven schließlich noch in Augenschein genommen. Etwas enttäuscht musste man feststellen, dass insbesondere im Raum Ebensfeld und Bad Staffelstein nur sehr wenige Möglichkeiten der umweltfreundlichen Energieerzeugung bereit stehen sollen. Mit der Hoffnung, dass wenigstens die vorgesehenen Flächen in Zukunft genutzt werden, beschloss Wendler den Infotreff, bevor es per Rad auf dem neuen Radweg wieder Richtung Ebensfeld ging.

 

 

O.W.

 

 

Die Vorstandschaft der Ebensfelder BN Ortsgruppe v.l.n.r.: 1. Vorstand Ludwig Wendler, Beisitzer Helmut Gunreben, Schriftführer Otto Weidner, Kassiererin Birgid Muth, 2. Vorstand Johann Schmitt, ausscheidender 2. Vorstand Wilhelm Ebitsch, Kreisvorsitzender Anton Reinhardt